Allergie - Auslösefaktoren

Geschrieben am 23.07.2006 von Conni Kreißl

Die Allergien gehören heute zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt, dabei sind ihre Auslösefaktoren vollkommen unterschiedlich. Außerdem zählen sie mit zu den wichtigsten Umwelterkrankung, nur das Allergien das Immunsystem sogar aktivieren, während bei anderen Umwelterkrankungen, äußere Einflüsse die Organfunktionen beeinträchtigen ohne das das Immunsystem darauf reagiert.
Trotzdem ist immer noch nicht ganz genau geklärt warum das Immunsystem bei bestimmten Menschen anders reagiert als es eigentlich normalerweise müsste. Fest steht nur das diese Erkrankung nicht angeboren ist, sondern im Laufe des Lebens erworben wird, die Auslöser individuell sehr verschieden sind und das sich ohne die Begegnung mit dem Allergen keine Allergie entwickelt. Obwohl auch das individuelle Erbgut bzw. die Veranlagung dazu die über Generationen hinweg weitergegeben wird, dafür verantwortlich ist, weswegen man dann von sogenannten atopischen Erkrankungen spricht. Denn Auseinandersetzungen zwischen dem Immunsystem und Fremdstoffen laufen von Geburt an bei jedem Menschen ab, nur bei Allergikern entwickelt sich mit der Zeit eine Störung dieses natürlichen Prozesses. Auch der Zeitpunkt des ersten Auftretens ist meist außerordentlich unterschiedlich, denn gerade bei berufsbedingten Allergien gegen Substanzen die erst im Berufsleben und obendrein nur dort vorkommen verschiebt sich dieser ins höhere Alter, obwohl viele bereits in der Kindheit ihre Allergien entwickeln.
Außerdem wird auch die Lebensführung als hauptsächlicher Auslösefaktor angesehen, da nicht nur die Intensität des Kontaktes mit dem Allergen und die Veranlagung bedeutend sind, sondern auch die Tatsache was dem Organismus im laufe seines Lebens so alles zugemutet wird. So fördert auch das Rauchen und der übermäßige Alkoholgenuss Allergien, genau wie Infektionen das Auftreten von Asthma begünstigen.
Was soviel heißt das man den Ausbruch dieser Erkrankung durchaus beeinflussen oder sogar verhindern kann, wenn man seine Lebensweise dementsprechend ändert und Dinge wie Rauchen, Alkohol, Umweltschadstoffe und vieles mehr meidet.
Obwohl nicht jeder der Raucht, Pollen einatmet, von einer Biene gestochen wird oder aber beruflich mit Stoffen wie Nickel zu tun hat, automatisch auch eine Allergie entwickelt. Trotzdem wird bei viele eine Allergieneigung beobachtet also eine ungewöhnliche hohe Bereitschaft auf Umweltfaktoren allergisch zu reagieren. Das heißt jemand der eventuell Heuschnupfen hat, entwickelt meist auch häufiger eine Neurodermitis. Oder jemand der schon im Kindesalter Milchschorf besaß, hat meist auch eine Neigung zu Kontaktekzemen, da anscheinend seine schützende Hautbarriere gestört ist.
Dabei liegen die Ursachen einer Typ 1 Allergie meistens in den Erbanlagen. Was bedeutet je mehr Familienmitglieder unter einer Allergie leiden, desto größer ist auch das Risiko für die Nachkommen, ebenso an Heuschnupfen, allergischem Asthma oder an Neurodermitis zu erkranken. Es können aber auch Umweltfaktoren eine wichtige Rolle bei der Ausbildung einer solchen Allergie spielen. Wobei besonders das ein überbehütetes Aufwachsen die Allergieausbildung bei Kindern fördert, sowie eine allzu saubere Umgebung. Weswegen Stadtkinder auch drei- bis viermal so oft an Allergien leiden als Kinder, welche in einem Dorf leben. Denn ein gelangweiltes Immunsystem sucht sich erwiesenermaßen neue Arbeit und reagiert dann auf so etwas wie Birkenpollen, Hausstaubmilben oder Pilzsporen vor. Überdies wird das Immunsystem gerade durch sowas banales wie Staub trainiert, da darin scheinbar Bakterien leben die es abhärten und so Allergien vorbeugen.
Bei einer Typ 4 Allergie spielen dagegen häufig mehrere Faktoren eine Rolle. So existieren allein bei der Kontaktallergie ungefähr 3000 verschiedene Stoffe die allergieauslösend sein können. Dazu zählen Metalle, Konservierungsstoffe, Duftstoffe, Farbstoffe, Arzneimittel und Gummimaterialien ebenso wie Gerbstoffe in Leder, Kosmetika und vieles andere. Dazu kommen noch hautbelastende Tätigkeiten wie Händewaschen oder Putzarbeiten, wobei besonders solche Berufsgruppen wie Friseure, Bauarbeiter, Maurer, Reinigungspersonal, Metallarbeiter und Personen, die im Gesundheitswesen oder in der Landwirtschaft arbeiten, gefährdet sind. Aber auch geschwächte Hautbarrieren, die nicht mehr das Eindringen von Fremdstoffen verhindern, erhöhen die Gefahr von Hautkrankheiten wie Kontaktekzemen, da sie dadurch auch für allergieauslösende Stoffe durchlässiger sind.