Der Untergang der Saurier

Geschrieben am 24.04.2006 von Conni Kreißl

Nun in den letzten 550 Millionen Jahren gab es insgesamt fünf große Massensterben bei denen jeweils ca. die Hälfte aller Tierarten ausstarben. Aber das größte Massensterben am Ende der Kreidezeit vor etwa 65 bis 70 Millionen Jahren, bei dem alle Dinosaurier vernichtet wurden, ist das letzte, gewaltigste und eines der größten, ungelösten Rätsel. Mutmaßungen und Thesen gibt es dazu unzählige verschiedene, aber richte Beweise nicht und so sind bereits über 80 Hypothesen, die das Aussterben der Dinosaurier zu erklären versuchen, im Umlauf. Wobei alles vom dabei ist, vom Meteoriteneinschlag bzw. Hagel, über Klimawechsel, Epidemien, tödliche Krankheiten, Kurzsichtigkeit, Hautkrankheiten, Verdauungsprobleme, Erfrieren, Eierdiebe, Langeweile und Blütenpflanzen die andere Pflanzen verdrängten oder Außerirdische. Der Fantasie und Einbildungskraft sind da anscheinend keinerlei Grenzen gesetzt, solange es sowieso keine Beweise gibt welche die Verfechter dieser Behauptungen bremsen könnten. Eine der interessantesten, reizvollsten, außergewöhnlichsten und wie ich finde bemerkenswertesten Thesen möchte ich hier mal als die vielleicht wahrscheinlichste Variante vorstellen. Diese stammt von dem Dresdner Hobby Anthropologen und Konzept-Künstler Thomas Preibisch. Er besitzt keinen Doktor, hat nie Biologie oder ähnliches Studiert und bezeichnet sich selbst als nur Künstler, hat aber eine überaus interessante mal ganz andere Variante zu dieser Angelegenheit anzubieten. Seiner Meinung nach war nämlich ein kleines zartes Tierchen, das den gleichen Lebensraum, die gleiche biologische Nische und dieselbe Nahrung wie die Dinos nutzte, an ihrem Aussterben schuld. Ein Tierchen, welches mit der Entstehung der Blütengewächse auftauchte und das wir unter der Bezeichnung Schmetterling kennen. Das klingt so verrückt, das es schon wieder wahr sein könnte. Gehen wir einmal davon aus das die Raupen der Schmetterlinge die gleichen Blätter der Bäume und Großfarne fraßen wie die Dinos und die Schmetterlingsraupen damals praktisch keine Fressfeinde hatten da es ja noch keine Vögel gab. Da kann man sich vorstellen das dieses zum Problem wurde. So könnten die Raupen sich auch so vermehr haben, das sie ganze Wälder und Landstriche leer fraßen, ja regelrecht entlaubten, wie es heute mancherorts noch von Heuschreckenschwärmen gemacht wird. Wenn wir dann noch annehmen das die kleinen Flattertiere auch noch überall wo waren ihre Puppen hinterließen, die sich dann als Schmetterling neues Grün für ihre Eiablage suchten, ist die Katastrophe für die Dinosaurier perfekt. Nehmen wir dann noch an, das die Entwicklung der neuen Raupen gerade mal die Zeit brauchte bis neues Grünzeug wuchs, welches sie wieder abfressen konnten, kann man sich direkt vorstellen wie die riesigen Dinos langsam verhungerten. Weiterziehen bzw. ein Wechsel des Reviers nützte den Dinos auch nichts, denn genau da wo es genug Futter für die Dinos gab, waren auch die idealen Bedingung für die kleinen Flatterwesen. Da wo es zu kalt in unwirtlich für die Schmetterlinge war, konnte es leider auch nicht genug für die armen Dinos geben. Mit dem aussterben der landlebenden Pflanzenfresser starben aber auch die großen Jäger aus, da diese mit den Pflanzenfressern auch ihre Nahrungsquelle verloren. Aber überall da wo die Schmetterlinge nicht hinkamen, ging das Leben weiter wie immer. Denn unter Wasser gab es weiterhin genug Grünfutter für Schildkröten, Warane und die anderen Wasserpanscher. Auch die Krokodile, die sich bis heute hauptsächlich von Fischen ernähren, überlebten demnach genauso wie die Säuger und andere Warmblüter in den für die Schmetterlinge und Saurier zu kalten Klimazonen. Aber auch die kleinen Saurier, hatten auch kein Problem mit dem Verschwinden der Blätter, denn die ernährten sich von Insekten und Insekten gab es ja im Überfluss. Diese kamen aber nicht an die Raupen in den Bäumen heran. Und so kam es zur Entwicklung vom kleinen insektenfressenden Saurier zum Vogel. Den Vorfahren von Archaeopteryx waren nämlich keine Flügel gewachsen, damit sie besser vom Baum herunter kamen, sondern damit sie oben blieben. So entwickelten die letzten Sauriern also Stummelflügel mit denen sie von Ast zu Ast flatterten und die mit der Zeit Flügeln wurden, bis sie die kleinen Insektenfresser tragen konnten. Denn wären die ersten Flügel wie die Forscher behaupten zum Herabgleiten gewesen, hätten sich Gleitflügel entwickelt mit denen Vögel heute weder flattern noch in der Luft stehen könnten. Da die heutigen Vögel aber flattern, scheint diese Sicht der Entwicklung gar nicht so weithergeholt.