Englischer Schäferhund Nr. 3 - Welsh Corgi Cardigan

Geschrieben am 22.03.2006 von Conni Kreißl

Herkunft und geschichtlicher Hintergrund:
Wenn man der Geschichte glaubt, kam der Welsh Corgi Cardigan vor mehr als 3000 Jahren mit den Kelten nach England. Manche behaupten allerdings auch das er mit den Bassets verwand ist und erst vor etwa 1000 Jahren nach England gelangte und dann gibt es noch die Variante das er erst im 10. Jahrhundert in Wales aus walisischen Schäferhunden gezüchtet wurde. Leider lässt sich aber keine der Geschichten beweisen und so liegt die Wahrheit weiter im Dunkeln. Fest steht allerdings das der Welsh Corgi Cardigan bereits im 12. Jahrhundert als Herdenhund bekannt war und das er mit dem Welsh Corgi Pembroke im 18. Jahrhundert gekreuzt wurde um die Unterschiede zwischen den beiden Rassen zu verringern. Es gibt auch Belege das er im Jahr 1892 das erste Mal ausgestellt wurde und zwar in Wales, das er mit dem Brindle Heerder Hund gekreuzt wurde um sein Aussehen zu verfeinern und das man ihn 1933 am englischen Hof einführte. Er wurde vor allem im Herzen der hügeligen Grafschaft Cardiganshire im Bronan-Distrikt gehalten, wo er bis 1850 die einzige Hunderasse überhaupt war. Bei ihm ist der Name Programm, denn Cor kommt von Cur und bedeutet soviel wie bewachen und Gi bezeichnet im Walisischen den Hund. Und der Corgi wird seinem Namen durchaus gerecht. Ist er doch ein extrem wachsamer und auch bissiger Beschützer seiner Herde. Seine Größe ist dabei durchaus beabsichtigt, ist er doch der geborene Fersenzwicker, der auf diese Weise seine Schafe zusammen und voran treibt. Seine niedrige Bauweisend schützt ihn zudem vor den ausschlagenden Hufen. Heute ist er nicht nur ein gern genutzter Schäferhund sondern dient auch als modischer Begleithund in Amerika und England.
Beschreibung:
Der Welsh Corgi Cardigan ist ein fuchsähnlicher, niedriger, langgestreckter Hund mit recht großen, nach oben spitz zulaufenden Stehohren und einer mäßig langen, waagerecht getragenen, fuchsartigen Rute. Sein Kopf ist zwischen den Ohren ziemlich breit. Er hat ein komplettes Scherengebiss und eine dunkle Nase. Seine mittelgroßen, dunklen, leicht schräg gestellten Augen stehen weit auseinander. Der kräftige, leicht gebogene Hals sitzt auf abfallenden, gut bemuskelten Schultern. Auch die gerade und kräftige Rücken- und Lendenpartie ist gut bemuskelt. Kurz und starkknochig sind dagegen die Läufe und rund, mit gewölbten Zehen und gut gepolterten Ballen die Pfoten. Das glatte, schützende Deckhaar, das sich etwas hart anfühlt, bedeckt eine weiche, dichte und wärmende Unterwolle. Die Farbe des Fells ist meistens rotgescheckt, blaumarmoriert oder schwarz mit roten oder weißen Abzeichen. Nur reines weiß ist nicht gestattet. Seine Widerristhöhe sollte ca. 27 bis 32 cm, sein Gewicht ca. 11 bis 17 kg und seine Länge von der Nasenspitze bis zum Rutenende vorgeschriebenerweise über 90 cm betragen.
Wesen des Hundes:
Der Welsh Corgi Cardigan ist ein aufgeweckter kleiner Kerl, der sehr wachsam und gelehrig, ist. Seine ruhige, ausgeglichene, wachsame, intelligente, ausdauernde und robuste Art machen ihn zu einem ausgezeichneten Begleithund, guten Spielkameraden für Kinder und zu einem perfekten Hüte-, Schutzhund. Diese vielseitigen und anpassungsfähigen Hunde sind sehr selbstbewusst und brauchen daher eine konsequente aber liebevolle Erziehung.
Pflegehinweise:
Sein Fell braucht nicht viel Pflege, ab und zu mal striegeln reicht. Auch viel Auslauf braucht er nicht, da sein Bewegungsdrang wegen der etwas kurzen Läufe gering ist. Aber er braucht viel frische Luft und liebt es draußen zu sein und das sollte man ihm unbedingt gönnen. Da diese Rasse von Natur aus auch ein wenig verfressen ist, sollte man bei ihm auch auf das Gewicht achten.
Besonderheiten:
Der Welsh Corgi Cardigan ist bedingt durch seine Größe, einer der wenigen Schäferhunde die sich sowohl für eine Stuben- und Wohnungshaltung eignen, als auch für die Großstadt. Man kann ihn ebenso als Hüte-, Schutz- und Jagdhund einsetzen wie als Familien- und Begleithund.