Isländischer Schäferhund - Islandhund

Geschrieben am 30.03.2006 von Conni Kreißl

Herkunft und geschichtlicher Hintergrund:
Der Isländische Schäferhund hat viele Namen, so wird er auch als Íslenskur Fjárhundur Íslenski fjárhundurinn, Islandsk Fårehund, Icelandic Sheepdog, Jslandse Herdershond Islandshundarna oder einfach als Islandspitz, Isländischer Spitz bzw. Islandhund bezeichnet. Er ist die einzige Hunderasse die Island als ihr Ursprungsland bezeichnen darf. Er soll in den Jahren zwischen 874 und 930 mit den Wikingern, den ersten Siedlern Islands, in das Land gekommen sein. Erste Erwähnungen darüber wurden ungefähr auf die Zeit um 880 datiert. Seine Vorfahren sollen zur Jagd verwendete keltische und germanische Hunde gewesen sein und auch eine Verwandtschaft mit dem Norwegischen Buhund wird ihm nachgesagt, aber sicher ist das alles nicht. Er passte sich im Lauf der Jahrhunderte hervorragend an die örtlichen Gegebenheiten und den harten Überlebenskampf des isländischen Volkes an und wurde den Bauern und Viehzüchtern beim Zusammentreiben des Viehs unentbehrlich. Seine Hauptaufgabe besteht darin, versprengte, halbwild lebende Schafe aufzuspüren und sie zusammenzutreiben. Sogar neugeborene Lämmer oder zum trocknen aufgehängte Lebensmittel sichert er zuverlässig vor dem Zugriff fliegender Beutegreifer. Weshalb ihm auch der aufmerksame "Blick zum Himmel" im Blut liegt. Im Jahr 1898 wurde der erste Standard zu dieser Rasse festgelegt, der sich mangels Interesse allerdings nicht durchsetzte und 1972 erneuert bzw. präzisiert wurde. Heute sind sie überall sehr beliebt, obwohl auch sie schon einmal kurz vor der Auslöschung standen.
Beschreibung:
Er ist mittelgroß und wirkt von der Seite gesehen quadratisch, da die Länge seines Körpers vom Buggelenk bis zum Sitzbeinhöcker seine Widerristhöhe übertrifft. Die Tiefe seines Brustkorbes soll gleich der Länge der Vorderläufe sein, so das sein Erscheinungsbild sehr harmonisch wirkt. Der breite Kopf mit dem markanten, relativ kurzen Fang endet mit der dunklen Nase. Seine ausdrucksvollen dunklen Augen blicken sanft, intelligent und fröhlich. Die tief angesetzten, dreieckigen Stehohren sind von mittlerer Größe, haben steife Kanten mit leicht abgerundete Spitzen und sind extrem sensibel. Der kräftige, gerade Rücken soll muskulös, die Lendenpartie breit und der Hals mäßig lang und leicht gebogen sein. Die kräftigen Gliedmaßen sind gerade und die hoch angesetzte, buschige Rute ist leicht über den Rücken geringelt. Rassetypisch sind bei ihm auch die teilweise doppelten Wolfskrallen, die man im Interesse des Tieres aber entfernen sollte. Ihr Fell ist sehr dicht, weich und glatt. Wobei es zwei Haararten gibt, lang- und kurzhaarig, welches in jedem Fall jedoch immer dicht und äußerst wetterfest sein muss. Der Isländische Schäferhund kommt in schönen Farbnuancierungen von loh und creme- bis fuchsfarben vor und auch in dunkleren Farben wie grau, braun und schwarz. Sie sind ca. 38 und 46 cm groß und wiegen um die 14 kg.
Wesen des Hundes:
Diese nimmermüden Vierbeiner, sind robust, anspruchslos, gehorsam und ausdauernd. Es sind flinke, mutige, wachsame, fleißige und niemals bissige oder aggressive Hunde, eher ausgesprochen gutartig und freundlich. Daher eignen sie sich auch besonders gut für den Umgang mit Kindern. Kurz gesagt der Islandhund ist neugierig, sehr freundlich, aufmerksam, lauffreudig, verschmust, selbstbewusst, fröhlich, verspielt aber nie ängstlich. Er hängt voller Hingabe an seinem Menschen und lernt schnell und willig, so das es ist eine Freude ist mit ihnen umzugehen. Sie haben Charakter und Charme.
Pflegehinweise:
Sein Fell sollte regelmäßig gebürstet und gekämmt werden. Sein sanftes Gemüt braucht sehr viel Liebe und Streicheleinheiten und sein großer Bewegungsdrang benötigt unbedingt ausreichend körperliche und geistige Beschäftigung sowie reichlich Auslauf.
Besonderheiten:
Er eignet sich hervorragend als Familienhund und kann wenn er genügend Auslauf hat auch als Wohnungshund gehalten werden. Er ist ein angenehmer Hausgenosse. Als Schutzhunde sind sie überhaupt nicht geeignet, aber als zuverlässige Wachhunde durchaus.