Allergie - Arten

Geschrieben am 02.07.2006 von Conni Kreißl

Die etwa 20.000 natürlichen und künstliche Substanzen mit allergenem Potenzial lösen viele Allergie-Arten aus, zu denen die folgenden Typen gehören.
Allergisches Asthma bronchiale
Hierbei schwillt die Schleimhaut der Bronchien an und verengt dadurch die Luftwege. Es kommt zur vermehrten Produktion von Flüssigkeit, wodurch eine leichte bis mittelschwere Atemnot bzw. Asthma entsteht.
Allergien auf Umweltgifte
Hierzu gehören Überempfindlichkeiten gegen Dinge wie Desinfektions- oder Lösungsmittel, Formaldehyd, Fungizide, Herbizide oder Holzschutzmittel oder Schadstoffe wie Tabakrauch, Industrie- und Autoabgase. Außerdem sind bereits über 300 Lebensmittelzusatzstoffe offiziell zugelassen auf die inzwischend viele reagieren und wie viele inoffizielle noch dazukommen bleibt dabei offen. Diese lösen Symptome wie Geruchsempfindlichkeit, Übelkeit, Brechreiz und Kopfschmerzen mit Schwindelanfällen aus.
Berufsallergien
Zu diesen gehören unter anderem Allergien wie das Bäckerasthma oder das Friseurekzem, bei denen werden Stäube in der Backstube, Tierhaare und Pollen in der Landwirtschaft oder hautreizende und allergieauslösende Substanzen beim Friseur zum Auslöser und Risiko.
Hausstaubmilbenallergie
Dabei reagieren die Patienten auf eine zu hohe Konzentration der Hausstaubmilbe und die Ausscheidungen der Milben mit allergischen Reaktion der Haut oder der Atemwege und nicht selten sogar mit nächtlichen Asthmaanfällen.
Heuschnupfen
Dies ist eine allergische Reaktion auf Pollen, die in den Schleimhäuten von Nase, Rachen und Augen Leiden wie Augentränen, Augenjucken, Niesreiz, Fließschnupfen, verstopfte Nase, Husten, Atemnot, Asthma bronchiale und Hautekzeme hervorrufen. Er steht direkt mit der Blühsaison der entsprechenden Pflanzen in Zusammenhang und kann unbehandelt zu allergischem Asthma führen.
Insektenstichallergien
Dabei reagiert der Körper mit heftigen Symptomen, die neben einem starken Anschwellen der betroffenen Einstichstelle in der Haut, zu nervösen Störungen, extremer Atemnot und einem Schock führen. Wobei jährlich etwa 40 Menschen in Deutschland an einer solchen Schockreaktion des Körpers sterben.
Kontaktallergien
Hierbei entsteht die allergische Reaktion durch direkten Hautkontakt mit dem Allergen, die sehr stark juckende Ekzeme und flächige Entzündungen der Haut hervorruft.
Kreuzallergie
Wer allergisch auf Pollen ist, hat eventuell auch mit gewissen Nahrungsmitteln Probleme, denn die weit verzweigte Verwandtschaft der Pflanzen untereinander führt dazu, dass sich die Allergene ähneln. Dadurch reagiert das Immunsystem nicht nur auf die Pollen, sondern wegen der Ähnlichkeit auch auf bestimmte Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln.
Latexallergie
Die Latexallergie ist eine spezielle Form der Kontaktallergie, die mit juckendem Ausschlag an den Händen, heuschnupfenartigen Reaktionen wie juckende, geschwollene Augen, laufende Nase und Niesen, Engegefühl in der Brust, Keuchen, Husten und Kurzatmigkeit und in sehr seltenen Fällen mit einem lebensbedrohlichen Schock reagiert.
Lichtallergie
Sie wird auch Sonnenallergie oder Photoallergie genannt und ist eine allergische Reaktionen der Haut auf Licht- bzw. Sonnenkontakt oder UV-Strahlung. Typische Symptome sind hier Rötung und Juckreiz der Haut sowie die Bildung von kleinen, juckenden Bläschen, Quaddeln oder Knötchen.
Medikamentenallergie
Sie wird durch Arzneimittel ausgelöst und ruft Symptome hervor wie Hautausschläge, welche denen von Viruserkrankungen wie bei Masern oder Röteln ähneln, aber auch Quaddeln und Atemnot auslösen können.
Nahrungsmittelallergie
Hier reagiert der Körper auf Speisen wie Kuhmilch, Eier, Nüsse, Soja und Fisch und bewirkt Beschwerden wie Übelkeit, Völlegefühl und Blähungen bis hin zu Durchfall und Erbrechen, sowie Hautausschläge, Atembeschwerden und andere allergische Erscheinungen.
Pollenallergie
Bei diese häufigsten Form der Allergien reagiert der Organismus auf Gräser- Getreide- oder Baumpollen, wobei auch dreiviertel aller Heuschnupfenpatienten dazugehören.
Schimmelpilz-Allergie
Dabei sind Mikroorganismen bzw. mikroskopisch kleine Pilzsporen die Allergieauslöser, die Augentränen, Augenjucken, Niesreiz, Fließschnupfen, verstopfte Nase, Husten, Atemnot, Asthma bronchiale, Magen-Darm-Beschwerden, Nesselfieber oder Migräne verursachen.
Tierhaarallergie
Hierbei sind nicht die Haare der Tiere, sondern Schweiß, Talg, Speichel oder Urin, die an den Tierhaaren oder Federn haften und mit dem Staub in der Luft verbreitet werden die auslösenden Faktoren. Die Symptome äußern sich meist durch Fieber, Husten, Schüttelfrost, Übelkeit und Atemnot.
Wasserallergie
Dabei reagiert der Körper nicht gegen Wasser, sondern gegen die Inhaltsstoffe darin bzw. nicht auf das Wasser an sich sondern viel mehr auf Kontakt desselben mit der Haut. Hier bilden sich Quaddeln und Bläschen, die eher jucken als brennen und meist nach nur ein bis zwei Stunden wieder verschwinden.