Anatomie - Skelett

Geschrieben am 31.05.2006 von Conni Kreißl

Das Skelett, was medizinisch-fachsprachlich, eigentlich ausgetrockneter Körper bzw. Mumie heißt, ist im Biologischen Sinn ein Körperbestandteil, der die Stützstruktur des Organismus bildet, dem Körper also Halt verleiht. Es bestimmt im Wesentlichen die menschliche Gestalt und schützt bestimmte Bereiche, indem es um lebenswichtige Körperteile wie Rückenmark, Gehirn, Herz und Lunge knöcherne Hüllen bildet. Außerdem ist das Skelett eine wesentliche Grundvorrausetzung für die Bewegungen bzw. es ist der eigentliche Grundstein für den Bewegungsapparat. Es muss Erschütterungen ausgleichen, Stöße abfangen und beweglich sein sowie beim Laufen, Springen oder Turnen den Körper entlasten.
Prinzipiell gibt es zwei unterschiedliche Skelettarten, das Exoskelett, welches eine stabile, äußere Hülle eines Organismus bildet und das Endoskelett, welches eine Stützstruktur im Inneren des Körpers ist. Wobei das menschliche Skelett eindeutig zu den Endoskeletten gezählte werden kann.
Das menschliche Skelett wird einerseits in einen axialen und einen Extremitätenteil geteilt und andererseits in Kopf-, Rumpf- und Gliedmaßenskelett unterschieden. Dabei setzt sich das axiale Skelett aus Schädel, Hals und Rumpf zusammen und das Extremitätenskelett aus den Armen, Beinen sowie dem Schulter- und Beckengürtel.
Jedes einzelne Skelettteil ist dabei entsprechend seiner Funktion verschiedenartig geformt und in bestimmter Weise miteinander verbunden bzw. angeordnet. Für seine vollständige Entwicklung braucht es viele Jahre, denn das komplette Skelett ist erst so ungefähr um das 20. Lebensjahr herum vollständig fertig entwickelt. Aber auch danach kommt es sein ganzes Leben lang nicht so richtig zur Ruhe, denn schon im Embryo entwickeln sich die aller ersten feinen, winzigkleinen Knochen der Arme und Beine, in der Pubertät wirken sich dann die Hormone auf sein weiteres Wachstum aus und im Alter machen den langsam etwas mürbe werdenden Knochen verlangsamte Stoffwechselprozesse zu schaffen.
Wobei das Skelett eines neugeborenen Kindes noch aus mehr als dreihundert Knochen und Knorpeln besteht, die im Verlauf der weiteren körperlichen Entwicklung dann jedoch teilweise zusammenwachsen und dabei immer fester und belastbarer werden. So das ein vollkommen ausgewachsener Mensch schlussendlich über 206 Knochen verfügt, von denen sich auch noch die Hälfte in den Händen und Füßen befindet.
Diese Knochen sind durch Gelenke oder Fugen miteinander verbunden und verleihen dem Körper seine Stabilität. Sie bieten einerseits Schutz und sind andererseits ein zuverlässiges Gerüst für all unsere Organe. Im einzelnen besteht es aus dem Schädel, der Wirbelsäule, dem Armskelett mit den Knochen der Arme und Hände, dem Brustkorb und dem Beinskelett inklusive der Knochen der Beine und Füße. Wobei es über den Daumen gepeilt 22 Schädel-, 26 Rückenwirbel-, 3 Brustbein-, 7 Hals-, 4 Brustgürtel-, 24 Rippen-, 2 Hüft-, 60 Arm-& Hand- sowie 58 Bein-& Fußknochen sind. Allerdings umhüllen die einen, wie der Schädel und der Brustkorb empfindliche Organe wie Herz und Gehirn und andere wie die Wirbelsäule und die Röhrenknochen der Arme und Beine stützen den Körper.
Dabei ist das Kopfskelett außerordentlich widerstandsfähig, da dort harte Knochenplatten zu einem Schutzpanzer miteinander verwachsen sind, deren gezackte Verwachsungsstellen Knochennähte heißen. Er mildert Stöße ab und schützt folglich das Gehirn. Sein einziger beweglicher Knochen ist der Unterkiefer, der mit dem Oberkiefer, dem Nasenbein und Jochbein zum Gesichtsschädel gehört.
Beim Rumpfskelett fällt dagegen zuerst die Wirbelsäule auf, die den Kopf und den Brustkorb trägt und im Becken fest verankert ist. Er schützt das Herz und die Lunge vor Verletzungen und besteht vornehmlich aus den 12 Paar Rippenknochen, die mit der Wirbelsäule beweglich verbunden sind und sich bogenförmig nach vorn krümmen.
Das Gliedmaßenskelett ist das beweglichste von allen Skelettbereichen, da zu ihm die Arme und Beine gehören, die man auch als obere und untere Gliedmaßen bzw. Extremitäten bezeichnet. Deren große Beweglichkeit hängt mit ihrem komplizierten Aufbau zusammen, denn jeder Arm und jedes Bein besteht aus 30 Knochen. Womit die Gliedmaßen also mehr als die Hälfte aller Knochen des Skeletts ausmachen.