Der Anfang bzw. Wie alles seinen Anfang nahm

Geschrieben am 24.04.2006 von Conni Kreißl

Nun, die Erde ist wohl schon vier oder fünf Milliarden Jahre alt, aber ab wann es nun genau Leben auf ihr gab ist noch unbekannt. Man schätzt das sie in der ersten hälfte ihrer Existenz noch ziemlich leblos und unfruchtbar war. Zu der Zeit sollen die großen Kontinentalplatten noch unwirtliche Mondlandschaften gewesen sein. Wissenschaftler glauben jedoch, das alles zu der Zeit Anfing als das noch heiße Urmeer und die entstandene Uratmosphäre durch die Sonne, durch Blitze und andere Kräfte in chemischen Reaktionen kohle- und stickstoffhaltige Elemente im Meer zusammenfügte. Nur diese neuen komplizierten Großmolekühle, die in ihrer Struktur und ihrem Aufbau unseren heutigen Eiweißmolekühlen ähnelten, entstand das erste Leben. Denn diese Bausteine besaßen die Fähigkeit sich selbst zu vermehren, womit das Leben seinen Lauf nehmen konnte. Als dann auch noch mit Hilfe des Sonnenlichts, die wunderbare Photosynthese entstand, die es vermochte aus nährstoffarmen fast toten Stoffen nährstoffreiche lebende Substanzen zu erstellen, gab es kein zurück mehr. Die ersten die man als richtige Lebewesen betrachten konnte, waren wohl das im Ozean vorkommende Protoplasma und die einzelligen Blaualgen. Denen folgten dann die sogenannten Urtierchen, die halb Pflanze und halb Tier waren. Die ersten nachweisbaren Lebewesen sind jedoch erst in Versteinerungen vom Ende des Präkambriums, das vor etwa 570 Millionen Jahren war, gefunden worden. Von den Jahrmillionen die davor liegen ist fast nichts übrig geblieben. Die dafür zuständigen Forscher behaupten allerdings, das dieses an der Tatsache liegt, das alle Funde die mit dem Kambrium plötzlich auftauchten von Algen und Urtierchen abstammen. Und da kann man nichts finden, da diese weder Knochen noch Schalen besaßen und daher auch keine Abdrücke irgend welcher Art im Gestein hinterließen. Was auch irgendwie logisch klingt. Von dieser Zeit an ließ sich die ständige Weiterentwicklung im Urozean allerdings sehr gut verfolgen. So fand man Fossilien von Tintenfischen, Schwämmen, Krebsen , Muscheln und anderen Weichtieren die eindeutig in den 175 Millionen Jahren zwischen dem Ende des Kambriums und dem Anfang der Silurzeit im warmen Urozean gelebt haben mussten. Das Festland war zu der Zeit allerdings noch unbesiedelt, was sich erst am Ende der Silurzeit langsam änderte, denn dann begann des Leben vom Wasser aus das Land zu erobern. So wurden allmählich aus Meeresalgen große Bäume und Landpflanzen, die in der folgenden Devonzeit das Festland überzogen. Dieses erste Grün bot nun Pflanzenfressenden Tierchen Futter in Hülle und Fülle. Diese neu entstandene Nische des Lebens ließ erste Lungenfische und Quastenflosser entstehen, denen bald darauf das erste Landwirbeltier der Dachschädler Ichthyostega folgte. In der darauf folgenden Steinkohlenära Karbon, mit dem feuchtwarmen Klima und den riesigen Sumpfwäldern, war dann auch endlich das Zeitalter der Lurche und Rieseninsekten dran. Diesem folgte dann vor 290 bis 250 Millionen Jahren die Permzeit, in der revolutionäre Umwandlungen auf der Erdoberfläche statt fanden. Damals änderten sich die Landgebiete teilweise dramatisch, es türmten sich riesige Berge auf, Binnengewässer verschwanden, während Sümpfe austrockneten und sich Gletscher über das Land schoben. Zu der Zeit verdrängten die stabilen Palmfarne und Nadelbäume allmählich die weichen Sumpfgewächse, wodurch sich die Lurche wieder ins Wasser zurückzogen und die ersten Kriechtiere und Reptilien auftauchten. Damit endete dann das sogenannte Erdaltertum das Paläozoikum zum Ende des Perm und ein neuer Abschnitt, das Erdmittelalter mit dem Trias, Jura und der Kreidezeit und der Eroberung der Welt durch die Saurier nahm seinen Lauf.