Französischer Schäferhund Nr. 6 - Berger du Languedoc

Geschrieben am 26.03.2006 von Conni Kreißl

Herkunft und geschichtlicher Hintergrund:
Der Berger du Languedoc, auch Shepherd Cevennes genannt, stammt ursprünglich aus der französischen Provinz Languedoc, welche sich vom mittleren Teil Südfrankreichs zwischen der Rhône und der Garonne bzw. der Grenze zur Gascogne erstreckt. Aufgrund dieses vielfältigen und doch recht großen Verbreitungsgebietes, hatten sich je nach der örtlichen Beschaffenheit verschiedene Schläge dieser Rasse herausgebildet. So wurden ursprünglich von den Kynologen die 5 Unterschläge Farou, Berger de la Camargue, Berger de la Grau, Berger des Carrigues und der Berger du Larzag zu der Hauptrasse Berger du Languedoc zusammengefasst und anerkannt. Heute gibt es leider nur noch so wenige Exemplare, dieser sehr alten französische Schäferhundrasse mit all ihren verschiedenen Typen, das sie nicht nur als äußerst selten, sondern eigentlich schon als ausgelöscht bzw. ausgestorben gilt. Zumindest behaupten das der FCI und die französische Behörden. Es gibt aber auch Hinweise das diese Hunde in den Ebenen der Languedoc und in den umliegenden Provinzen noch gelegentlich vereinzelt zu finden sind. Trotzdem sind es nur noch so wenige, das eine Erholung und Rettung der Rasse, wohl nicht mehr möglich bzw. sehr unwahrscheinlich ist. Leider ist heute auch einfach zu wenig über diese Rasse mit all ihren Unterschlägen bekannt und auch die genaue Zahl der noch überlebenden ist nicht eindeutig nachweisbar, so das sie bereits aus dem Register der FCI gestrichen wurden.
Beschreibung:
Der Berger du Languedoc bzw. Shepherd Cevennes ist ein kleiner bis mittelgroßer, etwas uneinheitlich behaarter Schäferhund, der speziell für das hüten sehr großer Schafherden gezüchtet worden war. Er kommt je nach Schlag und Revier, in den Farben von Mattrot, fahlgelb bis hin zu fahlgelb mit schwarzen Abzeichen vor. Er hat einen gut proportionierten Körperbau und ein ziemlich langen leicht gewölbten Schädel. Die Augen sind mittelgroß und dunkel. Die Ohren stehen weit auseinander, sollten nicht zu groß sein und werden aufrecht getragen. Der kräftige Kopf wird zur Schnauze hin schmaler, wobei ein Scherengebiss wünschenswert ist. Die Nase ist meist schwarz, manchmal aber auch je nach Farbe des Fells heller gefärbt. Die Brust sollte tief und nicht zu breit, die Rippen leicht geschwungen, die Rückenlinie gerade und die Lenden fest sein. Die Gliedmaßen sind stark, muskulös und von mittlerer Länge. Die Pfoten wiederum sind rund, kurz, mit schwarzen Nägeln und harten Auflagen. Ihr Gang ist schnell und flüssig. Die mittellange Rute wird meist herunterhängend getragen. Die Rüden haben eine größe von ca. 40 bis 50 cm und die Hündinnen von ca. 38 bis 50 und alle wiegen zwischen 10 und 17 kg. Das weiche, wetterfeste Fell mit der dichten Unterwolle ist am Körper mittellang und soll am Kopf kürzer sein. Die Fellfarbe ist je nach Unterschlag anders. Der Farou verkörpert die mattrote Variante und der Berger de la Camargue tendiert eher zu den Farben helles mattrot bis zum leichten fahlgelb. Wohingegen der Berger de la Grau anders als sein Name vermutet lässt fahlgelb ist und der Berger des Carrigues fahlgelb mit leichten schwarzen und roten Tönungen daherkommt. Der Berger du Larzag ist wiederum ein fahlgelber Vertreter dieser Rasse mit schwarzen Abzeichen.
Wesen des Hundes:
Es sind sehr temperamentvolle, bewegungsfreudige, lebhafte, flinke, mutige, energische und liebenswürdige Hunde, die sich durch ihren Arbeitseifer, ihre Gelehrigkeit und ihre treue gegenüber ihren Besitzer auszeichnen.
Pflegehinweise:
Auch sein Fell sollte regelmäßig gekämmt und gebürstet werden. Und auch er sollte viel Auslauf an der frischen Luft und eine Aufgabe bzw. Beschäftigung, sowie eine liebevolle Familie haben.
Besonderheiten:
Trotz seiner geringen Größe ist dieser aufgeweckte etwas hyper-aktive kleine Kerl nichts für die Wohnungshaltung. Auch braucht er eine konsequente und energische aber nicht zu strenge Erziehung, damit aus diesem etwas eigensinnigen Hund ein angenehmer Begleiter wird.