Allergie - Allgemein

Geschrieben am 02.07.2006 von Conni Kreißl

Beschreibung:
Eine Allergie ist eine von der Norm abweichende, völlig übersteigerte Abwehrreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Umweltstoffe bzw. sogenannte Allergene, welche sich erst nach wiederholtem Kontakt mit diesen entwickelt. Sie ist eine ausgeprägte Überempfindlichkeit an der immer mehr Menschen leiden, die aber erwiesenermaßen gerade in den sogenannten Industrieländern und dort besonders in den Ballungsgebieten wesentlich häufiger vorkommt als woanders. Wobei deutlich mehr ältere Personen als jüngere betroffen sind und die Krankheit offenbar vermehrt auch erst spät zum Ausbruch kommt. Dabei kann der Organismus bzw. der Körper im Laufe seines Lebens im Grunde genommen auf annähernd alles allergisch werden, sogar auf Licht oder Wasser. Am häufigsten sind allerdings diejenigen Allergien, welche durch Pollen, Hausstaub, Tierhaare, Kosmetika, Schimmelpilze und Nahrungsmittel entstehen.
Ursachen:
Ursache für eine Allergie können Fehlregulationen und überschießende Abwehrreaktionen des Immunsystems sein, bei denen der Organismus übermäßig sensibel auf gewisse Stoffe reagiert die eigentlich völlig harmlos sind. Wodurch bei einem Kontakt mit den Allergenen augenblicklich die entsprechenden Antikörper produziert bzw. Abwehrzellen aktiviert werden und je nach Allergie-Typ eine allergische Reaktion mit den entsprechenden Symptomen auf tritt. So das bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Pollen, Gräsern und Sporen, der sehr bekannte Heuschnupfen mit laufender Nase und gereizten Augen und bei Lebensmittel- oder Hautallergien Ekzeme, Juckreiz, Schwellungen und ähnliches auftreten.
Krankheitsbild & Beschwerden:
Diese können ganz nach der Aufnahmemöglichkeit der einzelnen verschiedenen Allergene und den darauf zu Grunde liegenden Reaktionen des Immunsystems aufgeteilt werden. Wobei der auftretende Reaktionstyp nicht nur das zeitliche Auftreten sondern auch die Art der Symptome bestimmt. Er entscheidet also ob es lokale oder allgemeine Beschwerden sind. Diese äußern sich je nach auslösendem Allergen in geschwollenen, geröteten Augen, triefender Nase, Schwellungen, Atemnot, Übelkeit, Durchfall oder mit Ausschlag, Quaddeln und stark juckenden Ekzemen. Die Bandbreite reicht von kurzzeitigen Beeinträchtigungen, bis zu schweren Entzündungen, lebensgefährlichen Kreislaufschocks oder auch zum Tod.
Behandlung:
Um zu ermitteln, auf welche der mehr als 20.000 bisher bekannten auslösenden Allergene das Immunsystem nun übermäßig reagiert, werden meist erst einmal Laboruntersuchungen gemacht. Bei diesen führt man den Nachweis über spezifische Antikörper und Abwehrzellen im Blut oder direkt durch Testverfahren über die Haut aus. Der optimale Testzeitpunkt liegt dabei ungefähr bei etwa drei Wochen bis drei Monate nach der letzten festgestellten allergischen Reaktion. Wobei die Behandlung meist damit beginnt, den Kontakt zum auslösenden Allergen zu meiden. Sollte das indessen nicht möglich sein, können auch Medikamente helfen, die entweder den Ausbruch einer allergischen Reaktion abschwächen, die bereits ausgebrochene Reaktion abmildern oder sogar abbrechen. Meist wird auch eine Therapie angeboten, die sich Hyposensibilisierung nennt und eine Allergen-Spritzen-Behandlung in einer bestimmten zeitlichen Abfolge darstellt. Normalerweise verschreibt der behandelnde Arzt jedoch gegen akut auftretende Symptome abschwellende und entzündungshemmende Mittel und in schweren Fällen eventuell auch Cortisone. Erleichterung sollen auch Kuren am Meer oder im Gebirge, Akupunkturen oder Homöopathie Behandlungen bringen.
Selbsthilfe:
Wurde durch einen Allergietest der Stoff welcher die Symptome auslöst erst einmal ermittelt, sollte dieser dann möglichst gemieden werden. Da das allerdings nicht immer so einfach ist, wie zum Beispiel bei einer Lebensmittelallergie, ist es vernünftig Hilfsmittel wie Ersatzstoffe, Pollenfilter oder milbensichere Bettwäsche zu nutzen.