Eisenüberschuss Allgemein

Geschrieben am 24.08.2006 von Conni Kreißl

Eisenüberschuss, auch Eisenüberladung genannt, ist eine Störung der ausgewogenen Eisenbilanz, die deutlich seltener auftritt als der Eisenmangel, da erfahrungsgemäß eher viel zu wenig Eisen mit der Nahrung aufgenommen wird, um den Eisenverlust des Körpers auszugleichen, als zu viel.
Ein krankhafter Eisenüberschuss entwickelt sich allerdings erst durch eine ständige positive Eisenbilanz, bei der das durch die Nahrung aufgenommene Eisen nicht mehr vom Körper verarbeitet bzw. gespeichert werden kann, da alle Speicher gefüllt sind und der Organismus weniger verbraucht als hinzukommt. Dazu kommt, das der menschliche Organismus keinen Ausscheidemechanismus für überschüssiges Eisen besitzt. Weshalb eine massive Erhöhung der zum Darm gehörenden Eisenabsorption und eine am Darm vorbeigehende Eisengabe mittel- oder langfristig auch zu einer erheblichen Erhöhung des Gesamtkörpereisens führen und damit zu einem Eisenüberschuss. Dieses wird auch noch durch eine auf längere Sicht erhöhte tägliche Eisenzufuhr zusätzlich verschärft.
Kommt dann noch eine erbliche Eisenspeicherkrankheit, wie das genetisch bedingte Leiden hereditäre Hämochromatose dazu oder eine andauernde Zufuhr von Fremdblut durch eine eventuelle Transfusionstherapie ist eine hochgradige Eisenüberladung meist nicht mehr zu verhindern.
Wobei man den Ausdruck Hämochromatose früher für jegliche Art von Eisenüberladung bei vollends unterschiedlichen Grunderkrankungen benutzte, sogar für Erhöhungen die durch Blutspenden verursacht wurden. Dieses ist allerdings nicht ganz korrekt, da dieser Begriff nur eine bestimmte genetisch bedingte Form der Eisenüberladung charakterisiert. Bei dieser kommt es durch einen Gendefekt auf dem Chromosom 6 zu einer Art Fehlregulation der Eisenabsorption, die zu einer Erhöhung der täglichen Eisenaufnahme von ungefähr 1 bis 2 mg auf etwa 4 bis 5 mg führt.
Doch egal wodurch der Überschuss an Eisen verursacht wurde und wie er bezeichnet wird, überschüssiges Eisen kann weder vom Körper verwendet noch ausgeschieden werden. Weshalb dieses Eisen sich allmählich in den unterschiedlichen Geweben ablagert und da besonders in der Leber. Woraufhin es nicht sehr lange dauert bis die Eisenspeicher völlig gesättigt bzw. überfüllt sind. Dieses hat dann eine klinisch relevante Eisenüberladung zur Folge, welche unbehandelt wiederum zur sogenannten Bronzediabetes bzw. Leberzirrhose führen kann, welche eine schwere Diabetes mit starker Hautkolorierung darstellt. Wird dieser Sachverhalt rechtzeitig durch eine frühzeitige Diagnose aufgedeckt, können die ansonsten garantiert eintretenden schweren Organschäden sicher verhindert werden.
Doch egal wodurch der Überschuss an Eisen verursacht wurde und wie er bezeichnet wird, überschüssiges Eisen kann weder vom Körper verwendet noch ausgeschieden werden. Weshalb dieses Eisen sich allmählich in den unterschiedlichen Geweben ablagert und da besonders in der Leber. Woraufhin es nicht sehr lange dauert bis die Eisenspeicher völlig gesättigt bzw. überfüllt sind. Dieses hat dann eine klinisch relevante Eisenüberladung zur Folge, welche unbehandelt wiederum zur sogenannten Bronzediabetes bzw. Leberzirrhose führen kann, welche eine schwere Diabetes mit starker Hautkolorierung darstellt. Wird dieser Sachverhalt rechtzeitig durch eine frühzeitige Diagnose aufgedeckt, können die ansonsten garantiert eintretenden schweren Organschäden sicher verhindert werden.
Interessant und unbedingt erwähnenswert ist allerdings noch, das die reinerbige Form des Hämochromatose Leidens seltsamerweise gerade unter der kaukasischen Bevölkerung mit einer Erkrankungsrate von ungefähr 1:400 erstaunlich hoch ist, wobei dort 5 bis10 Prozent der Bevölkerung Genträger sind. Außerdem tritt diese Erkrankung selbst in den USA wesentlich häufiger auf als beispielsweise AIDS.
Andererseits könnte eine leicht positive Eisenbilanz dagegen sogar während ausgedehnter Hungerphasen, bei häufigen Schwangerschaften und zur Verbesserung der Abwehr gegen Infektionen hilfreich sein, da der Körper in diese Situationen wesentlich mehr Eisen benötigt als normal. Demgegenüber steht die Tatsache das immer noch nicht geklärt werden konnte wie die große Variabilität der individuellen Eisenspeicherung bei vielen Patienten zustande kommt. Die einen meinen dies lässt sich nur durch unterschiedliche äußere Faktoren wie dem Nahrungs-Eisen-Angebot erklären und andere begründen dies mit der Beteiligung von zusätzlichen genetischen Faktoren. Was nun aber stimmt weiß keiner so genau. Das ein chronischer unbehandelter Eisenüberschuss jedoch zu weiteren schwerwiegenden organischen Erkrankungen führt ist unwiderlegbar bewiesen.