Allergie - Lichtallergie

Geschrieben am 10.07.2006 von Conni Kreißl

Beschreibung:
Sie wird auch Sonnenallergie oder Photoallergie genannt und ist eine allergische Reaktionen der Haut auf Licht- bzw. Sonnenkontakt oder UV-Strahlung, wobei meistens noch ein zweiter Auslöser hinter dieser Überreaktion steckt. Dabei umfasst die Lichtallergie eine Reihe abnormaler Hautreaktionen die auf fehlerhaften Reparaturprozessen in der Erbsubstanz der Hautzellen beruhen, wozu der Sonnenbrand allerdings nicht gehört. Dieser entspricht eher einer akuten Überbeanspruchung der Haut nach übermäßiger UV-Einwirkung und nicht einer allergischen Reaktion. Dabei gibt es sogar unterschiedliche Formen der Lichtallergie, wovon die bekanntesten die Photoallergische Reaktion bzw. Photoallergie sowie die Phototoxische Reaktion wie die Wiesengräser-Dermatitis, die Polymorphe Lichtdermatose wie die Mallorca-Akne und die Lichturtikaria sind. All diese Typen von Lichtallergien sind meist sehr unangenehm, aber nie lebensgefährlich. Wobei Lichtallergiker extrem empfindlich sind und bei Sonneneinstrahlung mit schweren Ausschlägen und unansehnlichen Beulen reagieren, die sehr schmerzhaft sind. Weswegen Betroffene mitunter ein Leben in der Dunkelheit führen, hinter Mauern und Glasscheiben, abgeschnitten vom Alltag und ihren Mitmenschen.
Ursachen:
Die Ursachen für diese Art der Erkrankung sind noch nicht restlos klar, da die verschiedenen Formen der Krankheit auch unterschiedliche Auslöser haben. Manche von ihnen benötigen sogar noch einen Auslöser wie beispielsweise Medikamente und bei anderen reicht schon ein Lichtstrahl um einen Anfall zu verursachen. Meist werden als Verursacher allerdings Medikamente wie Psychopharmaka und Antibiotika, aber auch Süßstoffe ermittelt. So sind für eine Photoallergische Reaktion immer Licht und ein Fremdstoff notwendig, die sich unter UVA-Einwirkung in den Hautschichten mit den körpereigenen Eiweißen zu einer allergieauslösenden Substanz verbinden. Zu diesen Fremdsubstanzen gehören ätherische Öle, Kosmetika, Medikamente und Waschmittel, die Krankheitszeichen wie Rötung, Juckreiz, Bläschenbildung, nässende Hautstellen und Verkrustung hervorrufen. Bei einer Phototoxischen Reaktion wirken hingegen Chemische Substanzen auf oder in der Haut als so genannte Photosensibilisatoren, welche die Haut damit gegenüber Sonnenlicht empfindlich machen. Dabei kommt es zu phototoxischen Reaktionen, wenn UVA-Strahlen auf die in der Haut angereicherten Substanzen treffen, die je nach Strahlendosis Symptome wie Rötung, Brennen, Schwellung, Blasenbildung bis hin zur unrettbaren Gewebezerstörung verursachen. Bei Polymorphen Lichtdermatosen, die durch Bläschen im Dekolleté erkennbar sind, handelt es sich eher um Hauterkrankungen, welche größtenteils Frauen betreffen und durch UVA- und UVB-Strahlung ausgelöst werden. Wobei die Hautreaktionen durch einen Cocktail aus körpereigenem Talg, fetthaltiger Sonnenschutzcreme und durch die chemischen Substanzen welche durch die UV-Strahlung entstehen, hervorgerufen werden. Zu ihnen zählt auch die Mallorca-Akne, welche wohl die häufigste lichtbedingte Hauterkrankung Mitteleuropas ist. Hierbei treten die allergischen Reaktionen typischerweise erst einige Tage nach dem ersten Sonnenbad auf, die sich durch Knötchen und Bläschen an Hals, Schultern und Dekollete, begleitet von starkem Juckreiz bemerkbar machen. Am seltensten ist hingegen die geheimnisvolle Lichturtikaria, welche durch UV-Licht sowie sichtbares Sonnenlicht entfacht wird. Bei ihr bilden sich bereits wenige Minuten nach der Lichtbestrahlung an der betroffenen Hautstelle stark juckende Quaddeln, die bei längerer Einwikung sogar Übelkeit und Blutdruckabfall verursachen.
Krankheitsbild & Beschwerden:
Meist sind es kleine, juckende Knötchen an den Austrittsstellen der Körperhaare oder auch juckende Quaddeln und Knötchen im oberen Brustbereich, an den Armen und im Gesicht, die den Lichtalleriker das Leben schwer machen. In besonders schweren Fällen aber auch photoallergische Kontaktekzeme bis hin zum Schock. Dabei können die Betroffenen mitunter überhaupt nicht mehr tagsüber auf die Straße gehen, ohne schwere, wochenlang anhaltende Hautentzündungen zu bekommen.
Behandlung:
Behandelt werden die Symptome meist mit Kortison. Empfehlenswerter ist allerdings eher das Tageslicht zu meiden. Wohingegen Lampenlicht meist keine Rolle bei der Erkrankung spielt. Manche versuchen auch den Organismus mit Medikamenten oder dosierter UV-Strahlung an das Sonnenlicht zu gewöhnen. Dies ist aber nur möglich wenn die Spezialisten genau wissen, um welche Art der Lichtallergie es sich handelt, denn nur dann kann eine gezielte Therapie erfolgen, die dem Betroffenen ein relativ normales Leben ermöglicht. Kurzzeitig können aber auch Kortison-Salben oder -Cremes, Antihistaminika und Antibiotika helfen. Außerdem werden Therapeutische Bestrahlungen in einer Arztpraxis und die Zufuhr von ß-Karotin empfohlen.
Selbsthilfe:
Die betroffenen sollten möglichst Sonnenlicht meiden oder zumindest nur bei bewölkten Himmel oder Nachts raus gehen. Auch eine Kleidung, welche den Körper vollkommen einhüllt ist von Vorteil. Selbst Kühlende Umschläge sich hilfreich.