Ihr Zeitalter

Geschrieben am 23.04.2006 von Conni Kreißl

Das Zeitalter der Saurier begann vor ungefähr 250 Millionen Jahren im Erdmittelalter ab dem Trier. Davor hatten bereits säugetierartige Reptilien und nahe Verwandte der Schildkröten die Erde bewohnt. Damals begannen sich die Klimatischen Verhältnisse auf unserem Planeten langsam zu stabilisieren und es entwickelten sich immer mehr Kriechtiere. Die damalige Welt bestand aus dem Superkontinent Pangäa, dessen zwei große durch den Urozean voneinander getrennte Kontinente in der Gegend des heutigen Afrika miteinander verbunden waren. Das war einmal Laurasia im Norden und zum anderen Gondwanaland im Süden. Auf diesen Landmassen gab es riesige Salzseen die sich durch die Erdumwälzungen im Perm gebildet hatten und Gebiete die hauptsächlich aus weitläufigen trockenen Wüsten und bewachsenen Gebirgen bestanden. In dieser nicht gerade überaus lebensfreundlichen Umgebung entstanden die ersten Saurier. Wie die Archosaurier, die ersten Kriechtiere die sich auf ihre Hinterbeine erhoben und damit zum zweibeinigen Laufen übergingen. Aber es tauchten auch der Lagosaurus und der Saltopsuchus auf, die nicht mal zwei Meter lang wurden, jedoch die Vorfahren der größten Landdinos sind die jemals auf der Erde lebten. Oder der erste Räuber unter diesen neuartigen Reptilien, der etwa drei Meter lange und ein Meter hohe Ornithosuchus, welcher heute als der Vorfahre aller großen fleischfressenden Dinosaurier gilt. Und es tauchten immer mehr auf. Nur das die einen Grünzeug futterten und die anderen zu gefährlichen Räubern wurden. Ein Teil von ihnen den Gang auf vier Beinen bevorzugte und der andere auf zwei Beinen lief. Zu den ersten echten Sauriern die sich bis zum Ende des Trier entwickelt und den neuen Lebensbedingungen perfekt angepasst hatten zählten die beiden Raubsaurier Staurikosaurus und Coelophy, die allerersten Flugsaurier Eudimorphodon und Peteinosaurus und der erste große Pflanzenfresser der Plateosaurus. Die Erdeoberfläche änderte sich jedoch mit der Zeit immer weiter, so stiegen im Verlauf des Jura und der Kreidezeit die warmen Meere an und überschwemmten einen Großteil der Landmassen. Der Urkontinent begann sich zu teilen und begann aufgrund von Rissen aus einander zu triften. Es entstand ein feuchtes warmes Klima und dort wo einst trockene Wüste war entstanden nun saftige Wälder. Neue Gebirgszüge erhoben sich überall und zahlreiche Vulkanausbrüche waren an der Tagesordnung. Damals begannen sich vollkommen neue Arten aufgrund des üppigen Nahrungsangebots zu entwickelten. In den überwucherten Sümpfen und auch an den stillen Wassern im Landesinneren tauchten plötzlich riesige, tonnenschwere, pflanzenfressende Saurier auf, wie der Apatosaurus und der Brachiosaurus. Aber auch seltsam aussehende wie der mit Stacheln ausgestattete Stegosaurus und Reptilien wie Schlangen, Echsen und Schildkröten eroberten die Welt. Aufgrund dieser vielen neuen friedlichen Grünzeug futternden Saurier, war es logisch das sich auch viele neue, meist sehr flinke Raubsaurier entwickelten, die sich von den anderen ernährten. Als sich das Klima am Anfang der Kreidezeit dann allmählich wieder abzukühlen begann, ging das Leben in den Sümpfen zwar wieder zurück doch die Saurier passten sich auch hier an und eroberten die höhergelegenen Gebiete und die Ebenen ringsherum. Sie mussten sich dabei aber immer mehr vor den furchterregenden Zähnen der Fleischfresser schützen, die inzwischend auch wie die Pflanzenfresser riesige Ausmaße annahmen. So begaben sich die meisten Sauropoden ins Wasser und manche auf vier Beinen laufenden Pflanzenfresser legten sich nun einen Schutz aus dicken Hornplatten zu und entwickelten Waffen wie Hörner und Schwanzkeulen um sich vor den Räubern besser verteidigen zu können. Dies war auch die große Zeit der Flugsaurier, der zweibeinigen Entenschnabelsaurier und der Krokodile. All das endete jedoch mit Beginn der Kreidezeit, die heute von einigen Wissenschaftlern, wiso auch immer, als die romantischste der prähistorischen Epochen angesehen wird. Zu der Zeit hatten die Dinosaurier gigantische Formen und Größen erreicht. Dinos wie Tyrannosaurus Rex , Iguanodon, Triceratops und Diplodocus beherrschten die Welt. Warum sie allerdings dann vor ca. 65 bis 70 Millionen Jahren plötzlich alle verschwanden ist noch immer völlig ungeklärt, es gibt viele Theorien aber keine Beweise, viele Mutmaßungen aber keine direkten Hinweise und so wird dieses wohl eins der größten Ungelösten Rätsel auf Erden bleiben.