Himalaja Schäferhund - Himalayan Sheepdog

Geschrieben am 29.03.2006 von Conni Kreißl

Herkunft und geschichtlicher Hintergrund:
Die Herkunft des Himalaja Schäferhund, auch als Himalayan Sheepdog, Banjara, Bhotia, Bhutia, Bhutan Shepherd Dog, Bhutan Herder, Bhutia Sheepdog, oder Bjop Chi bezeichnet, ist nicht ganz geklärt. Einige vertreten den Standpunkt das diese Hunde wahrscheinlich von den Vorläufern der großen Berghunde abstammen, welche sich von Nordindien aus über Zentralasien in die Türkei und dann nach Europa ausgebreiteten. Andere wiederum meinen sie seien sei ein Kreuzungsprodukt zwischen dem persischen Saluki und verschiedenen Pariahunden bzw. Schensihunden dieser Region. Fest steht aber, das diese sehr alte Rasse ursprünglich aus dem Gebiet um Indien und Bhutan stammt und das diese Gebirgshunde in früheren Zeiten sich von Nordindien über Zentralasien bis Europa verbreiteten, wo sie auch heute noch vereinzelt gehalten werden. Es gibt allerdings keine offiziellen Züchter und daher auch keine FCI Anerkennung. Er ist ein Hund bei dem Aussehen und auch die Bezeichnung je nach Lebensraum ein wenig variieren. So wird er von den Banjara Nomaden im indischen Rajasthan einfach Banjara genannt und von den Einwohnern der Ladakhregion im östlichen Nepal als Bhutia bezeichnet. So ist es nicht verwunderlich das er immer mal unterschiedlich dargestellt wird und es auch noch keinen einheitlichen Rassestandard gibt. Die in England vorkommende Bezeichnung Banjara Greyhound ist allerdings irreführend und falsch, denn er zählt eindeutig zu den Schäferhunden.
Beschreibung:
Er ist je nach Umgebung und Herkunft ein wenig unterschiedlich gebaut. Der Banjara soll einen etwas windhundartigen schlanken Körper haben und kommt im Allgemeinen in den Farben Kitz oder Braun vor. Er ist ungefähr 35 bis 60 cm hoch und 20 bis 30 kg schwer. Der Bhutia oder Bhotia ist etwas kräftiger gebaut und auch muskulöser, eher wie ein leichtfüßiger Kuvash. Er hat ein wenig Tibetian Mastiff Blut in sich und kommt in den Farben schwarz und braun vor. Er ist ca. 40 bis 65 cm hoch und 30 bis 40 kg schwer sein. Im allgemeinen gilt aber für alle, dass der mittelgroße Kopf oben abgeflacht und das Gesicht lang und schmal sein soll. Ein deutlicher Stop trennt bei ihm den Fang auffällig vom Schädel. Die tiefliegenden dunklen Augen stehen ziemlich weit auseinander und die abgerundeten Schlappohren sind hoch angesetzt und mittellang. Der kräftige Rücken soll mäßig lang, die starke Brust tief und die Rippen leicht gewölbten sein. Die starkknochigen Gliedmaßen sind gerade und die mittelgroßen, katzenartigen Pfoten kompakt gebaut. Die sehr buschige, mittellange, hoch angesetzte Rute wird locker eingerollt getragen. Er hat einen stolzen, aufrechten Gang und ist mit seinem schlanken, starken Körper und seinem schönen, umgedrehten, buschigen Schwanz sehr elegant. Er kommt in einer Vielzahl von Farben vor, angefangen von weiß über cremefarben und rottönen bis zu brau und schwarz ist alles dabei. Das kurze bis mittellange Fell ist auf dem Kopf weich und auf dem Körper etwas rauer, aber überall seidig glatt, fast flauschig leicht.
Wesen des Hundes:
Die Himalaja Schäferhunde sind temperamentvolle, athletische Hunde von bemerkenswerter Intelligenz. Es sind fabelhafte Begleiter die sowohl für Anfänger, als auch für erfahrenen Halter gleich geeignet sind. Sie kläffen allerdings gern, was man durch eine konsequente, gute und liebevolle Erziehung aber durchaus in den Griff bekommt. Es sind sehr zufriedene, kraftvolle, kluge, wachsame und liebebedürftige Tiere, die von Natur aus aber Fremden gegenüber ein wenig reserviert sind.
Pflegehinweise:
Sein schönes Fell sollte regelmäßig gebürstet werden, besonders der buschige Schwanz, damit dieser nicht verfilzt. Er braucht viel Auslauf, Bewegung und Familienanschluss.
Besonderheiten:
Früher wurden sie nur als Begleiter und Helfer der Schäfer Herden eingesetzt, heute sind sie für das Management und das Treiben praktisch jedes möglichen Viehs verantwortlich. Er ist ebenso ein klasse Hütehund, wie auch ein toller Begleit-, Schutz- und Familienhund, sollte aber möglichst nicht in einer Wohnung sondern draußen gehalten werden.