Baskischer Schäferhund - Pastor Vasco

Geschrieben am 19.03.2006 von Conni Kreißl

Herkunft und geschichtlicher Hintergrund:
Der Baskische Schäferhund wird auch Pastor Vasco Euskal Artzain Txakurra bzw. nur Pastor Vasco, Perro de Pastor Vasco oder Euskal Artzain Txakurra genannt. Wie der Name schon sagt ist es eine Hirtenhunderasse aus dem Baskenland. Diese Rasse ist schon sehr, sehr alt. Aufzeichnungen zufolge sogar 12000 Jahre alt. Diese Rasse soll bereits in den prähistorischen Gemälden der neolitischen Höhlen in Nordspanien und in Zeichnungen und Malereien des Mittelalters auftauchen. Sie entstand höchstwahrscheinlich in dem Gebiet um Euskalerria in Spanien aus verschiedenen mitteleuropäischen Schäferhunden. Es ist auch sehr wahrscheinlich das er noch mit anderen leichten Hirtenhunden der Pyrenäen verwandt ist, nachweisbar ist dies jedoch nicht. Kommunal gesehen haben sich auch unterschiedliche Schläge herausgebildet, die sich aber sehr ähneln. So gibt es bis heute 2 unterschiedliche Arten des Euskal Artzain Txacurra. Den Gorbekoa und den Iletsua, wobei der Gorbekoa der ältere von beiden zu sein scheint. Heutzutage, ist die Zucht jedoch in großer Gefahr, da diese eigentlich schönen aber wenig bekannten Hunde kurz vor der Auslöschung stehen. Es existieren nur noch ein paar wenige stark isolierte Populationen einiger weniger Züchter die dem Pastor Vasco zugetan sind und ihn weiterhin beharrlichen in seiner traditionellen Aktivität als Schäferhund nutzen wollen. Auch er ist eine Rasse die durch das FCI nicht anerkannt wurde.
Beschreibung:
Er ist ein gut proportionierter Hund mit einem starken etwas rechteckigen Körperbau. Die ovalen Augen haben schwarze Augenlieder und die Farbe von Bernstein. Die Hängeohren sind mittelgroß und von dreieckiger Form. Das Gebiss kräftig und die Lippen fest, nie schlaff und immer schwarz gefärbt. Die Rute ist lang und nach oben gerollt. Das Fell darf lang, glatt aber auch rauhaarig sein, ist absolut wetterfest und hat eine dichte Unterwolle. Alle Farben von braun, über kupfer, gold bis hin zu gelb und cremefarben sind fellmäßig erlaubt. Je nach Schlag und Geschlecht werden die Hunde dieser Rasse ungefähr 45 bis 61 cm groß und wiegen zwischen 17 und 33 kg. Ihr weicher Gang ähnelt dem großer Katzen.
Wesen des Hundes:
Der Baskischer Schäferhund ist ein sehr empfindsamer, intelligenter Hund, der ein intensives starkes Verhältnis zu seinem Besitzer aufbaut. Seine entschlossene und ausgeglichene Persönlichkeit, macht ihn zu einem guten Wächter. Auch mit Kindern, anderen Tieren wie Ziegen und Artgenossen kommt er sehr gut zurecht. Er ist ein geduldiger, lernwilliger, sehr loyaler und liebebedürftiger Zeitgenosse. Durch sein dichtes Fell ist er sehr Wetter resistent.
Pflegehinweise:
Das dichte Fell erfordert regelmäßiges intensives Bürsten. Ansonsten gilt auch für ihn viel Bewegung, Streicheleinheiten und eine richtige Aufgabe sind Pflicht.
Besonderheiten:
Neben seiner Tätigkeit als Schäferhund wird er heute auch als Wachhund oder Begleithund eingesetzt und manchmal auch als Familienhund. Es sind sehr lebhafte, intelligente und lerneifrige Hunde, die eine konsequente Führung und vor allem neben körperlicher auch geistige Auslastung brauchen. Ideal wäre für ihn eine Beschäftigung wie Hundesport oder Agility, bei dem er geistig gefordert wird oder eben eine Arbeitsaufgabe wie das hüten einer Herde. Auch er ist wie fast alle Schäferhunde auf keinen Fall für eine Stuben- oder Wohnungshaltung zu empfehlen und auch ein Anfänger sollte sich möglichst nicht für ihn entscheiden.