Deutscher Schäferhund

Geschrieben am 19.03.2006 von Conni Kreißl

Herkunft und geschichtlicher Hintergrund:
Der Deutsche Schäferhund scheint auch eine der sehr alten Rassen zu sein. Wenn man dem römischen Geschichtsschreiber Tacitus glaubt der von einem "wolfsähnlichen Hund im Land am Rhein" schreibt, existierten diese Hunde schon damals. Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts war er allerdings wenig bekannt und verbreitet und wurde nur für das Hüten von Schafen verwendet. Das änderte sich jedoch mit dem Zuchtprogramm des Herrn Max von Stephanitz Ende des vorigen Jahrhunderts. Er züchtete mit einigen anderen engagierten Züchtern unter Verwendung von lang-, kurz- und rauhaarigen Schäferhunden aus Thüringen Bayern und Württemberg den Deutschen Schäferhund in seiner heutigen Form. Bis 1915 wurden auch noch langhaarige und weiße Hunde ausgestellt, ein Jahr danach galten diese dann schon als fehlerhaft und wurden nicht mehr zugelassen. So wird heute nur noch der stock- bzw. kurzhaarige Typ als Ausstellungshund zugelassen und als perfekte Form des Deutschen Schäferhundes bezeichnet. Trotzdem war seine Zucht von Anfang an nicht aufs Aussehen sondern nur auf Leistung ausgerichtet. Bereits zu Beginn des Ersten Weltkriegs war er in ganz Deutschland beliebt und breitete sich rasch auch im Ausland aus. Heute ist er eine der weltweit häufigsten Rassen.
Beschreibung:
Der Deutschen Schäferhund ist ein eleganter und stattlicher Hund mit einem harmonischen Körperbau. Es ist ein langgestreckter, kräftiger und gut bemuskelter Körper. Der Kopf ist schmal und zwischen den hoch angesetzten Ohren etwas breiter. Die dunkle meist schwarze Nase verbreitert sich zu einer abgeflachten Spitze. Die Brust ist tief und der Bauch nur mäßig aufgezogen. Der mittellange Hals ist kräftig bemuskelt. Die Pfoten sind klein, gewölbt, rund, gut geformt und haben große Ballen. Sein Fell ist Wetterfest und dicht. Es soll stock- bzw. kurzhaarig, dicht, hart und gerade anliegend sein. Die Farbe des Fells sollte schwarz oder grau entweder einfarbig oder mit regelmäßigen braunen, gelben bis weißgrauen Abzeichen sein. Auch ein schwarzer Sattel oder dunkelgewolkt ist erlaubt. Reinweiße Abzeichen sind allerdings unerwünscht. Bedingt durch die gute Winkelung seiner Hinterhand ist er ein ausgesprochener Traber. Die Widerristhöhe der Rüden liegt zwischen 60 und 65 cm und die der Hündinnen zwischen 55 und 60 cm.
Wesen des Hundes:
Er ist intelligent, ruhig, zuverlässig, wachsam und gehorsam. Durch seinen ausgeprägten Verteidigungs- und Kampftrieb, sowie seine Gelehrigkeit und Anhänglichkeit ist er vielseitig verwendbar und so wird er heute als Begleit-, Schutz-, Polizei-, Sanitäts-, Spür- und auch Blindenführhund eingesetzt, nur dem Schäfer dienen sie nur noch sehr selten. Seine Kraft, Wendigkeit und leichte Auffassungsgabe machen ihn auch zu einem guten Beschützer und Begleiter. Er ist nervenfest, furchtlos, anhänglich, leichtführig, lernfreudig, ausdauernd aber auch scharf. Seine Reizschwelle ist sehr niedrig, weshalb er nur von erfahrenen Leuten gehalten werden sollte.
Pflegehinweise:
Ausdauernde Bewegung und Beschäftigung sind bei ihm unerlässlich. Sein Fell sollte regelmäßig gestriegelt und gekämmt werden und er sollte unbedingt mit ins Familienleben integriert werden.
Besonderheiten:
Er ist auf keinen Fall ein Wohnungshund kann aber durchaus auch ein Familienhund sein. Er braucht unbedingt eine strenge und konsequente Erziehung. Durch die Massenzucht dieser Rasse tauchen immer wieder Tiere mit Verhaltensproblemen auf, wie Wesensschwächen sowie Ängstlichkeit und Aggressivität gegenüber anderen. Auch Krankheiten wie Arthritis der Gelenke, Augenleiden, Magen-Darm-Beschwerden und andere treten bei ihm deutlich gehäuft auf. Die individuelle Qualität der Tiere schwankt also erheblich was man bei der Anschaffung eines solchen Hundes unbedingt beachten sollte.