Historische Linie

 
     

Die ersten Betriebs-Systeme waren vielleicht noch nicht perfekt und nicht jeder konnte damit umgehen, aber für den Anfang und die weitere Entwicklung der heutigen Systeme waren sie ein großer Meilenstein in der Geschichte.

"CTSS":

The Compatible TimeShare System von (MIT). Es ist das erste, Anfang der 60er-Jahre am (MIT=Massachusetts Institute of Technology) entwickelte, Multiuser-Betriebssystem. Jeder Benutzer bekam der Reihe nach den Prozessor für einen kurzen Zeitraum zugeteilt. So dass jeder das Gefühl hatte den Computer alleine zu nutzen.



"CP/M":

Control Program for Microcomputer. Das war das erste Betriebssystem von wirtschaftlicher Bedeutung, das für Personal Computer mit 8-Bit-Prozessoren zur Verfügung stand. Es wurde 1974 von dem amerikanischen Wissenschaftler Gary Kildall entwickelt.
Seit 1980 gab es dann CP/M-86 von Digital Research. Es basierte auf CP/M 2.2 und war dadurch äußerlich MS-DOS sehr ähnlich. CP/M 86 war stabiler als das PC-DOS das unter zahlreichen Kinderkrankheiten litt. So nutzte MS-DOS von den beiden Seiten einer Diskette nur eine, CP/M aber beide. Von den 1 MB RAM die ein 8088 adressieren konnte adressierte die Version 1.0 von MS-DOS nur 64 KByte. Nicht mehr als ein 8 Bit System. Zudem konnte CP/M 86 mit Applikationen punkten, denn CP/M Programme konnten relativ leicht auf CP/M 86 portiert werden. Kurzum PC-DOS 1.0 hatte technisch keinerlei Vorzüge gegenüber CP/M war ab er instabil und unausgereift. Das PC-DOS überhaupt erfolgreich war, lag daran, dass IBM nur einmalig Lizenzgebühren bezahlte und PC-DOS so für nur 60 USD verkaufen konnte, während Digital Research's CP/M 86 ganze 175 USD kostete. Nachdem IBM bemerkt hatten, das ihr PC-DOS eine Kopie von CP/M war, zahlte man Digital Research ohne Verhandlungen und Murren 800.000 USD, nur damit diese IBM nicht verklagten.
Etwa 2 Jahre lang waren beide Betriebssysteme gleich erfolgreich. MS-DOS konnte erst ab 1983 an CP/M 86 vorbeiziehen. Man hatte in der Version 2.11 endlich die Kinderkrankheiten gelöst. Vor allem aber gelang es Bill Gates durch persönliche Überredung den Firmenchef von Lotus zu überzeugen, ihr Programm Lotus 1-2-3 für MS-DOS und nicht CP/M 86 zu entwickeln.
"Flex8":

Flex für 6800 und 6809-Prozessoren. Das Betriebssystem FLEX ist ein 8-Bit Betriebssystem und wurde um 1970 von der Firma TSC für die Motorola-Prozessoren 6800 später für 6809 entwickelt. Es war ein diskettenbasiertes Betriebssystem für das es ziehmlich viele Programmiersprachen gab. Es wurde später zu UniFLEX, einem Unix-ähnlichen System weiterentwickelt. UniFLEX ist aber praktisch nie verkauft worden.
"FSM":

Fortran System Monitor ist ein von MIT im Frühling von 1962 entwickeltes Betriebssystem für IBM. Jeder Benutzer hatte sein eigenes BSS Ladeprogramm. So dass jeder die vollständige Kontrolle über das ganze System hatte.
Das Programme wurde als FAP (Fortran Assembler-Programm) geschrieben. Auch als der 7094 Assemblierer bekannt, der schon Sonderzeichen verwendete, wie zum Beispiel Klammern. Die MIT/Michigan Version von (IOH) unterstützte zusätzliche Formatcodes und hatte auch andere interne Verbesserungen. Eine Änderung war die Verwendung eines zusätzlichen Indexregisters.
"ITS":

The Incompatible TimeShare System von (MIT). ITS ist ein von den Hackern am Labor für Künstliche Intelligenz am MIT geschriebenes freies Betriebssystem für die Rechner der PDP-10-Serie von DEC. Der Name ist ein Wortspiel auf CTSS. ITS war bis zum Beginn der 80er-Jahre der von Hackern bevorzugte Tummelplatz unter den Betriebssystemen.
"MP/M":

MP/M ist die Abkürzung für Multiprogramming Monitor. Es ist ein 1979 von Digital Research entwickeltes Betriebssystem für den Multitasking Betrieb das auf CP/M basiert. Im Mai 1982 liefert Digital Research zusätzlich das MP/M II V. 2.1 aus.
"Multics":

Multics (Abk. für Multiplexed Information and Computing Service) war ein Betriebssystem für Großrechner. Aus der Weiterentwicklung des MIT Compatible Time-Sharing System entstand unter der Federführung von Fernando J. Corbató, durch seine Arbeiten im Bereich der Multiple Access Computers, Multics. Es wurde ab 1963 in Zusammenarbeit von MIT, General Electric und den Bell Labs von AT&T entwickelt. Die Entwicklung wurde von der ARPA finanziell gefördert. Als Programmiersprache gelangte PL/1 zum Einsatz.
Ab 1969 war das erste System am MIT verfügbar. Das erste kommerzielle System wurde von Honeywell Information Systems, Inc. auf einer Honeywell 6180 vertrieben, bis 1986 das letzte System installiert wurde. Am 30. Oktober 2000 um 17:08 wurde das letzte weltweit noch laufende Multics-System des Canadian Department of National Defence in Halifax, Nova Scotia, Canada heruntergefahren und außer Dienst gestellt.
Multics wurde zum Vorläufer für die Entwicklung von Unix.
"VisiON":

Ein Oberflächensystem entwickelt 1982 von VisiCorp, von Microsoft per Werbefeldzug für ein noch nichtexistierendes Windows verdrängt.
Bill Gates sah das VisiOn von VisiCorp erstmals auf der COMDEX im November 1982 in Las Vegas und stellte daraufhin zwei seiner Leute ab dieses Programm zu kopieren.
Das Programm bot dem Anwender erstmals an, mit der Maus eine revolutionäre grafische Benutzeroberfläche zu bedienen, und zwang ihn nicht mehr die Befehle per Tastatur einzugeben.

Dies wollte Microsoft mit Windows 1.0 1983 selbst ausliefern.