Allergie – Behandlung 1

Geschrieben am 21.07.2006 von Conni Kreißl

Die benötigte, rechtzeitige, überaus wichtige Behandlung kann nur stattfinden, wenn eine frühzeitige, genaue Diagnose den Auslöser der Allergieerkrankung ermittelt. Denn eine unbehandelte Allergie führt im allgemeinen innerhalb von wenigen Jahren zu chronischen Erkrankungen wie Asthma. Ist die Diagnose allerdings eindeutig steht der Behandlung nichts mehr im Wege. Dabei gibt es neben der selbstverständlichen Meidung der Allergene, noch etliche andere Behandlungsmethoden und Mittel.
Allergie-Therapie mit Tabletten
Diese kommen zum Einsatz wenn örtliche Behandlungsmaßnahmen nicht ausreichen. Sie wirken systemisch im gesamten Körper und werden am häufigsten bei der Behandlung von Heuschnupfen oder ausgeprägten allergischen Ekzemreaktionen angewendet.
Antihistaminika
Diese Antihistaminika heben die Wirkung des allergieauslösenden Botenstoffs Histamin auf, da sie die Histaminrezeptoren blockieren. Sie kommen meist als Nasenspray, Augentropfen aber auch als Tabletten zum Einsatz und gehören zur antiallergischen Grundtherapie. Sie wirken Schleimhautabschwellend, haben nur wenige Nebenwirkungen und sollten nur bei Bedarf angewendet werden.
Cromoglicinsäure bzw. Nedocromil-Natrium
Diese Medikamente sind besonders schonend und nebenwirkungsarm und verhindern die Freisetzung allergieauslösender Substanzen wie Histamin. Dabei wirken sie nebenbei noch endzündungshemmend auf die Schleimhäute. Rechtzeitig vor der Allergiesaison angewandt können sie die Allergiebeschwerden durch eine regelmäßige Anwendung oft sehr gut unter Kontrolle halten. Sie werden in Form von Nasenspray, Augentropfen oder Dosieraerosolen verabreicht, müssen allerdings wegen ihrer kurzen Wirkungsdauer bis zu sechsmal täglich angewendet werden.
Inhalationstherapien
Diese werden mit Kortisonpräparaten durchgeführt, welche eine Langzeitbehandlung von asthmatischen Beschwerden ermöglichen und den Entzündungsprozess in den Bronchien stoppen. Sie haben nur selten unerwünschte Nebenwirkungen, da ihr Wirkstoff kaum in den Blutkreislauf gelangt. Sie werden zusammen mit Sympathomimetika eingesetzt, welche die Bronchien erweitern und krampflösend wirken. Zu ihnen gehören schnell und kurzzeitig wirkende Präparate wie Salbutamol, Terbutalin, die eher etwas für den Notfall sind und auch welche mit längerer Wirkungsdauer wie Formoterol und Salmeterol, die nicht für den akuten Fall geeignet sind.
Kortisonpräparate
Kortisonhaltige Mittel sind meist wirksamer als Cromoglycinsäure oder Anthistaminika und müssen nur ein- bis zweimal täglich angewendet werden. Bei ihnen dauert es jedoch ein paar Tage bis ihre volle Wirksamkeit erreicht ist. Sie haben nur geringe Nebenwirkungen und helfen in Form von Nasensprays sogar gegen Nasenpolypen. Es ist jedoch darauf zu achten, das kortisonhaltige Tropfen oder Salben niemals im Bereich der Augen eingesetzt werden, da sie eine Linsentrübung und eine Erhöhung des Augeninnendrucks bewirken. Salben und Cremes gegen allergische Kontaktekzeme
Da gibt es ganz unterschiedliche, die auf völlig unterschiedlichen Substanzen basieren, wie solche mit dem Wirkstoff Bufexamac, das entzündungshemmend und juckreizstillend wirkt und zur Behandlung von Ekzemen angewandt wird. Diesen Wirkstoff setzt man allerdings nur noch sehr selten ein, da er selbst zu allergischen Reaktionen führen kann. Dann gibt es aber noch die mit den natürlichen Gerbstoffen, beispielsweise aus Eichenrinde und welche aus synthetisch hergestellten Gerbstoffen wie Tannolact, Tannosynth, die sehr juckreizstillend und entzündungshemmend wirken. All diese Gerbstoffe werden in Form von Lotions, Crems, Salben, Badezusätzen und Pudern angeboten und sind in verschiedenen Zubereitungen erhältlich. Mittel mit hellen sulfonierten Schieferölen werden bereits seit über 100 Jahren eingesetzt. Sie kommen bei entzündlichen Hauterkrankungen zum Einsatz und sind völlig unbedenklich auch wenn sie manchmal wegen ihrem Geruch und Aussehen mit Teeren verwechselt werden. Sie haben keinerlei Nebenwirkungen und wirken entzündungshemmend und sehr juckreizstillend. Es gibt allerdings auch hier Präparate die kortisonhaltig sind und vorübergehend zur Heilung von allergischen Kontaktekzemen angewendet werden. Sie bringen eine Besserung des oft quälenden Juckreizes und der Entzündung, können aber bei langfristiger und hochdosierter Anwendung Hautschäden verursachen.

Da es allerdings noch viel mehr Behandlungsmöglichkeiten gibt, schauen Sie Bitte auch auf die Seiten Behandlung 2, 3 und 4.