Allergie - Allergien auf Umweltgifte

Geschrieben am 03.07.2006 von Conni Kreißl

Beschreibung:
Die heutige hochgradige Belastung der Umwelt mit Giften, lebensfeindlichen Strahlungen, Schadstoffen und anderen riskanten Substanzen beeinträchtigt die menschliche Gesundheit in immer größeren Dimensionen. Sogar gegen Baumwolle und diverse Holzarten kann man heutzutage allergisch reagieren. Da dadurch eine Vielzahl von Belastungen auf den Körper einwirken, die das Immunsystem überlasten und es schwächen. Dabei wirken Umweltgifte im Gegensatz zu akuten und chronischen Giftwirkungen nicht nach einer Dosis-Wirkungs-Beziehung, sondern nach einer langen Latenzzeit, die bis zu 30 Jahre ausmachen kann, ehe ihre allergisierende Wirkung eintritt. Außerdem töten die Konservierungsstoffe in den Lebensmitteln und Zusätze im Trinkwasser wie Chlor nicht nur die Keime und Bakterien in den Substanzen in denen sie enthalten sind, sondern auch im Körper des Menschen ab. So wie im Darm, wo diverse Bakterienstämme eigentlich lebensnotwendige Aufgaben besitzen und dringend gebraucht werden. Doch nicht umsonst stellten Wissenschaftler jetzt fest, das Naturvölker wie zum Beispiel die Indianer im Amazonas wesentlich mehr Darmbakterien aufweisen als die Bewohner der Industriestaaten und das diese nicht nur Qualitativ sondern auch Quantitativ besser sind. Diese Leute kennen sowas wie Allergien allerdings auch nicht, ganz im Gegensatz zu den zivilisierten und ach so hygienischen Menschen der Industrienationen, bei denen diese Krankheiten in immer mehr Variationen auftreten.
Ursachen:
Die Palette der uns ständig umgebenden Alltagsgifte reicht von Müllverbrennungsemissionen über Autoemissionen, Formaldehyd, Holzgiften, Nahrungsgiften, Passivrauchen, Pestiziden bis zu Zahngiften und Amalgam. Diese reichern sich je nach Löslichkeit in Gehirn, Knochen, Niere, Leber und anderen Organen an. Bei Quecksilberhaltigen Stoffen wie Amalgam und Gold wurde sogar nachgewiesen, das sie Autoimmunkrankheiten auslösen. Auch die massenhaft vielen zugelassen und ebenso nicht zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffe, Stabilisatoren, Konservierungsstoffe, pflanzlichen Mischfette oder Leichtbenzine erschweren dem Immunsystem das Leben. All diese Gifte schwächen das Immunsystem derart, das es immer häufiger nicht mehr in der Lage ist, alle körperfremden und giftigen Substanzen, welche wir über die Atemluft und den Verdauungstrakt aufnehmen, mit der normalen Immunabwehr zu vernichten. Dadurch bildet es vermehrt Abwehrkörper bzw. sogenannte Antikörper, die sich an die Antigene ankoppeln und diese so unschädlich machen. Wobei es jedoch verstärkt zu einer unverhältnismäßigen Antikörperbildung bzw. zu allergischen Reaktionen kommt.
Krankheitsbild & Beschwerden:
So lösen allgegenwärtige Substanzen wie das Nickel in den Euro-Münzen und Geldscheinen Reaktionen aus wie Hautrötungen und juckende Bläschen. Und Zusatzstoffe wie Epoxydharz im Fliesenkleber, Duftstoffe in Waschmitteln und Kosmetik, Konservierungsmittel und Farben in Lebensmitteln, Lösungsmittel wie Terpentin in Farben, Lacken und Klebern, Schmierstoffe, Gummihilfsstoffe, Weichmacher, Flammschutzmittel hochgradig juckende Hautausschläge, Rötungen, Bläschen und Ekzeme aber auch Atembeschwerden und Übelkeit aus. Weiterhin kann es zu Schleimhautschwellungen, Geruchsempfindlichkeit, Übelkeit, Brechreiz und auch Kopfschmerzen mit Schwindelanfällen, allergischem Schnupfen, Asthma oder im härtesten Fall sogar zum allergischen Schock kommen.
Behandlung:
Rätselhafte Erkrankungen wie die Gebäudekrankheit bzw. das Sick-Building-Syndrome, das Teppichgiftsyndrom, das Golfkriegssyndrom und auch das Chronische Ermüdungssyndrom bzw. das Chronic-Fatigue-Syndrome, sind ziemlich schwierig Therapierbar. Da diese nicht immer eindeutig zu den Allergien zu zählen sind. Alle anderen werden je nach Auslöser und Reaktion durch Medikamente, spezifische Immuntherapien oder spezielle Heilverfahren wie Akupunkturen behandelt. Wobei man erst einmal den möglichen Krankheitsursachen auf die Schliche kommen muss um das jeweils geeignete Arzneimittel finden.
Selbsthilfe:
Kennt man den Auslöser sollte man sein Möglichstes tun das jeweilige Allergie auslösende Allergen zu meiden, sich zum Beispiel die Amalgam-Füllungen entfernen und gegen andere Füllungen ersetzen zu lassen. Wenn das nicht möglich ist kommt eventuell die wohlbekannte Methode der Desensibilisierung bzw. Hyposensibilisierung in Frage, oder eine Behandlung mit Antihistaminika mit Stoffen aus der Natur, welche die ärztliche Therapie zusätzlich noch Unterstützen.