Anatomie - Knochen

Geschrieben am 16.05.2006 von Conni Kreißl

Der Knochen ist ein besonders hartes, skelettbildendes Stützgewebe. Der Mensch besitzt etwa 208 bis 214 von ihnen, wobei die Zahl schwankt, weil es mitunter Menschen gibt die zusätzliche Knochen in der Wirbelsäule oder den Händen besitzen. Warum das so ist, konnte bis jetzt aber noch nicht ganz geklärt werden.
Man kann die Knochen in verschiedene Formen einteilen. Das sind die langen Knochen, die man auch als Röhrenknochen bezeichnet und die man in den Armen, Händen, Beinen und Füßen findet. Die kurzen Knochen, welche sich in den Hand- und Fußgelenken befinden. Die platten Knochen, wie das Schädeldach, das Schulterblatt, das Brustbein und die Rippen. Die sogenannten Sesambeine bzw. kleinen rundlichen Knochen die variabel auftreten und zu denen die Kniescheibe gehört. Die luftgefüllten Knochen, die mit Schleimhäuten ausgefüllte Hohlräume enthalten, wie das Stirnbein am Schädel. Und die unregelmäßigen Knochen bzw. die sogenannte Mischformen, welche sich den anderen Knochen-Typen nicht klar zuordnen lassen, wie die Wirbel oder der Unterkieferknochen. Wobei sich diese Formen alle überdies noch weiter in Faserknochen, Lamellenknochen, Bindegewebsknochen bzw. Deckknochen und Ersatzknochen untergliedern lassen.
Außerdem gibt es noch unterschiedlich große Knochen, deren Größe teilweise nur von ihrem Einsatzgebiet abhängt. So ist der kleinste Knochen des Menschen, der winzige, gerade einmal 3 mm lange und 3 g leichte sogenannte Steigbügel, welcher sich im Mittelohr befindet. Der größte dagegen ist der kräftige schwere Oberschenkelknochen, der bei einem erwachsenen Mann von rund 1,80 m Körpergröße bis zu 50 cm lang sein kann.
Knochen sind lebendes Gewebe das aus unzähligen Knochenzellen besteht, die wie alle Zellen einen Stoffwechsel haben und über Blutgefäße einerseits mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt und andererseits durch Abtransport der Abfallstoffe gereinigt werden. Allerdings speichern Knochen die Mineralsalze, die ihnen ihre Festigkeit verleihen. Denn fehlen diese Salze, wie zum Beispiel das wichtige Kalzium, können die Knochen porös und brüchig werden wie bei Osteoporose oder sich verformen wie bei Rachitis.
Diese Knochenzellen sind durch Zellfortsätze untereinander verbunden und in die Grund-substanz, aus zahllosen kollagenen Fasern und eingelagerten organischen Kalziumsalzen, des Knochens eingebettet. Was dem Knochen seine Zugfestigkeit, Elastizität, Stabilität und auch Druckfestigkeit verleiht. Der Knochen selber wird von einer festen Bindegewebshaut, dem Periost bzw. der Knochenhaut eingehüllt, die eng am Knochen anliegt. Die eigentliche Knochensubstanz lässt sich aber noch in die äußere Substantia compacta, die unmittelbar unter der Knochenhaut liegt und die innere Substantia spongiosa, ein schwammartiges Gerüstwerk aus feinen Knochenbälkchen, untergliedern. Lange Knochen besitzen zusätzlich auch noch eine Markhöhle, in der das Knochenmark, genau wie in den Zwischenräumen der Spongiosa, steckt. Wobei das rote Knochenmark, das man vorwiegend in den kurzen und platten Knochen findet, für die Bildung der verschiedenen Arten von Blutzellen zuständig ist. Während das gelbe Knochenmark aus reinem Fett besteht, der Fettspeicherung dient und hauptsächlich in den Röhrenknochen zu finden ist.
Sie wachsen hauptsächlich nachts, wenn kein Druck auf ihnen lastet, unter Belastung wie sie beim Stehen oder bei Bewegungen auftritt dagegen kaum, da wahrscheinlich der Druck, der im Stehen auf den Knorpelschichten der Knochen lastet das Wachstum behindert. Auf jeden Fall treten sogenannte Wachstumsschmerzen bewiesenermaßen hauptsächlich nachts auf, weshalb gerade Kinder zwischen drei und zwölf Jahren häufig unter Wachstumsschmerzen leiden.
Knochen stützen den Körper nicht nur perfekt, sie schützen auch die innere Organe, wie die Schädelknochen das Gehirn und der Brustkorb Herz und Lungen und nebenbei bilden sich in ihrem roten Knochenmark zusätzlich noch die roten Blutkörperchen, die Blutplättchen und die weißen Blutkörperchen. Ohne die Knochen wäre der Mensch nur eine labberige Masse ohne Blut und Konsistenz.

 

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