Allergie - Jodallergie

Geschrieben am 10.07.2006 von Conni Kreißl

Beschreibung:
Es ist ein weit verbreiterter tragischer Irrtum, eine Jodallergie nur mit einer Erkrankung der Schilddrüse in Zusammenhang zu sehen, denn nicht jeder, der kein Jod verträgt, ist auch schilddrüsenkrank. Ganz im Gegenteil die meisten Jodallergiker haben bis ins hohe Alter eine völlig gesunde Schilddrüse. Wobei die bekannteste und harmloseste Form der allergischen Reaktionen einer Jodallergie die Haut betrifft, welche dann große rote Hautflecken aufweist die meist leicht geschwollen sind und sehr stark jucken. Dieser extreme Juckreiz führt meistens dazu, das sich Betroffene häufig unbewusst blutig kratzen und das meist nachts im Schlaf. Größtenteils tritt diese Form der Jodallergie außerdem auch noch auf der Kopfhaut, hinter den Ohren, um die Augen herum, aber auch an Armen, Beinen und auf der Brust und dem Rücken auf. Weswegen eine Jodallergie auch dem Allergietyp IV zugeordnet wird, welche wegen ihrer meist verspäteten Überempfindlichkeitsreaktion von mehreren Stunden bis hin zu einigen Tagen zum verzögerten Typ gehört. Auf alle Fälle tritt die allergische Reaktion frühestens nach 12 Stunden ein, was auch eine genaue Diagnose äußerst schwierig macht.
Ursachen:
Die Allergischen Reaktionen beruhen hierbei auf Fehlregulationen des Immunsystems. Dabei erzeugt die fehlgeleitete Immunreaktion in den oberen Luftwegen eine verstopfte oder triefende Nase sowie einen Niesreiz. In den unteren Luftwegen verengen und verschleimen dagegen die Bronchien, was zu asthmatischen Symptomen führt. Zusätzlich verursachen Immunaktivitäten in den Geweben des Magen-Darm-Traktes außerdem noch Bauchkrämpfe, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Dabei verstärkt sich die Allergisierung je öfter und länger Kontakt mit dem Allergieauslöser besteht, anstatt der erwartungsgemäße Gewöhnungseffekt eintritt. Weshalb auch viele erst nach Jahren oder Jahrzehnten erste allergische Reaktionen zeigt. Weswegen manche auch die heutzutage übliche Überjodierung in allen möglichen Nahrungsmittel, als Verursacher dieser sich immer mehr verbreitenden Erkrankung sehen. Zudem reagiert der Körper auf das Allergen als wer dieses ein Krankheitserreger, den es genauso bekämpfen muss wie eine Infektion durch Schnupfen- oder Grippeviren, wodurch sich Jodallergiker auch manchmal so fühlen, als ob sie ständig eine Grippe haben.
Krankheitsbild & Beschwerden:
Üblicherweise kommt es bei einer Jodallergie zu Hautausschlägen oder Rötungen sowie Hautschwellungen von Lippen, Mund, Zunge, Gesicht und Hals. Es kann jedoch auch zu Reaktionen wie Nesselausschlag, Juckreiz, Ekzemen, Niesen, Atemnot, Husten, Brechreiz und Erbrechen, Magen-, Darm- und Unterleibskrämpfen, Durchfall, Blähungen, Koliken bis hin zum Schock kommen. Bei gravierenden bzw. besonders schlimmen Fällen sind auch Herzschmerzen, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, hoher Puls, extreme Atemnot, Ohnmachtsanfälle, Nierenkoliken, Magen-Darm-Störungen wie Sodbrennen, Durchfall oder Reizdarm möglich. Und obendrein Muskelrheuma, Sehnen- und Gelenkschmerzen, Stiche in der Schilddrüse, zitternde Hände, übersteigerte Nervosität, Sehstörungen mit verminderter Sehfähigkeit und Schlafstörungen sowie Angstzustände bis hin zu schwersten Depressionen möglich.
Behandlung:
Einerseits ist die Diagnose dieser allergischen Erkrankung sehr schwierig, andererseits sind Ärzte heute vielfach noch nicht in der Lage sie zu erstellen. Weswegen die Dunkelziffer der Todesfälle aufgrund dieser Allergie auch sehr hoch ist. Hinzu kommt außerdem noch, das Hinweise von betroffenen Patienten dadurch oft ignoriert werden und es sogar Anweisungen an Radiologen gibt, Patienten welche kein Jod vertragen, nicht mehr vor Jod zu warnen. Es kommt sogar immer wieder vor das Allergologen Jodallergikern den Jodallergietest sowie die Ausstellung des Allergieausweises mit dem Argument verweigern, es gäbe keine Jodallergie, was im Grunde genommen fast einer Menschenrechtsverletzung nahe kommt. Deswegen raten Juristen betroffenen Jodallergikern immer öfter sich unbedingt juristischen Beistand bei allen medizinischen Untersuchungen und Operationen zu holen um sich im Invaliditätsfall Schadensersatzansprüche zu sichern. Das schlimme ist das neben unzähligen Lebensmitteln auch immer mehr Medikamente Jod enthalten und dieses meist nicht angegeben wird.
Selbsthilfe:
Es ist anzunehmen das bereits ungefähr 3% der Bevölkerung an einer Jodallergie leiden, die in der Regel allerdings nicht tödlich verläuft und bei konsequentem vermeiden von Jod auch wieder abklingen kann. Deshalb gilt auch bei der Jodallergie, das nur der Verzicht auf den allergieauslösenden Stoff zum Abklingen der Beschwerden führt. Was einerseits bedeutet möglichst keine jodhaltigen Reinigungsmittel oder Kosmetika zu benutzen und andererseits auch keine jodhaltigen Nahrungsmittel zu essen. Obwohl schon bei der Umwandlung der Schilddrüsenhormone etwas Jod freigesetzt wird, welches bereits Beschwerden auslösen kann.