Amerikanisch Canadische Weißer Schäferhund - Berger Blanc Suisse

Geschrieben am 16.03.2006 von Conni Kreißl

Herkunft und geschichtlicher Hintergrund:
Nun diesen Zweig des ursprünglichen Deutschen Schäferhundes hat es noch schlimmer erwischt, als den Altdeutschen Schäferhund. Auch der Amerikanisch Canadische Weiße Schäferhund wird weder beim VDH noch bei der FCI anerkannt. Und das nur weil er als fehlerhafte Farbvariante des Deutschen Schäferhundes gilt und auch bei ihm fing das mit dem Zuchtprogramm der Deutschen Schäferhunde des Herrn Max von Stephanitz an. Er verwendete ihn und einige andere Rassen Ende des vorigen Jahrhunderts zwar für seine Zucht, lehnte dann die Farbe Weiß aber als Fehler ab. Der Herr Stephanitz ist auch hier Schuld das der Weiße Schäferhund wie der Altdeutsche Schäferhund ab dem Jahr 1916 nicht mehr auf Ausstellungen gezeigt werden durfte. Nur seinen nordamerikanischen Freunden, haben wir es heute zu verdanken, das es diesen wunderschönen Hund in seiner typischen reinweißen Hirtenhundfarbe heute noch gibt. Denn spätestens 1933 wäre diese Rasse ausgestorben, wenn nicht Züchter aus Kanada und den USA die Zucht unbeharrlich weiter geführt hätten, die es nun lange Zeit in Europa nicht mehr geben sollte. Doch er wurde zurückgeholt, erst fing die Schweiz 1972 mit einer Zucht an und 1982 folgten auch Züchter in Deutschland. Nur das er hier eben nicht als eigenständige Rasse gilt. Um den jahrzehnte alten Streit um seine Anerkennung endlich zu beenden und beiden Seiten den Anhängern wie den Gegnern gerecht zu werden, wurde er Ende 2001 nach langem hin und her zwar unter dem Namen Berger Blanc Suisse bzw. Weißer Schweizer Schäferhund mit der FCI-Nummer 347 registriert. Aber unter seinem richtigen Namen Amerikanisch Canadischer Weißer Schäferhund wird trotzdem nicht akzeptiert.
Beschreibung:
Sein Fang ist lang und schlank, er macht die halbe Kopflänge aus. Die spitzen Stehohren sind ziemlich hoch angesetzt, sehr beweglich und nach vorn gestellt. Er hat gerade Vorderläufe, seine Ellenbogen liegen nicht zu eng am Körper an und er hat gut geformte Pfoten mit großen Ballen. Seinem geraden Rücken verdankt er seine stabile Gesundheit, denn anders als der Deutsche Schäferhund mit seiner abfallenden Rückenpartie, bekommt er dadurch so gut wie nie die so gefürchtete Hüftgelenks-Dysplasie. Sein dichtes Fell hat sowohl beim Langstockhaar und auch beim Stockhaarigen Typ eine rein weiße Farbe. Rüden werden ungefähr 60 bis 66 cm und Hündinnen 55 bis 61 cm hoch. Die Jungs wiegen ungefähr 30 bis 40 kg und die Mädels 25 bis 35 kg.
Wesen des Hundes:
Er ist temperamentvoll, aufmerksam, wachsam, gegenüber Fremden gelegentlich etwas zurückhaltend, freundlich, zutraulich und anhänglich, lernwillig, leicht zu führen und ausgeglichen. Seine Treue, Intelligenz und Arbeitswilligkeit machen ihn zum idealen Begleit- und Familienhund. Der Amerikanisch Canadische Weiße Schäferhund lässt sich leicht erziehen, ist kinderlieb und verschmust. Er braucht und liebt den Kontakt zu seiner Familie und auch beim Umgang mit anderen Haustieren und Artgenossen ist er sehr unproblematisch.
Pflegehinweise:
Man sollte ihn regelmäßig Kämmen und Bürsten und auch gegen Streicheleinheiten hat er wie so viele Rassen nichts einzuwenden. Er braucht viel Auslauf und Beschäftigung und eignet sich hervorragend für den Hundesport.
Besonderheiten:
Wollte ihn früher keiner haben, ist er inzwischend ein beliebter Arbeitshund. Da sein Geruchssinn überdurchschnittlich gut ausgeprägt ist, kommt er heute bei vielen Dingen des Lebens zum Einsatz. So wird er beim Rettungshundewesen genauso eingesetzt wie als Behindertenbegleithund, Fährtenhund, Lawinensuchhund oder Schutz- und Wachhund. Aber auch als reiner Familienhund, Begleiter und Beschützer seiner Besitzer ist er ein idealer Freund.