Altdeutscher Schäferhund

Geschrieben am 16.03.2006 von Conni Kreißl

Herkunft und geschichtlicher Hintergrund:
Der Altdeutschen Schäferhund oder auch Langhaar Schäferhund bzw. Langstockhaar Schäferhund genannt, ist wie der Name schon sagt eine in Deutschland gezüchtete Rasse. Er wird auch als die Langhaarvariante des Deutschen Schäferhundes bezeichnet. Was bei den Deutschen Schäferhunden aber als Fehlerhafte Fellvariante gilt und nicht zur Zucht genommen werden darf ist beim Altdeutschen Schäferhund voll erwünscht, das lange Fell und die große Farbenvielfalt. Diese Rasse muss schon sehr alt sein, denn schon der römische Geschichtsschreiber Tacitus berichtete von einem wolfsähnlichen Hund im Land am Rein. Experten behaupten das er damit den ursprünglichen den originalen Altdeutschen Schäferhund meinte, der damals schon weitgehend in seiner heutigen Gestalt existierte. Der Berühmte Max von Stephanitz verwendete ihn und einige andere Rassen Ende des vorigen Jahrhunderts für sein Zuchtprogramm des Deutschen Schäferhundes. Der Typ ist auch Schuld das der Altdeutsche Schäferhund bereits ab dem Jahr 1916 nicht mehr auf Ausstellungen gezeigt wurde und daher auch keine FCI Anerkennung besitzt.
Beschreibung:
Bis auf das längere, viel weichere Fell entspricht sein Aussehen in etwa dem Deutschen Schäferhund. Er ist aber etwas größer als der Deutsche. Sein Fell soll möglichst gleichmäßig, nicht zu fein, möglichst glatt, mit dichter Unterwolle und auf dem Rücken deutlich gescheitelt sein. Es gibt ihn in den Farben schwarz, schwarz-braun, braun, cremefarben bis gelb und wolfsgrau. Der Schwarzhaarige Schlag hat einen ziemlich schmalen Kopf und ist zwischen den Ohren mäßig breit. Sein Leuchtendes, langes, schwarzes Deckhaar wird von einer nur wenig kürzeren Unterwolle leicht aufgebauscht. Seine Rute ist nicht ganz so buschig wie bei den anderen Typen und wird im Sitzen leicht gebogen. Beim Schwarz-Braunen bzw. Braunen Typ sind die Stehohren mit hellbraunen Haaren befedert. Der Cremefarbene bis Gelbe Schlag hat dagegen so gut wie keine Befederung an den Ohren. Beide Typen der Schwarz-Braunen bzw. Braunen und der Cremefarbene bis Gelbe haben ein gerades Haarkleid das nicht zu eng am Körper anliegt. Die Rute, welche bis über die Sprunggelenke reicht ist bei diesen Farbschlägen buschig behaart. Selbst die Vorderläufe sind bei ihnen mit langen Haaren gut befedert. Für alle Farbnuancen gilt aber, sie haben eine lange Schnauze und einen nur leicht gewölbten Schädel. Der Mittellange Hals ist kräftig bemuskelt, hat aber keine Kehlwamme. Die Rückenlänge ist größer als die Widerristhöhe und die leicht schräggestellten mandelförmigen Augen stehen nicht vor. Alle besitzen ein kräftiges, korrektes Scherengebiss. Rüden erreichen in etwa eine Größe von ca. 63 bis 68 cm und Hündinnen ca. 57 bis 62 cm. Das Gewicht der Rüden liegt ungefähr bei 33 bis 40 kg und das der Hündinnen ca. bei 28 bis 32 kg.
Wesen des Hundes:
Es sind intelligente, elegante, gehorsame, ruhige, gutmütige, wachsame, sportliche und kinderfreundliche Hunde. Die eine höhere Reizschwelle besitzen als der Deutsche Schäferhund und sich daher auch eher als Familienhund eignen. Er braucht allerdings eine artgerechte, konsequente Erziehung.
Pflegehinweise:
Das lange Fell erfordert regelmäßige Pflege und ein kräftiges durchbürsten. Es sollte aber nicht übertrieben werden, zuviel bzw. tägliches Durchstriegeln kann dem Fell auch mehr Schaden als helfen. Was sie täglich allerdings brauchen ist viel Auslauf. Es sind sehr bewegungs- und lauffreudige Hunde.
Besonderheiten:
Obwohl er eigentlich ein Schäferhund ist, wird er nur selten in der Schäferei eingesetzt. Man findet ihn eher als Schutz- und Begleithund wieder. Und obgleich er beharrlich weiter gezüchtet wird, wird er nicht wie andere Rassen anerkannt. Er wird in den meisten Ländern nicht als Rasse akzeptiert. Sein langes Fell und seine wundervollen Farbschläge sind auf Zuchtschauen leider nicht erwünscht.