Allergie - Allergisches Asthma bronchiale

Geschrieben am 03.07.2006 von Conni Kreißl

Beschreibung:
Allergisches Asthma bronchiale oder einfacher gesagt Asthma bronchiale bzw. Asthma ist eine chronische Erkrankung der Atemwege bzw. der Bronchien, welche infolge einer nicht effektiv behandelten oder verschleppten Allergie der Nasenschleimhaut entsteht. Dabei kommt es durch Heuschnupfen und Hausstauballergie zum sogenannten Etagenwechsel von der Nase in die Lunge bzw. die Bronchien, wo Atemnot das tägliche Leben dramatisch behindert. Wobei die Atemnot nicht nur die Lebensqualität beeinträchtigt, sondern für den Betroffenen auch schnell zur lebensbedrohlichen Situation werden kann. Dabei sind die mit den Asthmaanfällen einhergehenden Typische Merkmale wie Pfeifen oder Brummen beim Ausatmen, durch eine krampfartige Verengung der Bronchien und eine Überproduktion von Bronchialsekret bedingt. Wodurch eine leichte bis mittelschwere Atemnot und Kurzatmigkeit bzw. Asthma entsteht, welche jedoch eindeutig von Krankheiten wie Bronchitis, einfachen Infektionen der Luftwege oder Herzfehlern unterschieden werden muss, die meist ebenfalls Atemnot verursachen. Allergisches Asthma bronchiale ist meist chronisch und demzufolge nicht mehr reversibel bzw. heilbar, man sollte daher rechtzeitig zum Arzt gehen damit es gar nicht erst dazu kommt.
Ursachen:
Allergisches Asthma bronchiale ist an sich keine Erbkrankheit, wahrscheinlich ist allerdings die Überempfindlichkeit des Bronchialsystems vererbbar, welche unbehandelt oder falsch behandelt zum Asthma führen kann. Auch Faktoren wie hohe Konzentrationen allergischer Reize, Viren, Infektionen, das Rauchen der Mutter in der Kindheit, Luftverschmutzung und Chemikalien erhöhen das Asthmarisiko. Welches am häufigsten durch Hausstaub, Pollen, Nahrungsmittel, Schimmelpilzsporen und Tierallergene wie Tierhaare, Speichel, Kot, Urin, Hautschuppen ausgelöst wird.
Krankheitsbild & Beschwerden:
Allergisches Asthma liegt meistens vor, wenn Atemwegsüberempfindlichkeiten gegen Reize unterschiedlicher Art sowie Anfallsweise Atemnot und während der Zeit des Heuschnupfens zeitweilig Beschwerden von Husten auftreten. Auch das ständige Gefühl von Heiserkeit und der Bedarf, sich ständig während der Pollenflugzeit in Frühjahr oder Sommer räuspern zu müssen und Anfallsweise auftretende Atembeklemmung nach körperlicher Anstrengung deuten auf Asthma hin. Außerdem sind bei Kälte besonders ausgeprägte Heuschnupfen-Beschwerden, morgendliches Abhusten von gelbem Schleim und quietschende, pfeifende Geräusche, insbesondere beim Ende einer starken Ausatmung gerade innerhalb der Zeit der Heuschnupfen-Beschwerden eindeutige Zeichen von allergischem Asthma. Wenn einer oder mehrere dieser Punkte zutreffen, sollte unbedingt ein Facharzt bzw. ein Allergologe zur weiteren Untersuchung und Behandlung hinzugezogen werden.
Behandlung:
Dieser wird durch Anamnese bzw. eine systematische Befragung zur Vorgeschichte den Befund erstellen und nach Lungenfunktionsmessungen sowie Überempfindlichkeitstests Therapien wie Akutbehandlung mit Medikamenten, Hyposensibilisierungen und Aufenthalte in speziellen Klimaregionen verschreiben. Dann gibt es noch die In-vitro-Diagnostik, welche sich mit dem Nachweis von Substanzen in Körperflüssigkeiten wie dem Gesamtblut und in den Blutanteilen Serum und Plasma beschäftigt. Aber auch Apparate wie das Peak Flow Meter, mit dem jeder Patient selber die Lungenfunktion, das Ausatmungsvolumen und die maximale Strömungsgeschwindigkeit während einer verstärkten Ausatmung messen kann sind sehr hilfreich.
Selbsthilfe:
Man selber kann versuchen die auslösenden Allergene zu meiden, die Umweltgifte aus dem Haushalt zu entfernen und das Rauchen aufgeben. Auch Stress sollte man möglichst immer vermeiden oder in zumindestens reduzieren. Urlaubsorte sollten gezielt ausgewählt und alle medikamentösen Therapien konstant eingesetzt werden. Dafür ist es angebracht morgens und abends stets regelmäßig die Lungenfunktion mit dem sogenannten Peak-Flow-Meter zu messen, denn den Asthma-Anfällen geht in der Regel eine allmähliche Verschlechterung der Lungenfunktion voraus.