Allergie - Heuschnupfen

Geschrieben am 04.07.2006 von Conni Kreißl

Beschreibung:
Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion auf Blütenpollen, an der alljährlich bereits rund 20% der Bevölkerung in Deutschland leiden. Diese Allergie-Art ist immer zeitlich begrenzt, da sie direkt mit der Blühsaison der jeweiligen allergieauslösenden Gewächsen in engem Zusammenhang steht. Weshalb man sie mitunter auch saisonalen allergischen Schnupfen nennt. Heuschnupfen kann sich unbehandelt oder falsch behandelt zu chronischem allergischem Asthma ausweiten. Weshalb man unbedingt rechtzeitig schon bei einem Verdacht auf diese Erkrankung des Immunsystems einen Arzt aufsuchen sollte, um einen dementsprechenden Allergie-Test zu machen. Heuschnupfen ist mit die häufigste allergische Erkrankung überhaupt. Sie beruht auf einer Überempfindlichkeit gegen die Eiweißkomponenten von bestimmten Pollen, die während der Gräser- und Baumblüte in die Luft und damit in die Atemwege gelangen. Dort bewirken sie bei allergisch veranlagten Personen ein anschwellen der Schleimhäute von den Atemwege, der Nase und den Augen, was man dann folglich als eine allergische Reaktion bezeichnet. Diese allergische Reaktion ist auf die Allergene zurückzuführen, welche sich an bestimmte weiße Blutkörperchen im Körper binden und damit die Ausschüttung von Histamin bewirken. Das dann die typischen Beschwerden einer Allergie auslöst, zu denen tränende Augen, eine laufende Nase, Asthma und gerötete Hautbereiche gehören.
Ursachen:
Heuschnupfen entsteht meistens auf Grund einer angeborenen überspannten Neigung zur Überreaktion gegenüber gewissen Substanzen, die in der Umwelt auftreten und eigentlich meist vollkommen harmlos sind. Dabei wird der Allergiker durch den ständigen Kontakt mit den allergieauslösenden Pollen sensibilisiert, wodurch er ein verändertes Reaktionsmuster gegenüber diesem entwickelt. Diese Auslöser können beim Frühjahrs-Heuschnupfen die Pollen von Bäumen wie Birke, Erle, Hasel und Ulme sein, beim Sommer-Heuschnupfen sind es aber eher Gräserpollen. Beim Herbst-Heuschnupfen reagieren viele auf Schimmelpilzsporen sowie Kräuterpollen und da besonders auf Pflanzen wie Beifuss und obwohl im Winter nichts wächst gibt es auch den Ganzjahres-Heuschnupfen bei dem die Hausstaubmilben und Schimmelpilzsporen die größten Feinde der Allergiker sind. Früher entwickelt sich Heuschnupfen in der Regel bereits in der Kindheit, heute erkranken auch immer mehr erst im Erwachsenenalter. Wird die Erkrankung allerdings rechtzeitig bzw. früh genug erkannt und behandelt, kann aber zumindest die Entstehung eines allergischen Asthmas verhindert oder zumindest hinausgezögert werden.
Krankheitsbild & Beschwerden:
Heuschnupfen lokalisiert sich primär in den Schleimhäuten von Nase, Rachen und Augen und zeigt sich dort als Augentränen, Augenjucken, Niesreiz, Fließschnupfen, verstopfte Nase, Husten, Atemnot, Asthma bronchiale und außerdem über Hautekzeme. Jucken ist das Leitsymptom dieser Allergie, die Nase kribbelt, was Niesattacken mit starker wässriger Sekretion hervorruft, die Haut und sogar die Schleimhäute jucken sowie die stark, geröteten und tränenden Augen, was sich fast immer zur Bindehautentzündung ausweitet. Durch diese vielen Beschwerden leidet auch das Allgemeinbefinden ungemein.
Behandlung:
Meist führt man den Versuch einer Hyposensibilisierung durch, bei der über mindestens drei Jahre hinweg eine bestimmte Menge des allergieauslösenden Stoffes direkt unter die Haut gespritzt oder als Lösung unter die Zunge verabreicht wird. Diese Therapie schlägt meistens sehr gut an, hilft aber nicht immer. Zusätzlich werden Antiallergika-Medikamente verabreicht, die auch bei Langzeitanwendung gut verträglich sind. Bei andauernden Beschwerden helfen dagegen schnell wirkende Antihistaminika, welche das Niesen und Jucken größtenteils sofort lindern. Auch stärker wirkende Kortisonpräparate, die man von außen aufträgt, lindern die allergischen Reaktionen, nur das sie nicht so schnell wirken.
Selbsthilfe:
Da man den Pollen draußen kaum ausweichen kann, ist es von Vorteil wenigstens mit Hilfe eines Pollenflugkalenders oder dem Pollenwarndienst festzustellen, wann bestimmte Pollen fliegen. Auch der Aufenthalt im Freien an sonnigen, windreichen Tagen und da besonders auf Wiesen und Feldern sollte möglichst vermieden werden. In der Wohnung sind Pollenschutzgitter vor den Fenstern und Türen von Vorteil und dazu sollten die Haare täglich gewaschen und die Kleider nicht im Schlafzimmer aufbewahrt werden, in denen sich noch Pollen befinden könnten.