Belgischer Schäferhund Nr. 3 - Der Malinois

Geschrieben am 18.03.2006 von Conni Kreißl

Herkunft und geschichtlicher Hintergrund:
Auch der Malinois zählt zu den Belgischen Schäferhunden, allerdings war er der erste mit einem festgelegtem Rassestandard und wurde so zum Maßstab für die anderen. Benannt wurde er nach der belgischen Stadt Malines, in deren Umgebung er besonders häufig gehalten wurde. Seine maßgeblichen Vorfahren waren der 1899 auf einer Ausstellung vorgeführte kurzhaarige Rüde „Tomy“ und die Nachfahren der rauhaarigen Hunde „Dewet“ und „Tjop“. Schon nach kurzer Zeit überragten die Malinois alle anderen Belgischen Schäferhunde als Arbeitshunde und stellen diese auch heute noch teilweise auf Leistungsprüfungen in den Schatten. Trotzdem ist er gleich nach dem Laekenois der am wenigsten populäre belgische Schäferhund, obwohl alle beide wesentlich friedfertiger sind als der Groenendael und der Tervueren. Beim Malinois könnte es allerdings daran liegen, das er seinem Konkurrenten dem Deutschen Schäferhund sehr ähnlich ist und viele diesen dann bevorzugen. Er ist ein Schäferhund "par execellence", und wird heute auch wenn er selten geworden ist immer häufiger als Polizeihund eingesetzt.
Beschreibung:
Wie schon erwähnt steht er im Erscheinungsbild dem Deutschen Schäferhund am nächsten, hat aber ein ähnliches Fell wie der kurzhaarige Nederlandse Herdershond und entspricht im Wesen dem Laekenois. Er ist ein quadratisch gebauter, mittelgroß Hund von einer sehr harmonischen Form. Die mandelförmigen, schwarz umrandeten Augen blicken lebhaft und sollen so dunkel wie möglich sein. Die straff aufrecht stehenden Ohren sind hoch angesetzt und der gut bemuskelte Hals geht mit einem leicht gebogenem Nacken in die Schulterpartie über. Die Brust darf nicht zu breit, soll aber tief und geräumig sein. Er steht auf derben, korrekten und muskulösen Gliedmaßen und bei entspannter Haltung lässt er die Rute schlaf herab hängen, welche im letzten viertel leicht aufgebogen ist. Das kurze, harte Fell ist rehbraun und schwarz gestrichelt. Es ist am Hals halblang, eher pelzig und bildet einen von den Ohren bis zur Kehle gehenden Kragen. Auch an den Oberschenkeln und an der Rute ist das Fell etwas länger. Eine dunkle Maske ist Wünschenswert. Die Rüden werden ca. 60 bis 66 cm und die Hündinnen 56 bis 62 cm hoch und die Rüden wiegen ca. 25 bis 30 kg und die Hündinnen ca. 20 bis 25 kg.
Wesen des Hundes:
Er ist ein wachsamer, robuster Zeitgenosse mit einem ausgeprägten Beschützertrieb. Er lässt sich gut abrichten, ist sehr anhänglich und extrem aktiv. Durch seine Intelligenz und Gelehrigkeit ist er sowohl als Hütehund, wie auch als Dienst-, Wach- und Familienhund einsetzbar. Seine lebhaftes, bewegungsfreudiges und kinderliebes Wesen, machen ihn auch und gerade für Familien interessant.
Pflegehinweise:
Sein Fell muss regelmäßig intensiv und sorgfältig gebürstet und gekämmt werden, braucht viel Beschäftigung, Auslauf und liebevolle Streicheleinheiten.
Besonderheiten:
Er sollte unbedingt in die Familie seines Besitzers integriert werden, der er sich gern bedingungslos anvertraut. Braucht aber trotzdem eine konsequente und gute Erziehung und einen erfahrenen Halter. Gerade der Malinois ist ein ausgezeichneter Arbeits- und Sporthund und wird deswegen auch oft als Polizeihund eingesetzt. Wer sich solch einen Hund zulegt sollte viel mit ihm unternehmen und arbeiten, da ist nichts mit nur an der Leine laufen zu machen diese Hunde müssen richtig gefordert und gefördert werden.