Allergie - Sonnenallergie

Geschrieben am 20.07.2006 von Conni Kreißl

Beschreibung:
Die Sonnenallergie ist eine Unterart der Lichtallergie, bei die Haut auf Sonnenkontakt bzw. auf die UV-Strahlung der Sonne allergisch reagiert. Dabei treten die Typischen Symptome bevorzugt auf Hautpartien auf, die nicht so sehr an die Sonne gewöhnt sind, wie Schultern, Nacken, Ausschnitt bzw. Dekolleté und die Streckseiten der Arme. Von dieser Art von Allergie sind seltsamerweise, jedoch erwiesenermaßen besonders häufig hellhäutige Frauen über 20 betroffen.
Ursachen:
Verantwortlich für diese Erkrankung ist die UVA-Strahlung der Sonne, die von Jahr zu Jahr immer intensiver wird. Durch diese Strahlung bilden sich in der Haut reaktive bzw. radikale Sauerstoffverbindungen, welche von gesunder Haut durch zahlreiche Schutzmechanismen abgefangen und neutralisiert werden, die bei Sonnenallergikern allerdings kläglich versagen. Demzufolge kommt es zu diesen maßlos übersteigerten Immunreaktionen und den damit verbundenen unangenehmen Symptomen. Bei ungefähr 5 Prozent der Sonnenallergiker reagieren die durch das UV-Licht gebildeten Radikalen zusätzlich auch noch mit den fetthaltigen Inhaltsstoffen von Körperpflegemitteln, Sonnenschutzpräparaten und dem körpereigenen Talg. Wodurch es bei den Betroffenen obendrein zusätzlich noch zu Entzündungsreaktionen in den Haarfollikeln kommt. Wovon logischerweise meistens besonders junge Menschen mit fetter Haut und einer Neigung zu Akne betroffen sind. Allerdings reagieren diese Radikalen mitunter auch mit völlig anderen Stoffen wie Antibiotika, entzündungshemmenden Medikamenten, Entwässerungsmitteln, Johanniskraut, Petersilie, Sellerie, Zitrusfrüchten, Bärenklau, dem Saft des Feigenbaums, Parfümen und sogar mit ein paar unparfümierten Cremes. Wodurch die Symptome der Sonnenallergie noch wesentlich verstärkt werden.
Krankheitsbild & Beschwerden:
Die Symptome der Sonnenallergie äußern sich mit Quaddeln, heftig juckenden, geröteten Flecken, Bläschen und kleinen Knötchen auf der Haut, die oft erst nach Tagen oder Wochen wieder verschwinden.
Behandlung:
Meist bekommt der Betroffene schnell wirkend Antihistaminikamittel, wie sie mitunter auch bei Heuschnupfen-Patienten angewandt werden und gut verträgliche kühlende Kortison-Gels, welche den quälenden Juckreiz lindern sollen. Bei besonders schweren Fällen soll auch eine stufenweise Gewöhnung der Haut an das Licht über eine Lichttherapie beim Hautarzt sehr sinnvoll sein. Manche schwören jedoch auch auf Kalzium-Präparate, obwohl deren Wirkung nicht einmal gesichert ist und auch die Einnahme von Antioxidanz Betacaroten bzw. Provitamin A, das die Radikalen neutralisieren soll, wird häufig empfohlen. Obwohl es gar nicht bei jedem wirkt, da schon eine ziemlich hohe Dosis davon regelmäßig eingenommen werden muss, damit es überhaupt etwas bewirkt. So schreiben die Verfechter dieser Betacaroten-Präparate, das mit einer Dosis von 75 bis 100 Milligramm begonnen werden soll, die nach zwei Wochen auf 50 Milligramm reduziert werden muss. Dabei soll es auch vollkommen Unwichtig sein, ob dieses Betacaroten nun aus natürlichen Quellen stammt oder künstlich hergestellt wurde. Überdies hat dieses Mittel den gravierenden Nachteil das es bei Rauchern Lungenkrebs verursachen kann.
Selbsthilfe:
Am besten ist es den der Aufenthalt in der Sonne zu vermeiden und wenn dies nicht möglich ist, sich dementsprechend lange Kleidung anzuziehen, um dann bei einem unvermeidbaren Ausflug ins Freie möglichst wenig Haut zu zeigen. Betroffene sollten auf jeden Fall Sonnenschutzmittel mit sehr hohem UVA-Schutz und dem Lichtschutzfilter Mexoryl sowie mit Mikropigmenten wie Titandioxid oder Zinkoxid verwenden bevor sie rausgehen, da diese erwiesenermaßen den besten Schutz bieten. Sinnvoll sind ebenfalls Sonnenschutzprodukte mit Antioxidantien wie Glycosylrutin und mit Vitamin E oder C. Man kann auch normale Cremes verwenden, wenn man sie denn verträgt, da die darin gespeicherten Antioxidantien in der Haut gespeichert werden. Ansonsten sind eher fettfreie Gele mit einem hohen UVA- Lichtschutz empfehlenswert, die dadurch allerdings auf der Haut ein wenig spannen. Wobei auch der Aufdruck "hypoallergen" auf manchen Packungen ein wenig verwirrend ist, da dieser lediglich darauf hinweist das die darin enthaltenen Inhaltsstoffe auf ihr eigenes Allergiepotential getestet wurden, aber mit der Allergie im besonderen ansonsten nichts zu tun haben.