Die DOS Linie bzw. die DOS-Arten verschiedener Hersteller und Systeme

 
     

DOS-Systeme (Disk Operating Systems = plattenorientierte Betriebssysteme) wurden ursprünglich auf Personal Computern eingesetzt. Es ist die Bezeichnung für Betriebssysteme die von einer Diskette und später auch von einer Festplatte geladen werden konnten, ganz im
Unterschied zu dem vom legendären C64 welches in einem ROM (Read Only Memory = Nur Lese Speicher bzw.
Festwertspeicher) residierte.
Die Hauptaufgabe der DOS-Systeme ist die Verwaltung von magnetischen Speichermedien wie Disketten und Festplatten , während andere Funktionen des Rechners wie z.B. Grafik-, Sound-, Drucker-, Speicher- und Netzwerkverwaltung nur oberflächlich oder gar nicht
übernommen werden. Die DOS-Systeme verloren jedoch inzwischend weitgehend an Bedeutung, sie kommen
zunehmend nur noch in Embedded (eingebetteten) Systemen zum Einsatz.

Wir teilen diese Systeme hier in 3 verschiedene Kategorien auf. Die Atarie DOS-Linie, die Einfache DOS-Linie und die Microsoft DOS-Linie.

   
 

Atari DOS-Linie

 
     


"BeWe-DOS":

BeWe-DOS ist eine DOS-Version mit Unterverzeichnissen. Desweiteren bietet BeWe-DOS die Möglichkeit jeder Datei und jedem Verzeichnis einen Zeitstempel zu geben, das heißt man kann zu jeder Zeit feststellen wann eine Datei oder ein Verzeichnis erstellt wurde.
"Bibo-DOS":

Bibo-DOS wurde speziell für den Atari 1050 entwickelt, läüft aber auch mit den Atari Serien 600/800XL und 130/800XE. Es unterstützt RAMDISK von 64 KB bis 256 KB. Dieses System gibt es in 2 verschiedenen Ausführungen. Der Fast-Version für die Benutzung mit der Speedy 1050, die aber 520 Bytes mehr im Arbeitsspeicher des Computers belegt und die Normalversion die die volle Kapazität der Floppy XF-551 Version 6.x ausnutzt. Als Zugabe besitzt es einen Tastaturpuffer, welcher aber nur maximal 32 Tastaturanschläge speichert.
Bibo-DOS bietet nicht ganz so viele Funktionen wie das Bibomon-DOS, ist aber ähnlich aufgebaut.
"Bibomon-DOS":

Bibomon-DOS unterstützt alle Diskettenformate hat aber einige Einschränkungen bei dem Quad-Format. Bei Quad formatierten Disketten werden nur die Sektororientierten Optionen, nicht aber die File orientierten Optionen angewendet.
Zu den üblichen Funktionen des Bibo-DOS bietet das Bibomon-DOS noch einige andere Funktionen, die alle sehr nützlich sind. Man kann sich z.B. ein speziales Directory ausgeben lassen, daß den Status die Länge in Dezimal und Hexadezimal und den Startsektor des Files angibt. Man kann ein File automatisch nach dem Laden starten lassen, ohne großartig an die bestimmte Adresse springen zu müssen. Es ist natürlich auch möglich ein File nur einzuladen und nicht zu starten. Man kann sich auch von Files die einzelnen Blöcke der Datei, die Init-Adressen und die Startadresse des Programms angezeigen lassen.
Dies waren nur mal die wichtigsten Neuerungen. Es gibt natürlich auch hier noch andere Funktionen, die man in einem bis jetzt erhältlichen DOS nicht finden wird. Das DOS hat allerdings auch einen großen Nachteil, es unterstützt keine Subdirectories.
"BW-DOS":

Ein anderes populäres und leistungsstarkes DOS ist BW-DOS, eine Freeware von Jiri Bernasek. Man spricht "Bucht Vay DOS", dieses ist mit Sparta-DOS kompatibel.
Es nutzt keine internen sondern nur einen externen XF551 speeder. Es unterstützt 4 Laufwerke und Ramdisk. Es hat Ramdisk Treiber für XE kompatible virtuelle Laufwerke bis zu 1 MB, welches 4 Dichten unterstützt:
1. Single mit 90 k,
2. Enhanced Medium mit 130 k,
3. Double mit 180 k und
4. DSDD mit 360 k.
BW-DOS benutzt keinen beliebigen RAM unter OS ROM. Anders als bei Sparta-DOS sind die meisten Befehle extern, so das BW-DOS mit nur 5 KB sehr klein ist. Es unterstützt eine PAL Uhr, erstellt durch ABBUC's regionale Gruppe "ARGS" und kommt mit vielen großen Dienstprogrammen die auch mit Sparta-DOS benutzt werden können zurecht. Zusätzlich hat es noch eine auf Papier gedruckte Deutsche, und eine englische auf Datenträger gespeichert Benutzerhilfe. Die letzte Version 1,3 ist als Freeware erhältlich.
"DOS 1 (Atari-DOS)":

Das ursprüngliche ATARI DOS versandt mit allen 810 Diskettenlaufwerken von 1979-1981. Es besteht aus einer einzelnen Datei, DOS.SYS, die in den Speicher von Diskette aus mit Start geladen wird.
Am Anfang des Menüs Bildschirm steht: Plattenbetriebssystem 9/24/79 Copyright 1979 ATARI
Außer Sammlern werden wohl wahrscheinlich kaum noch welche einen Grund haben mit DOS 1 zu arbeiten. Der DOS 1 Datenträger wird auch als ATARI 810 Mutterdiskette (CX8101) bezeichnet.
"DOS 2.0S":

DOS II Version 2.0S wurde mit allen 810 Diskettenlaufwerken und frühem 1050 Datenträger Laufwerken von 1981-1983 versandt. Es besteht aus zwei Dateien:
- DOS.SYS wird bei Beginn von Diskette in den Speicher geladen und
- DUP.SYS, die das DOS-Menü enthält, wird nur wenn nötig geladen.
Mit MEM.SAV können die Inhalte von Speicher zu Diskette bewahren werden, wenn DUP.SYS geladen ist, so das die Daten vom Speicher wiederhergestellt werden können wenn Sie das DOS-Menü beenden. DOS 2,0S Unterstützt nur Atari Benutzer und 90 K 5.25" Diskettenformate. Sie können versicherte sein das mit irgendwelchen ATARI Disk-Laufwerken für die 8-Bit Atari mit Disketten gearbeiten werden kann die mit DOS 2,0S formatiert wurden. DOS 2,0S kann Datenträger lesen, die mit DOS 1 geschrieben sind. Der DOS 2,0S Datenträger wird auch als ATARI 810 Mutterdiskette II (CX8104) bezeichnet.
"DOS 2.0D":

Die DOS II Version 2.0D wurde mit dem seltenen ATARI 815 DD Disk-Laufwerk versandt. Es unterstützt Double Density Diskettenlaufwerke und auch einfache Density Diskettenlaufwerke. Der DOS 2.0D Datenträger wird auch als ATARI 815 Mutterdiskette (CX8201) bezeichnet.
"DOS 3":

DOS 3 versandt mit 1050 Diskettenlaufwerken von 1983-1985. Es wurde zum Teil erstellt um die 1050's Double Density Fähigkeit auszunutzen und um einseitige, erweiterte-Dichte 128K 5.25" Diskettenlaufwerke zu formatieren. ATARI nannte dieses Format "Double Density". Dieses System war nicht zu anderen DOS Arten kompatibel. Es benutzte zum Beispiel ein Diskettenformat das nicht vereinbar mit DOS 2.0S ist. Es enthielt ein Dienstprogramm um Dateien von DOS 2.0S zu DOS 3 umzuwandeln, aber nicht wieder zurück. Es benutzte auch den Datenträgerspeicherplatz weniger effizient als DOS 2.0S. Aus diesen und andere Gründen, wurde DOS 3 nicht sehr durch die ATARI Gemeinschaft akzeptiert und wie DOS 1 fand es nicht viele Benutzer, abgesehen von Neugierden. Der DOS 3 Datenträger wird auch als Meister Diskette 3 (DX5052) bezeichnet.
"DOS 2.5":

Darauf hin ging es zurück zu DOS II Version 2.5 welches mit 1050 Diskettenlaufwerken und frühen XF551 Diskettenlaufwerke von 1985-1988 versandt wurde. Mit DOS 2.5 kehrte Atari zurück zur DOS 2.0S Kompatibilität. DOS 2.5 ähnelt sehr DOS 2.0S, es wurden nur einigen Eigenschaften hinzugefügt. Es unterstützt nun sowohl DOS 2.0S einfache Dichte 90 K Formate, sowie auch das erweiterte Dichte 128 K Format für Benutzung mit dem 1050 Datenträger Laufwerk. DOS 2.5 enthält auch ein RAMDISK Dienstprogramm zur Benutzung mit dem 128K 130XE Computer, ein Dienstprogramm um Dateien von DOS 3 Datenträgern zurück zu DOS 2.5 umzuwandeln, sowie noch andere Diskettendienstprogramme.
"DOS XE":

DOS XE versandt mit XF551 Diskettenlaufwerke von 1988-1992. Wie DOS 3 führte DOS XE ein ganzes neues Format für Atari Disketten ein; aber im Unterschied zu DOS 3 bewahrte DOS XE auch die allgemein Kompatibilität mit DOS 2.0S/2.5. Es unterstützt die vollen Fähigkeiten der beidseitigen, doppelten Dichte 360 K pro 5.25" Diskette der Datenträger XF551 Disk-Laufwerke, einschließlich des Laufwerks Hochgeschwindigkeits-Stoßbetriebs. DOS XE unterstützt auch völlig die 90K SS/SD Fähigkeit von dem 810 Disk-Laufwerk, die 128K SS/ed Fähigkeit von dem 1050 Disk-Laufwerk, die 180K SS/doppelte Disketten-Speicherdichte Fähigkeit von den meisten 3.-part Diskettenlaufwerken von ATARI und eine RAMDISK für die Benutzung mit der 130XE. Das Datum-Stempeln von Dateien wird nun unterstützt, aber DOS XE verlangt einen XL oder XE Computer, da es nicht kompatibel mit den 400/800 Computer Modellen ist. Selbst wenn DOS XE gute Kritiken erhielt und Entwicklungssprung gegenüber DOS 2.5 erreicht wurde, sein Erscheinen kam leider so spät das es keine Benutzer außer ein paar Ausnahmen fand. Denn jetzt regierten bereits andere DOS-Versionen den Markt. DOS XE war auch bekannt als "ADOS."
"My-DOS":

Der Programmierer von My-DOS schufen für dieses Programm einen ganz neuen Statuscode, welcher ausssagt das der aktuelle Eintrag keine Datei sondern der Name eines Verzeichnisses bzw. Unterverzeichnisses ist. Die Kommunikation geschieht über die Input-Output-Control-Blocks. Ab der Version 4.50 arbeitet My-DOS mit einer 4-stelligen Sektorzahl. Auf der Systemdiskette befinden sich die DOC- Sourcefilles im MAC/65 Format. My-DOS wurde nach dem Atari DOS 2.0S und 2.5 geformt, aber liefert Unterverzeichnis und Festplatte Unterstützungen, zusammen mit vielen anderen hochwertigen Eigenschaften.
"My-DOS 4.50":

MY-DOS 4.50 wurde am 28.11.88 freigegeben. Entwickelt haben es C. Marslett & R. Hauch.
"My-DOS 4.51":

MY-DOS 4.51 wurde von Wordmark Systeme entwickelt (Charles Marslett). Sein Quellcode ist als "Abandonware" unter "http://www.wordmark.org/" verfügbar.
"My-DOS 4.53/3":

MyDOS 4.53/3 wurde als Freeware am 1.1.90 von David R. Eichel freigegeben. Es unterstützt mehrere AUTORUNs beim Booten (*.AR0 durch *.AR9) und Axlons virtuelle Laufwerke. Es gibt 3 Zeichensdateilängen je freiem Sektor vor, anstatt wie My-DOS's 4.
"My-DOS 4.53/4":

MyDOS 4.53/4 ist dasselbe wie 4.53/3, benutzt aber ein Minimum von vier Zeichen in jedem Sektor zählt also wie die meisten anderen Versionen von My-DOS.
"Sparta-DOS 3.2":

Die erste Shareware Version von FTe war die 3.2f.
Früher größere Versionen von dem ursprünglichen Entwickler, ICD sind 3.2d, 3.2c, 2.3, 1.1.
Nur die SDX Cartridges und die Originalversion 1.1 sind mit den 400/800 Computer Modellen kompatibel, Sparta-DOS 2.x, und 3.x erfordern XL/XE.
SpartaDOS 3.2g und 3.2gx erschienen am 4.6.94 und sind die letzten offiziellen Diskettenbasierenden Versionen, herausgegeben als Shareware von FTe. Stephen J. Carden hatte die Rechte von ICD erworben.
3.2g war die erste Version davon.
3.2gx kam danach und unterscheidet sich nur darin, dass es die Diskettenpuffer ermittelt unter dem OS im RAM speichert. 3.2gx ist zur Benutzung in Systeme vorgesehen die ein PBI Gerät enthalten wie MIO oder Black-Box. Es ist nicht kompatibel mit BASIC XE oder irgendwelchen anderen Programmen.
"Sparta-DOS 3.3":

Sparta-DOS 3.3 ist ein völlig anders Befehlszeilen-DOS geformt nach MS-DOS. Obwohl es auch perfekt im Stande ist alle ATARI DOS und My-DOS Datenträger zu Lesen.
Es sind viele Versionen davon verfügbar, diese Liste wird hoffentlich eine kleine Übersicht darüber geben.
Sparta-DOS für 3.3a, 3.3b, und 3.3c - 1994-
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Die Sparta-DOS 3.3 Versionen wurden entwickelt von Stephen J. Carden und basieren auf einer Verbarg Kopie von der älteren (stabileren?) 3.2c Version von ICD.
- Sparta-DOS 3.3a erschienen am 3.11.94, fügt Multiplexer Unterstützung und MS-DOS Commands zu. Hochgeschwindigkeits SIO Routinen wurden nicht einbezogen. Sie wird Empfohlen für die Benutzung in Emulatoren, besonders Xformern.
- Sparta-DOS 3.3b erschienen am 25.12.95, hat zwei verschiedene SIOV Behandlungsroutinen, eine für die Multiplexer und eine für die MIO.
- Sparta-DOS 3.3c erschienen 1995, betrachtet Ihr System und durch aktivieren bestimmt es welcher Gewerkschaftsbundanwender geladen wird und es hat einen MS-DOS Befehlssatz. Black Box, Multiplexer, und MIO werden völlig unterstützt, obwohl keine von diesen erforderlich ist.
- Sparta-DOS 3.3c erschienen am 19.12.97, dasselbe 3.3c nur erzeugt auf einer 16 K ROM Kassette von Video 61.
- Sparta-DOS 3.3d existiert, wurde aber nicht Veröffentlicht.

Viele der diskettenbasierenden Sparta-DOS Versionen sind zum Runterladen bei Thunderdome kept by SysOp Fox-1 unter "http://www7.brinkster.com/atari/ataridl/sdsys.htm" verfügbar.
Eine gute Quelle von Sparta-DOS Dokumentationen ist Russ Gilbert's Seite "http://my.en.com/~russg/"
"Sparta-DOS X (4.x)":

Sparta-DOS X von ICD ist das beste DOS für die Indus GT. Leider ist dieses in einer Cartridge produzierte DOS schwer zu bekommen, seit ICD seine 8-Bit-Produktion für ATARI aufgelöst hat. Diese Version kann alle ATARI DOS und My-DOS Datenträger lesen.
Von der Sparta-DOS X (SDX) für Kassette gibt es mehrere Versionen verschiedener Quellcodes:
4.17 am ?.?.88 freigegeben durch ICD
4.18 am 10.29.88 freigegeben durch ICD
4.19 am 1.16.89 freigegeben durch ICD
4.20 am 2.06.89 freigegeben durch ICD
4.21 am 7.10.89 freigegeben durch ICD
4.22 am 11.05.95 freigegeben durch FTe (Fine Tooned Engineering)
"Super-DOS":

Super-DOS ist ein schnelles Multiuser-Serverbetriebssysten mit TCP/IP-Unterstützung. Es ist auch zur Verwaltung großer Mengen von Arbeitsspeicher und Dateien geeignet.
SuperDOS 5.1 unterstützt 4 Formate SD, ED, DD und DSDD sowie den 256 k Xtra RAM/RD. Weiter unterstützt es 4 Geschwindigkeiten Happy, Speedy, XF551 und den US Doubler und deren kompatible. Dieses System hat eine AUX.SYS Datei.
"Top-DOS 1.5+":

Top-DOS 1.5+ ist ein übergeordnetes DOS und wurde von R.K.Bennett im Auftrag von Eclipse Software in Sunnyvale CA geschrieben. Es basiert auf ATARI DOS, allerdings mit viel mehr Eigenschaften. Es unterstützt Double Density und Double Sided Astra Laufwerke mit automatischem lesen der richtigen Dichte und Seite von beiden Laufwerken 1 und 2. Anders als MY-DOS, denn das konnte das nur auf Laufwerk 1 tun. Außerdem unterstützt es große virtuelle Laufwerke für Axlon, Mosaic und andere. Die Version hatte ein ausgezeichnetes Handbuch, das genau erklärt wie man die leistungsstarken Fähigkeiten diese Systems voll ausnutzt.


"TOS":

The Operating System entwickelt von Edsger Dijkstra, ist ein Betriebssystem für die Rechnerfamilie ST der Firma Atari. Das Einzelplatzsystem erinnerte stark an DOS.
"Turbo-DOS":

TURBO-DOS war ein CP/M bzw. MP/M Ableger.
Es gab 4 verschiedene Versionen:
2.1 NT Without Speeders,
2,1HS für Happy Speedy,
2,1XF für XF551 und
2,1EX für 3 Speeders, Happy Speedy und XF551
Es unterstützt 256 k Xtra RAM/RD und benutzt Stapeldateien und hat Converter für DOS 3 und DOS 4. Die 4 Formate bis zu 360 k benutzen keine RAM unter OS ROM. Der Master benutzt einen Kommandointerpreter der alle Befehle bedient.


   
 

Einfache DOS-Linie

 
     



"4DOS":

4DOS stammt aus einer kleinen Softwarefirma in den USA. Es wird als Shareware vertrieben. Sie können es erst ausgiebig testen bevor Sie das Programm bezahlen müssen. Die Shareware-Version meldet aber sich mit einem entsprechenden Hinweis beim Start. Sie ist jedoch ansonsten in keiner Weise in ihrer Funktion eingeschränkt.
4DOS ersetzte die COMMAND.COM von MS-DOS. Das hat den Vorteil das auch Batch-Programme laufen. Es hat viele neue Befehle und Funktionen die die Arbeit am DOS-Prompt zum Vergnügen machen. Interaktive Kommandos und farbige Bildschirmfenster erlauben es anspruchsvolle Batch-Programme zu schreiben. Außerdem benutzt 4DOS ein ausgeklügeltes Swapping und belegt daher nicht mehr Platz im Arbeitsspeicher als die herkömmliche COMMAND.COM.
Die aktuelle Version von 4DOS ist 6.01a die im März 1997 erschien. Sie wird als ZIP-Datei von ca. 600 KB Größe ausgeliefert. In erster Linie wird sie als Dateimanager unter Windows 3.1,95 und NT anstelle des MS-DOS-Promptes benutzt. Das System kann mit allen neuen Features von Windows 95 wie z.B. den langen Dateinamen umgehen, es gibt aber auch Versionen von 4DOS für Windows NT und OS/2.
Es unterstützt nicht nur die langen Dateinamen sondern auch die Funktionen LOCK und UNLOCK von Windows 95. Sie enhält einen Batch-Debugger und viele neue Funktionen sowie die Befehle TOUCH, TREE und SWITCH.


"Caldera-DOS":

Caldera DOS, entwickelt 1997, ist eine DOS-Alternative von Novell bzw. der Nachfolger von Novell DOS, das von Digital Researchs DR DOS und DR Multiuser DOS abstammte, welche wiederum auf den DOS Pus bzw. CP/M-Plus basierten. Womit die Herkunft letztendlich bis zum legendären CP/M von 1973 zurückgeht.




"DR-DOS":

DR-DOS ist ein unabhängiger Clone von MS-DOS. Er wurde von der Firma Digital Research genau wie MS-DOS aus dem Betriebssystem CP/M entwickelt. Viele waren bei Herausgabe von DR-DOS der Meinung das es deutlich stabiler ist als MS-DOS. Zum guten Ruf trugen auch die guten Eigenschaften des Systems, z.B. die Fähigkeit zu virtuellem Multitasking bei.

Microsoft baute aber in seine Windows 3.1-Vorabversion eine Prüfung ein, ob Windows unter DR-DOS gestartet wurde, welches dann den Start mit einer nicht ganz verständlichen Fehlermeldung glatt verweigerte. Damit sollte DR-DOS vom Markt verdrängt werden. Für diesen Versuch zahlte Microsoft in einem Vergleich einige Millionen Dollar Schadensersatz an Caldera das zu diesem Zeitpunkt der Besitzer war.
Denn ab der Version 7 wurde DR-DOS von Novell, der Rechtsnachfolgerin von Digital Research, unter dem Namen Novell-DOS weitervertrieben und ging dann an Caldera, wo es unter dem Namen OpenDOS weiterentwickelt und veröffentlicht wurde. Danach wurde DR-DOS von Lineo aufgekauft, welche es inzwischen jedoch an DeviceLogics weiter verkaufte.
Im März 2004 wurde die Version 8 von DR-DOS veröffentlicht, welches für den Einsatz in Embedded Systemen optimiert ist.
"DOS-BOX":

Die DOS-Box ist ein genialer DOS-Emulator für Microsoft Windows, welcher alle möglichen Peripheriegeräte wie CD-ROM, Soundkarte, COM und Drucker usw. korrekt anspricht. Damit ist es möglch alte DOS-Programme im Fenster oder Vollbild von Windows uneingeschränkt zum laufen zu bringen, ohne MS-DOS installieren zu müssen.


"Free-DOS":

Free-DOS ist eine freie DOS-Variante die unter der GNU-Lizenz verfügbar ist. Mit diesem System wurde ein Projekt verwirklicht, das sich zum Ziel gesetzt hat ein freies DOS-Betriebssystem zu entwickeln welches völlig kompatibel zu MS-DOS-Programmen und Treibern ist. Es ist weit fortgeschritten und bietet teilweise Features die MS-DOS vermissen lässt. Einige der mitgelieferten externen Kommandos sind gleich oder besser als ihr MS-DOS-Pendant, wenige andere fehlen allerdings noch. Es arbeitet mit dem Kommandozeileninterpreter FreeCOM. Als Microsoft 1994 beschloss die Entwicklung und Produktunterstützung von MS-DOS einzustellen, hat sich eine Gruppe von freien Entwicklern zusammengetan um diese weiterhin zu gewährleisten. Daraus entstand in Folge das FreeDOS-Projekt. Dazu wurden die in MS-DOS implementierten Funktionen in jahrelanger Arbeit nachprogrammiert. Zur Zeit befindet sich FreeDOS in der Beta 9
"Lineo DR DOS":

Lineo DR DOS ist das schlankeste der aktuellen Betriebssysteme. Das Nachfolgeprodukt des DR DOS von Digital Research welches später von Novell übernommen wurde ist ein alternatives DOS mit TCP/IP-Unterstützung.
"Micro OS":

Micro OS (MOS) ist ein Betriebssystem das für x86-Rechner entwickelt wurde. Es passt auf eine Floppy, von der es auch gebootet wird. Die Installation auf eine Festplatte ist nicht möglich. MOS ist als "Retro-System" konzipiert und als solches MS-DOS sehr ähnlich. Es laufen sogar manche DOS-Programme unter MOS.
Die erste Version von MicroOS wurde am 24.08.2003 veröffentlicht, damals war es ein reines Fake-OS, also nur eine minimalistische Kopie der COMMAND.COM, verschönert mit ein paar Freeware Tools. Das ganze musste noch in ein bestehendes DOS-System eingebaut werden.
Rund einen Monat später, am 25.09.2003 wurde schon MicroOS 2.0 veröffentlicht. Die Systemtools wurden zum großen Teil entfernt oder geändert. Es kamen ein simpler Basic Interpreter (MBasic = Micro Basic) und ein neuer Editor hinzu. Der Bootsound wurde entfernt und das Bootlogo wurde geändert. MOS hatte auch eine Autoexec die mosstart.bat, eine DOS Unterstützung auf Basis des FreeDOS Kernels mit der VMDOS.SYS, einen Kalender, einen Rechner, NTFS Unterstützung, ein neues Paint und einen CD-Player.
Nach längerer Pause wurde MicroOS dann weiterentwickelt, seitdem gibt es in zwei Varianten. Zum einen das MOS 2.1, das auf Geschwindigkeit optimiert ist und keine grafische Oberfläche (GUI) enthält und zum anderen MOS X, das den "Workspace Manager", ein auf GEM basierendes primitives GUI enthält.
2004 wurde die Weiterentwicklung des Systems vorerst eingestellt, im Oktober desselben Jahres allerdings mit der Ankündigung von MOS 3.0 Codename "Berlin" wiederaufgenommen.
Diese nächste MicroOS Generation (MicroOS 3.0 Fusion) hat das Ziel, die Vorteile von MicroOS 2.1 und MicroOS X zu vereinen. Das grafische Interface von MicroOS Fusion heißt GDE (Graphical Desktop Environment) und basiert auf der DOS basierten GUI Seal.
"New-DOS 7.1":

New-DOS 7.1 erweitert Ihr vorhandenes DOS-Betriebssystem um viele schnelle Funktionen und Tools, ist also Quasi ein DOS-Update. Es kann neben Ihrem normalen DOS installiert werden, ohne dass dieses davon in Mitleidenschaft gezogen wird.
Es wird auch als das inoffizielle DOS-Update bezeichnet. Es enthält einen Datei- und Programm-Manager, Euro-Unterstützung für Tastatur, Monitor und Drucker, eine Jahr-2094/2096-Fehlerkorrektur, zahlreiche neue Befehle und Tools, ein Hilfesystem im HTML-Format inklusive HTML-Textbrowser, Hintergrunddruck, eine anwendungsübergreifende Zwischenablage und vieles mehr.
Eine weitergehende Version von New-DOS war die 8.0.


"Novell-DOS":

Novell-DOS basiert auf der DOS-Entwicklung von Digital Research (DR-DOS). Novell kündigte mit ihm eine Revolution des längst totgesagten DOS an. Der Netz-Marktführer nahm sich nochmals das ehemaligen DR DOS 6.0 vor und versprach eine Delikatesse nicht nur für Windows-Verächter. Die Version 7.0 und wurde sogar um Novell Netware lite erweitert einem recht leistungsstarken Peer-to-Peer-Netz.
Novell DOS 7 ist also der Nachfolger des legendären DR-DOS. Die Weiterentwicklung wurde von Novell später allerdings aufgegeben und an Caldera verkauft.
Es konnte auch multitasking und war ziemlich cool, leider aber nicht 100% kompatibel zu den damals bei Spielen sehr verbreitete DOS/4GW, denn die Geschützte Modus Laufzeit lief nicht.
Nach der Übernahme des DR-DOS von Novell und der Klage gegen Microsoft auf Schadenersatz wegen Wettbewerbsbehinderung holt Caldera zum nächsten Streich aus. Die vom ehemaligen Novell-Chef Ray Noorda gegründete und finanzierte Firma, bislang vor allem für ihre Linux-Version bekannt wollte den Source-Code von DOS kostenlos auf dem Internet zur Verfügung stellen. Dazu gehörten alle von Novell übernommen Versionen und Vorläufer wie CP/M, DR-DOS, PalmDOS, Multi-User-DOS und Novell-DOS. Nach einer Überprüfungsphase sollte jeder Interessierte den Code im ersten Quartal 1997 erhalten können. Der Source-Code für Anwendungen von Drittherstellern, die in Novell-DOS integriert waren, gehörte natürlich nicht dazu. Da Novell durch den Aufkauf von Digital Research, den Entwicklern von CP/M und DR-DOS, alle Rechte am Code erwarb und DR-DOS eine eigenständige Entwicklung ist, sollte Caldera keine juristischen Probleme mit Microsoft bekommen.
Zusätzlich wollte Caldera aber noch mit einer neuen fertig kompilierten DOS-Version auftreten. OpenDOS, für das Frühjahr 1997 angekündigt sollte auf Novell-DOS 7 aufsetzen. Geplant waren die Integration von Personal Netware, Bug-Fixes, und zusätzlichen Netwerktechnologien. Dabei dachte die Firma vor allem an das Internet, TCP/IP und ein Web-Browser waren dabei in der Diskussion. Ein grafisches User-Interface sollte DOS zusätzlich modernen Zeiten anpassen.
Novell-DOS 7 forderte PC- und MS-DOS also heraus.
Da Digital Research von Novell übernommen wurde, gibt es da auch eigene Versionen von Novell DOS.
Novell verkaufte später sein DOS an Caldera und die wiederum boten es dann kostenlos an. Wer eine Lizenz kaufte, bekam sogar auch gleich den Quellcode mitgeliefert. Große Neuerungen durfte man aber nicht erwarten. Wie die Versionsnummer 7.01 schon vermuten läßt, hat sich seit Novell DOS 7 nicht viel geändert.


"Open-DOS":

Eins der letzten reinen DOS Arten dieser Erde dürfte das Caldera OpenDOS sein. Dieses System war aber gar nicht so uninteressant, denn dem Privatbenutzer kostete es nichts, leistete dafür aber so einiges.
Open-DOS eine weitere Weiterentwicklung des DR-DOS mit Netzanbindung und Multitasking. Es basiert auf Novell DOS 7, das 1997 von Caldera als Caldera OpenDOS vertrieben wurde. Die Firma Caldera stellte dieses komplette DOS-System im Internet dann zum freien Kopieren zur Verfügung. Sie legte sogar den sogenannten Quellcode offen, so daß jeder Entwickler daraus sein eigenes Betriebssystem basteln kann und sei es zur Steuerung der Märklin-Eisenbahn.
Als Noorda noch der Softwarefirma Novell vorstand schickte er Novell DOS 7 ins Rennen. Das Produkt sollte den Konkurrenten Microsoft bedrängen. Als Noorda ging gab Novell diesen DOS-Versuch jedoch auf. Daraufhin kaufte Noorda das Programm für Caldera, taufte es Open-DOS und hoffte das Entwickler in aller Welt als freiwillige Arbeiter aus dem "verkorksten Haufen Bytes" (Steve Jobs) ein vernünftiges Betriebssystem machen. Etwas Ähnliches hatte schließlich schon einmal funktioniert, als eine begeisterte Gemeinde von Tüftlern und Bastlern in jahrelanger Anstrengung ein System namens Linux entwickelte und der Erfolg war dabei riesengroß.
OpenDOS 7.01 ist ein komplettes DOS-Betriebssystem das auch Netzwerk-Funktionalität besitzt und man kann es auch wunderbar für Messwerterfassungs- oder Steuerungsrechner einsetzen.
"Palm-DOS":

PalmDOS wird auf Bildschirm-Schreibmaschinen von Olivetti verwendet.
"PC-DOS":

PC-DOS ist ein MS-DOS-Derivat von IBM, welches mit den entsprechenden MS-DOS-Versionen funktionsgleich ist. Mit der 7.0 Version aus dem Jahr 2000 Verson ist das IBM DOS dem von Microsoft überlegen da MS-DOS von da an nicht mehr weiterentwickelt wurde.
"PTS-DOS":

PTS DOS, ein schnelles und kompaktes DOS aus Russland. Fast das ganze Betriebssystem ist in Assembler geschrieben und ist deswegen sehr kompakt und relativ schnell. Verwirrenderweise gibt es zwei unterschiedliche PTS-DOS-"Arten". Das eine PTS-DOS ist von der Firma PhysTechSoft. Das andere PTS-DOS kommt von der Firma Paragon, die aus ehemaligen Programmierern von PhysTechSoft entstand, die damals einfach den Quellcode mitnahmen. PhysTechSofts PTS-DOS wurde erstaunlich lange weiterentwickelt und ist mittlerweile in einer erweiterten 32-Bit-Version zu haben, die offenbar auch mit neueren Rechnern zurecht kommen soll.

"X-DOS":

Ein System bei dem Sie die Suche in Feldern mit der Volltext-Suche in freien Texten verbinden und dabei durch vielfältige, flexible Einblicksfunktionen unterstützt werden.
Es läuft unter Windows genauso wie Stand-alone, als CD-ROM Anwendung oder in diversen Netzwerken als LAN oder echter Client-Server.
Im aktuellen 3D-Look präsentiert sich neuerdings Xdos 3.0, welches nun durch die integrierte Icon-Leiste, die Mehrfachauswahl aus dem Wörterbuch, die selektive Indexierung ganzer Laufwerke, die benutzerdefinierbare Extension-Liste zur Indexierung, die kontrollierte Batch-Indexierung beliebiger Datenbestände zu festgelegter Zeit und vieles mehr noch benutzerfreundlicher ist.
Es wird zum Beispiel im juristischen Bereich im Rahmen des vernetzten Richterarbeitsplatzes eingesetzt (wie beim BVerwG).


   
 

MS-DOS Linie

 
     

MS-DOS (Microsoft Disk Operating System) heißt grob übersetzt Disketten Betriebssystem. Das erste DOS-System wurde ursprünglich als Q-DOS (Quick and Dirty Operating System = schnell und nicht ganz sauber progammiertes Betriebssystem) von Tim Paterson für
die Firma Seattle Computer Products entwickelt. Dann ging die Entwicklung noch über
das 86-Dos der Firma IBM zum MS-DOS der Firma Microsoft.


"Q-DOS 0.1":

1980 im August kam diese Version für einen Computer von Seattle Computer Products (SCP) heraus, der mit einer S100-Steckkarte und einem 8086-Prozessor auf der Basis einer 16-Bit-CPU ausgestattet war. Sie kannte bereits
FAT (FAT = File Allocation Table).
"Q-DOS 0.2":

1980 im September kam die zur Version 0.1 identische Version 0.2 heraus. Diese aber jetzt mit dem provisoriscen Zeileneditor Edlin, der eigentlich nur als Übergangslösung gedacht war.
"86-DOS 0.3":

1980 im Dezember erfolgte die Umbenennung in 86-DOS, der ersten von Microsoft lizensierten Version.
"86-DOS 1.0":

1981 im April folgte die Version 1.0 von 86-DOS, die der MS_DOS Version schon sehr ähnlich war.
"86-DOS 1.14":

1981 im Juli erscheint die letzte Version von 86-DOS mit der Version 1.14. Dann kaufte Microsoft für 50.000 US-Dollar alle Rechte an 86-DOS auf und verwendete es als Grundlage für das Betriebssystem DOS bzw. MS-DOS das Microsoft im Auftrag von IBM für den IBM-PC entwickelte.
"MS-DOS 1.0":

1982 im Mai erschien dann die 1.0 Version von MS-DOS als Nachbildung von CP/M, einem ähnlichen aber nicht kompatiblen Betriebs-System, welches 1976 von Digital Research entwickelt wurde und dem ursprünglichen 86-DOS.
MS-DOS 1.0 basierte auf den 4000 Programmzeilen Assembler-Code, konnte einen Arbeitsspeicher bis 64 Kilobyte (KB) verwalten und Daten auf Disketten mit 160 KB speichern. In 3 Dateien stellte es die grundlegenden Dienste für den IBM PC zur Verfügung und dazu noch einige Hilfs-Programme wie Edlin und Format.
"MS-DOS 1.1 bzw. MS-DOS 1.25":

1982 kamen dann noch diese Versionen heraus. Sie unterstützten schon ein doppelseitiges Diskettenformat (DD) und adressierten 128 KB RAM.
"MS-DOS 2.0":

1983 im März präsentierte Microsoft die 2.0 Version, das die neuen IBM PC/XT-Rechner mit Festplatten bis zu 10 Megabyte (MB) unterstützte, erstmals Unterverzeichnisse erstellen konnte und ladbare Gerätetreiber hatte.
"MS-DOS 2.1 bzw. MS-DOS 2.11":

1983 im Oktober erschien die Version 2.1 zusammen mit dem IBM PC Junior. Verschiedene PC-Hersteller bieten etwas später noch die Version 2.11 mit erweitertem Zeichensatz an, die wie die 2.1 internationale Zeichensätze enthält und deshalb zur MS-DOS-Schlüsselversion wird.
"MS-DOS 3.0":

1984 im Agust kommt Version 3.0 die den neuen PC/AT unterstützt. Sie kann 1,2 MB Disketten und 20 MB Festplatten ansprechen.
"MS-DOS 3.1":

1985 im März erscheint die Version 3.1 die bereits Festplatten mit 32 MB unterstützt.
"MS-DOS 3.11":

1985 kommt dann auch noch die Version 3.11 zusammen mit dem Betriebssystem Windows 1.0 auf den Markt. 3.11 ist erstmalig Netzwerktauglich und kann auch den erweiterten Speicher oberhalb von 640 KB ansprechen.
"MS-DOS 3.2":

1986 wurde die Version 3.2 auf den Mark geworfen. Sie arbeitet auch mit den neuartigen 3 1/2 Zoll-Laufwerken zusammen allerdings nur mit den 720 KB isketten.
"MS-DOS 3.3":

1987 im April das Jahr der Version 3.3 ist da. Sie kann Festplatten in Partitionen unterteilen und 1,44 MB Disketten lesen und beschreiben. Zudem kann sie zur Erstellung selbstlaufender Programm-Rotinen, die sogenannten Batch-Dateien verwendet werden. Erstmals werden ach Netzwerk-Funktionen genutzt.
"MS-DOS 4.0 ":

1988 im Juli folgt Version 3.3. Mit ihr ist man nicht mehr auf 32 MB große Festplatten-Partitionen angewiesen. Jetzt ist eine Partition mit einer GRöße von bis zu 2 Gigabyte (GB) möglich. Es gibt einen XMS- Support und sie arbeitet mit Expanded Memory zusammen, hat also eine EMS-Speicher-Unterstützung. Es wird eine Benutzeroberfläche für Dateimanagement, die DOS-Shell mitgeliefert. Allerdings beinhaltete diese Version auch viele Bugs (Fehler).
"MS-DOS 4.01":

1988 im November, die Version 4.01 bringt die Bugentfernung für die Vorgängerversion.
"MS-DOS 5.0":

1991 im Juni erscheint die Version 5.0 Major Release. Sie führt eine verbesserte Speicherverwaltung ein, indem sie die Nutzung des HMA und UMA Speichers (Speicherbereich von 640 KB bis 1024 KB) und des XMS Speichers (Extended) erlaubt. Sie bringt eine überarbeitete DOS-Shell und einen komfortablen Text-Editor mit. Unterstützt IBM's 2,88 MB FDD, hat verbesserte BASIC Interpreter, Undelete Utilitys, Taskswitching, Online-Hilfe und Versionen Tools für Programme.
"MS-DOS 5.0a":

1992 wird die 5.0 durch die 5.0a ersetzt. Sie enthält Bug-Fixes für UNDELETE und CHKDSK.
"MS-DOS 6.0":

1993 im März, die Version 6.0 macht Novell's DR-DOS Konkurrenz. Sie bringt unter anderem komprimierte Laufwerke, verbessert die Zusammenarbeit mit Windows und unterstützt CD-ROM-Laufwerke. Diese Version wurde mit zahlreichen Tools ausgerüstet und für das Zusammenspiel mit Windows weiter optimiert. Ein Tool zur Disk-Komprimierung (DoubleSpace) enthält den gleichen Programmcode für die Komprimierung wie Stacker. Darüber hinaus verügt diese Version über das Virenschutzprogramm Anti-Virus. Es können verschiedene Konfigurationen für CONFIGSYS und AUTOEXEC.BAT erstellt werden, die dann beim Booten durch ein Startmenü oder automatisch nach einer voreingestellten Zeit ausgewählt werden. Es gibt jetzt Festplatten-Defragmentierung, serielle Datenübertragung, das MOVE Kommando, ein verbessertes MSBACKUP, mehrere Boot-Konfigurationen und den Memory Beschleuniger MEMMAKER. Die DOS-Shell wurde separat auf Disketten gespeichert.
"MS-DOS 6.1":

1993 kommt mit der Version 6.1 die Online-Datenkomprimierung hinzu.
"MS-DOS 6.2":

1993, auch die Version 6.2 erscheint da. DoubleSpace wird inkompatibel zum Vorgänger. Es kommt SCANDISK, eine verbesserte Online-Datenkomprimierung und eine automatische Korrektur von Datenträgerfehlern dazu. Diese Version enthält zudem Verbesserungen von DISKCOPY und SmartDrive.
"MS-DOS 6.21":

1994, mit der Version 6.21 wird DoubleSpace wegen einem Gesetzkonflikt mit Stac Electronics aus dem Programm entfernt.
"MS-DOS 6.22":

1994, mit der 6.22 lizensiert Microsoft DoubleDisk von VertiSoft Systems und benennt es in DriveSpace um. Es ist die letzte herausgebrache MS-DOS Version, in der ein eigener Komprimierungs-Algorithmus implentiert wurde. Zu diesem Zeitpunkt wurden erstmals mehr Anwendungs-Programme für Windows als für DOS verkauft. Es ist als Betriebssystem für alle IBM-kompatiblen PC's ab 8088 mit 640 KB Arbeitsspeicher, für den Einzelplatzbetrieb (Single-User-System) geeignet. Diese Version ist weder multitasking- noch multiuserfähig und arbeitet mit dem FAT16-Dateisystem.
"MS-DOS 7.0":

1995 im September kommt die 7.0 als Bestandteil von Windows 95. Sie ist nur noch ein Unterbau von Windows und kein selbstständiges Betriebssystem mehr. Es wurde in dieser Form manchmal auch MS-DOS 7 genannt. Es unterstützt jetzt lange Dateinamen durch VFAT, viele Hilfsprogramme auf CD wurden ins \..\oldmsdos Verzeichnis verschoben.
"MS-DOS 7.1":

1996, Microsoft will sich mit dieser Version endgültig von seinem ersten Computer-Betriebssystem verabschieden. Bill Gates verkündet Ende März auf der Entwickler-Konferenz WinHEC in Orlando (Florida) das Ende für das altgediente System. Windows 98 sollte danach die letzte Windows-Version sein die auf MS-DOS aufbaut. Die 7.1 war Bestandteil der OEM Service Release 2 und höher ( ab Windows 95B und höher). Es unterstützt nun auch FAT32 Festplatten.
"MS-DOS 8.0":

1999 im Dezember, die wirklich letzte Version erscheint integriert in Windows ME.