Anatomie - Gliedmaßen allgemein

Geschrieben am 10.05.2006 von Conni Kreißl

Gliedmaßen sind, durch Muskeln bewegte Körperanhänge, die aus mehreren Abschnitten bzw. Gliedern bestehen, die manchmal auch als Extremitäten bezeichnet werden und die man nach ihrer Anbringung am Rumpf unterscheidet. So gibt es die oberen Gliedmaßen bzw. Extremitäten, die allgemein als Greifwerkzeuge dienen und die unteren Gliedmaßen bzw. Extremitäten, welche der Fortbewegung dienen.
Die beiden oberen Gliedmaßen setzen sich jeweils aus Schulter, Oberarm, Ellenbogen und Unterarm, sowie der Hand zusammen, deren Aufbau hier jeweils nur knapp beschrieben werden soll. So besteht die Schulter bzw. der Schultergürtel aus dem hinteren Schulterblatt und dem vorderen Schlüsselbein. Wobei das flache, annähernd dreieckige Schulterblatt in einer pfannenartigen Vertiefung liegt und sich mit dem Kopf des Oberarmknochens zum Schultergelenk zusammenfügt. Dieses Gelenk bzw. diese Verbindung gibt dem Arm äußerst viel Bewegungsspielraum, wodurch er sich auch leicht ausrenken kann. Dem Schulterblatt schließt sich das lange, leicht gebogene Schlüsselbein an, das als vorderer Teil des Schultergürtels eine deutlich ertastbare Grenze zwischen Hals und Brust schafft. Er zählt zu den Knochen des Körpers, die am häufigsten brechen, genau wie die Speiche. Von ihm aus geht’s gleich zum Oberarm. Der aus dem langen Oberarmknochen besteht, der oben mit seinem abgerundeten Kopf in der Pfanne des Schulterblatts steckt und sich aus Kopf, Schaft und Rolle zusammensetzt. Wobei letztere mit dem Ellenbogengelenk verbunden ist, das mit den beiden Unterarmknochen, der Elle und der Speiche, zusammengekoppelt ist. Diese Verbindung gab dem Oberarmknochen den schlechten Ruf eines Musikknochen, denn wenn man sich heftig am Ellenbogen stößt könnte man singen vor Schmerz, da dort auch wichtige Nerven entlanglaufen. Wobei das Ellenbogengelenk aus drei Gelenken besteht, da mit ihm drei Knochen beweglich miteinander verbunden sind. So wird das Beugen und Strecken des Unterarmes durch die Zusammenarbeit eines Scharniergelenkes und eines Kugelgelenkes ermöglicht, aber das zurückbiegen des Unterarm verhindert. Zu diesen beiden kommt noch ein Zapfengelenk hinzu, das die Unterarmhanddrehungen gestattet. Dieser Unterarm bzw. seine Einzelknochen Elle und Speiche, sind an beiden Enden miteinander verbunden und verfügen am unteren Ende darüber hinaus über zwei sehr gut bewegliche Handgelenke mit Kontakt zur Handwurzel. Wo Brüche statistisch häufigsten vorkommen. Die Hand wiederum besteht aus Siebenundzwanzig Knochen, wovon acht allein zur Handwurzel gehören. Was ihr diese unglaubliche Beweglichkeit verleiht.
Die untere Gliedmaßen hingen setzen sich aus Becken, Oberschenkel, Knie, Unterschenkel und Fuß zusammen. Wobei das Becken, welches die Hauptlast des Körpergewichts trägt und den aufrechten Stand ermöglicht, aus dem kräftigen, stabilen Beckengürtel besteht, der von den beiden Hüftbeinen, dem Kreuzbein und dem Steißbein geformt wird. Das gewölbte Hüftbein, welches durch das Zusammenwachsen von Darmbein, Sitzbein und Schambein entsteht, ist am unteren Ende des Darmbeins über eine Gelenkvertiefung mit dem Kopf des Oberschenkelknochens verbunden. Der wiederum der längste und schwerste aller Knochen ist, da er das Gewicht des Oberkörpers trägt. Der Kopf des Oberschenkelknochens liegt in der Gelenkpfanne des Hüftbein, während sich an seinem unteren Ende die Gelenkfläche für die Kniescheibe befindet. Womit wir beim Scharniergelenk Knie sind, dem kompliziertesten und größten Gelenk, das den Oberschenkel mit Schienbein und Wadenbein verbindet. An dieser Stelle wirken acht Gelenkkörper zusammen und ermöglichen neben dem Beugen und Strecken des Unterschenkels auch Drehbewegungen um die Längsachse, was aber nur bei gebeugtem Bein möglich ist. Dann kommt der Unterschenkel an dessen Vorderseite das Schienbein verläuft, das unten in den Innenknöchel mündet und wesentlich kräftiger als das dünne Wadenbein ist, das mit dem Außenknöchel abschließt. Das Wadenbein ist dagegen mit dem Schienbein und dem Sprungbein verbunden und zwischen dem Innen- und Außen-knöchel und dem Sprungbein befindet sich noch das obere Sprunggelenk, Welches den Unterschenkel mit dem Fuß verbindet, der sich aus 7 Fußwurzelknochen, 5 Mittelfußknochen und 14 Zehenknochen bildet, deren besondere Anordnung zwei Gewölbe entstehen lässt, die den Fuß in der Lage versetzen, den Körperdruck elastisch abzufedern.