Der Stegosaurus

Geschrieben am 28.04.2006 von Conni Kreißl

Der Stegosaurus, auch Dachechse genannt, ist eine Plattechse mit einem Stachelschwanz, die zu den Vogelbeckensauriern zählt. Mit seinen Doppelreihigen Knochen auf dem Rücken und dem kräftigen stachelbewehrten Schwanz, ist er wohl einer bekanntesten Dinosaurier. Er gehörte zur Familie der gepanzerten Stegosauridae, die sich vor etwa 170 Millionen Jahren, also im mittleren Jura, entwickelten und die bis zum Ende der Jurazeit vor etwa 144 Millionen Jahren ihre größte Artenvielfalt erreichte. Die Heimat des großen Stegosaurus war Nordamerika und sein Entdecker der amerikanische Paläontologe Othniel Charles Marsh. In Colorado, Utah und Wyoming wurden seit 1870 jedenfalls immer wieder Fossilienreste von ihm in Steinbrüchen gefunden. Weshalb er auch nach seinen größten Fundgebiet, nun als das Nationalfossil von Colorado bezeichnet wird. Das erste richtig vollständige Skeletts fand er aber erst 1891. Der jüngste Fund stammt aus dem Jahr 1992 und löste auch noch mit seinem erscheinen die lang gehegte Streitfrage, ob er die doppelreihigen Knochenplatten auf seinem Rücken wechsel-, paar- oder überlappender Weise angebracht waren. Nun wurde klar bewiesen und belegt, das die Rückenplatten in zwei zueinander versetzten Reihen gestanden hatten. Womit einige Museen ihre Exponate wohl oder übel wahrscheinlich neu zusammenbasteln mussten. Wozu diese Platten, die bis zum Schwanz gingen, allerdings genau dienten ist noch nicht ganz klar. Darüber streiten sich die Wissenschaftler noch. Die einen bestehen auf ihrer Version der Temperaturregelung und die anderen beharren auf ihrer These der Verteidigungsstrategie. Aber vielleicht hatten diese ziemlich großen, teils über 80 Zentimeter hohen, in etwa dreieckigen Platten, ja auch einen völlig anderen Sinn, auf den unsere Wissenschaftler bloß noch nicht gekommen sind. Der Stegosaurus war der größte Vertreter innerhalb der Familie der Stegosauridae. Dieser große, muskulöse Koloss konnte leicht eine Länge von etwa 10 Metern und eine Höhe von 4 Metern erreichen und wog im Durchschnitt wahrscheinlich um die 2 bis 4 Tonnen. Was ungefähr der Länge und dem Gewicht von zwei Autos entspricht. Sein kräftiger Schwanz war mit spitzen, etwa ein Meter langen Dornen gespickt, die zweifellos als Waffen gegen Angreifer dienten und eine geradezu perfekte Verteidigung darstellten. Wobei erwähnt werden muss, das es scheinbar zwei ähnliche aber trotzdem verschiedene Arten des Stegosaurus gab, denn es wurden welche mit vierpaar Dornen und welche mit nur zweipaar Schwanzdornen gefunden. Im Vergleich zu seinem massigen, fast riesigen Körper hatte der Stegosaurus nur einen winzigen etwa 40 Zentimeter langen Kopf mit einer schnabelähnlichen Schnauze in der etliche gezackte, blattförmige Zähne steckten. Mit denen konnte er die niedrig wachsenden Pflanzen, wie zum Beispiel Farne, Zykladeen und Schachtelhalme gut abreißen und auch Blätter von Zweigen zupfen und teilweise zermahlen. Da sein Skelett an allen Wirbeln der Beckengegend und auch an der Schwanzbasis lange, nach oben gerichtete Fortsätze aufweist die vermutlich Ansatzstellen für starke Rückenmuskeln waren, vermuten einige Paläontologen, das dieser Dino in der Lage war, sich an einem Baum abgestützt auf die Hinterbeine zu erheben. Weshalb der Stegosaurus sich vermutlich sogar an Bäumen aufrichtete um auch an die hoch oben sitzenden Blätter zu kommen. Das Gehirn in seinem auch nicht sehr großen Kopf war jedoch nur so groß wie eine Nuss und wog gerade mal 60 Gramm. Weswegen einige Wissenschaftler vermuten, das er in seinem Rücken so eine Art zweites Gehirn gehabt haben muss, das für sein Hinterbeine und seinen Schwanz zuständig gewesen war. Diese Dinos lebten in äußerst trockenen, heißen Steppengebieten und fraßen wahrscheinlich gemütlich im leichten Wind der Mittagshitze ihr Grünfutter in sich hinein. Dabei fraß er meist auch einige kleine Steine mit, welche ihm helfen sollten, die teilweise unzerkleinerten Pflanzen im Magen zu zermahlen. Man vermutet das der friedlich grasende Stego, aufgrund seines doch recht kleinen Gehirns, nicht lange nachdachte wenn Gefahr drohte, sondern sofort und sehr aggressiv darauf reagierte.