Englischer Schäferhund Nr. 4 - Welsh Corgi Pembroke

Geschrieben am 22.03.2006 von Conni Kreißl

Herkunft und geschichtlicher Hintergrund:
Der Welsh Corgi Pembroke soll von Wach- und Viehtreiberhunden wie dem Buhund und dem Västgötaspets abstammen, die von den Wikingern im 9. bis 12. Jahrhundert mitgebracht wurden. Desweiteren nimmt man an, das auch Hunde wie Schipperke, Västgötaspets und Zwergspitz, die im Jahr 1107 von den flämischen Webern in Wales angesiedelt wurden, an der Entstehung des Welsh Corgi Pembroke beteiligt sind. Diese Theorie kann sogar stimmen, denn er hat ebenfalls die Veranlagung zur Stummelrute, genau wie sie bei Västgötaspets und Schipperke vorhanden ist und auch seine Ähnlichkeit mit dem Västgötaspets ist nicht zu verleugnen. Die eigentliche Heimat des Pembroke ist aber die Grafschaft Pembrokeshire im Südwesten von Wales, wo er ein unersetzbarer Gehilfe der Walisischen Bauern war und auch heute noch ist. Er bewachte ihnen Haus und Hof und war unentbehrlich wenn es galt, die Viehherden auf die Weide und auf die Märkte zu treiben. Damals war ein guter Treibhund wie der Pembroke noch soviel wert wie ein Ochse. Als eigenständige Rasse wurde er aber erst im Jahr 1934 vom englischen Kennel Club anerkannt und doch hat auch sich wie so viele Britische Rassen kaum im Ausland durchgesetzt, weswegen er auch nur selten auf Ausstellungen auftaucht.
Beschreibung:
Der Welsh Corgi Pembroke ist ein langgestreckter, niedriger Hund mit hartem, kurzen bis mittellangem, nicht drahtigem Stockhaar und mit mittelgroßen, nach oben leicht zugespitzten Stehohren sowie einer angeborenen Stummelrute. Der fuchsähnliche Kopf ist zwischen den Ohren etwas breiter, der Fang leicht keilförmig und die Nase immer schwarz. Die runden, mittelgroßen Augen sind haselnussbraun und die aufgerichteten, mittelgroßen Ohren leicht zugespitzt. Bei ihm sind sowohl ein Scherengebiss als auch ein Zangengebiss zulässig. Der Hals soll mäßig lang, die Rippen gut gewölbt, die Brust breit und tief und die Rückenlinie gerade und straff sein. Die kurzen, geraden Läufe sind starkknochig und die ovalen Pfoten mit den gut gewölbten Zehen haben derbe Sohlen und kurze Nägel. Das dichte Fell von mittlerer Länge ist dicht, aber nicht drahtig, eher mehr stockhaarig. Die Farbe seines Fells ist einfarbig rot, rehbraun, graubraun oder schwarzloh. Weiße Abzeichen an Kopf, Fang, Brust, Nacken und den Läufen sind erlaubt. Seine Widerristhöhe beträgt 25 bis 29 cm und sein Gewicht ca. 8 bis 12 kg.
Wesen des Hundes:
Er ist ein aufgeweckter, lebhafter, intelligenter, robuster, freundlicher und ausdauernder kleiner Zeitgenosse und dazu noch sehr wachsam und gelehrig. Er ist unheimlich vielseitig und anpassungsfähig und kommt sowohl mit Alleinstehenden als auch mit Familien und Kindern aus. Als ehemaliger Herdengebrauchshund braucht er allerdings eine konsequente Erziehung.
Pflegehinweise:
Er sollte ab und zu mal gestriegelt werden und auch Spaziergänge an der frischen Luft hat er ebenso gern wie Streicheleinheiten. Auch bei dieser Rasse sollte man streng auf das Gewicht achten, da auch sie von Natur aus ein wenig verfressen sind.
Besonderheiten:
Da er klein ist und nicht viel Bewegung braucht ist er auch einer der wenigen Schäferhunde die sich sowohl für eine Stuben- und Wohnungshaltung eignen und auch für die Großstadt. Man kann ihn wegen seiner Größe ohne Probleme auf dem Land als auch in der Stadt halten, nur im Zwinger einsperren das sollte man ihm auf keinen Fall zumuten.