Französischer Schäferhund Nr. 2 - Berger de Brie

Geschrieben am 23.03.2006 von Conni Kreißl

Herkunft und geschichtlicher Hintergrund:
Der Ursprung des Berger de Brie, auch unter dem Namen Briard bekannt, ist nicht ganz geklärt. Vermutlich entstand er während des Mittelalters aus Kreuzungen orientalischer, Schafe hütender Hunde mit örtlichen Hunden des französischen Flachlandes. Wahrscheinlich waren auch die Rassen Barbet und Picard beteiligt. Damals brauchte man große Hütehunde welche die Schafe schützen sowie auch hüten und treiben konnten und solch einer war der Briard. Nicht nur heute auch früher war dieser schöne Hund schon sehr beliebt und hatte große Fans. So verschenkte Karl der Große gern Briards an seine Freunde und Napoleon liebte diese Rasse so sehr das er sie auf alle seine Kriegsschauplätze mitnahm. Selbst Lafayette verlangte, das man ihm Briards auf seinen amerikanischen Besitz schickt und Thomas Jefferson importierte mehrere dieser Hunde für seine amerikanischen Farmer und schrieb seinen Namen auf die Liste der Bewunderer dieser Rasse. Auch der französische Schriftsteller M.de Buffon erwähnte den Briard unter der Bezeichnung "Chien de berger de Brie" 1758 in seinen Naturelles. Seinen jetzigen Namen bekam er allerdings erst 1863 auf der ersten Pariser Hundeausstellung, wo alle Typen der französischen Schäferhunde ihre heutigen Namen verliehen bekamen. Sein heute gültiger Rassestandard wurde allerdings erst 1896 festgelegt. Dazu muss man aber auch noch erwähnen das er zwar nach der Landschaft Brie benannte, aber in ganz Frankreich als Helfer der Schäfer verwendet wurde und auch heute noch wird. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde er wegen seiner guten Eigenschaften bei den Armeen sogar als Melde-, Patrouillen- und Sanitätshund eingesetzt und heute ist er nicht nur in Frankreich einer der beliebtesten Begleithunde.
Beschreibung:
Nun er besteht aus fünfunddreißig Kilo Haare und viel Liebe, hat einen fast raubtierhaften Gang, einen unbestechlichen Familiensinn und eine Intelligenz und Ausdauer die ihn zu fast allen Arbeiten befähigt. Man könnte auch sagen er ist ein kräftig gebauter, mittelgroßer, sehr muskulöser Hund, der zu 50% aus Fell und zu 50% aus Liebe besteht. Er hat große Augen mit einem sanften Blick. Die Ohren sind hoch angesetzt, kurz und haben üppig langes Fell. Der viereckige, nicht runde Fang endet in einer schwarzen Nasenkuppe. Der lange, kräftige Kopf hat einen ausgeprägten Stop und der starke Hals geht in einen geraden Rücken über. Die breite, tiefe Brust bietet ausreichend Platz für ein leistungsfähiges Herz und eine große Lunge. Seine Gliedmaßen sind gut bemuskelt du enden in starken, kräftigen Pfoten. Leider wird auch bei ihm im Standard noch auf die unnötigen und für das Tier eher hinderlichen doppelten Afterkrallen bestanden, die aber heute zum glück schon oft im Interesse der Gesundheit der Tiere je nach Region entfernt werden dürfen. Die lange Hakenrute ist sehr stark behaart. Das lange flexible, trockene Fell ähnelt dem einer Ziege. Diese Fell gibt es in 3 Farben, schwarz , weizenfarben und etwas seltener auch in grau. Rüder werden ca. 62 bis 68 cm und Hündinnen 56 bis 64 cm hoch und alle sollten nicht mehr als ca. 34 kg wiegen.
Wesen des Hundes:
Der Briard ist ein rustikaler, lebhafter und aufgeweckter Charakter. Er mag Kinder und ist der perfekte Beschützer seine Familie. Er ist furchtlos, ausdauernd, arbeitsfreudig und schreckt vor nichts zurück. Er hat ein besonders gutes Hörvermögen und den Ruf eines erstklassigen Verteidigers. Er gilt als schnell, wachsam, ausgeglichen und kinderlieb.
Pflegehinweise:
Ihr dickes, witterungsbeständiges Haarkleid und ihr kräftiger Körperbau ermöglicht es ihnen ständig draußen zu bleiben, es braucht daher aber viel Pflege. Wenn es nicht verfilzen soll, muss es regelmäßig intensiv gekämmt und gebürstet werden. Um seinen Bewegungsdrang auszuleben sollte man auch viel mit ihm Arbeiten und Laufen.
Besonderheiten:
Er ist ein Hund der vielseitig einsetzbar und immer voll bei der Sache ist. Er sollte immer eine Aufgabe haben und wenn es eine im Hundesport ist. Er taugt nicht als Wohnungshund und braucht viel Auslauf, frische Luft und eine gute Erziehung.