Die Überlebenden

Geschrieben am 28.04.2006 von Conni Kreißl

Die einzigen Lebewesen die man eindeutig als Erben der Dinosaurier bezeichnen darf sind die heute noch lebenden Schildkröten, Krokodile, Echsen, Warane und die Vögel, da diese teilweise bereits zu Zeiten der Dinos lebten und von denen abstammen. Die einzigen wahren direkten Nachkommen der Dinosaurier sind allerdings nicht die Krokodile, sondern die Vögel. Denn irgendwann wurden aus den Schuppen mancher Saurier langsam und allmählich über Millionen Generationen Federn, welche an Schwanz, Armen und den Fingern wuchsen. Erstaunlicherweise sind Vögel sogar mit den Raubsauriern am engsten verwandt. Weshalb manche Wissenschaftler auch aus dem Verhalten der Vögel in Schwärmen zu fliegen, auf das Verhalten der Saurier schließen und annehmen, dass diese in Herden umherzogen. Krokodile, Echsen, Schildkröten, Insekten oder Haie sind dagegen teilweise sogar noch älter als die Dinosaurier. So lebten also eher mit ihnen und stammen nicht unmittelbar von ihnen ab. Die ersten Vorfahren der uns heute bekannten Schildkröten lebten sogar bereits in der Zeit des Trias vor zweihundert Millionen Jahren auf der Erde. Damals sahen sie allerdings noch ein wenig anders aus, als die uns heute bekannten Schildkröten, waren diesen aber nicht ganz unähnlich. Selbst Meeresschildkröten änderten sich in ihrem Aussehen kaum, sie zählen heute aber zu den letzten Überbleibseln der ehemals primitivsten Reptilien. Dafür überlebten sie allerdings alle erdgeschichtlichen Veränderungen, während die meisten anderen Urreptilien ausstarben. Die Krokodile stammen wie die Vorfahren der Vögel von den Archosauriern ab, die aufgrund ihrer Zahnmerkmale als Thecodontier zusammen gefasst wurden, jedoch keine natürliche Gruppe darstellen. Sie existierten also bereits vor über 250 Millionen Jahren. Krokodile stellen von ihrer Herkunft her also die Schwestergruppe der Vögel dar. Diese Verwandtschaft lässt sich auch heute noch, vor allem an der Ausbildung des Herz-Kreislauf-Systems und einer ganzen Reihe von anderen Merkmalen beweisen. Diese auch als Panzerechsen bezeichneten, liefen in ihrer Anfangszeit sogar zeitweilig auf zwei Beinen. Ab wann man allerdings von echten Krokodilen sprechen kann, ist bis heute unter Paläontologen stark umstritten. Ähnlich ist es mit den Echsen, die biologisch und in der klassischen Systematik wie fast alle Reptilien und die Schlangen zur Klasse der Wirbeltiere gehören und eine Unterordnung der Schuppenkriechtiere bilden. Dazu zählen auch die urtümlichen Warane, mit ihrer ungewöhnlichen sehr langen, deutlich gespalteten Zunge. Auch die Warane sind also enge Verwandte der Dinosaurier und gelten als die Vorfahren der heutigen Schlangen. Wie bei den Schlangen, gibt es unter ihnen Arten die mehrere Meter lang und auch welche die kaum größer als eine Maus werden. Nur mit dem Unterschied das es beide Arten, Warane als auch Schlangen geschafft haben bis heute zu überleben. Ganz im Gegensatz zu ihren Vorfahren den Dinos. Heute gibt es weltweit noch ungefähr 3.000 Schlangen, ebenfalls 3.000 Echsen, 250 Schildkröten, 23 Krokodile und etwa 10.000 Vogel Arten. Die teilweise heute auch gefährdet sind, aber dank zahlreicher Hilfsprojekte am Leben gehalten und tüchtig weiter vermehrt werden. Warum Schildkröten, Krokodile, Echsen, Warane und Vögel aber heute noch existieren und die Dinosaurier, gleichzeitig wie die Ammoniten, allesamt ausstarben ist bis heute ein Rätsel. Wobei gerade die Entwicklung der Vögel die Geschichte der Dinosaurier in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt, dieweil diese letztlich nicht wie die anderen nur ein Seitenzweig der Saurier sind. Zumindest da eindeutig nachgewiesen werden konnte, das Vogelgruppen wie Reiher und Möwen bereits in der Kreidezeit existierten, demnach also sogar Zeitgenossen des Tyrannosaurus waren. Woran manche heute beweisen wollen, das die Dinosaurier gar nicht ausstarben, sondern sich einfach nur zu Straußen, Pinguinen, Papageien und Spatzen weiterentwickelten. So soll sogar der T-Rex Federn bekommen und eher einen riesigen Raubvogel geglichen haben. Denn, so sagen diese Leute, wäre irgendeine Katastrophe schuld, welche auch immer, hätte es dann doch alle Tierarten erwischen müssen und nicht nur die Saurier. Womit ja sämtliche Untergangstheorien mit einmal vom Tisch wären.