Katalanischer Schäferhund - Perro de Pastor Catalan

Geschrieben am 08.04.2006 von Conni Kreißl

Herkunft und geschichtlicher Hintergrund:
Der Katalanischer Schäferhund, wird auch als Perro de Pastor Catalan, Gos d'Atura oder Català Perro de pastor catalán bezeichnet. Er kommt aus der nordspanischen Provinz Katalonien, welche von der Küste Barcelonas bis zu den Pyrenäen reicht und stammt wahrscheinlich von alten molossoiden spanischen Hunden ab. Obwohl auch einige der Meinung sind, das er von verschiedenen portugiesischen und dem Pyrenäen-Schäferhund Berger des Pyrénées abstammt, worauf auch seine große Ähnlichkeit mit dem letzteren zurückgeführt wird. Der erste Eintrag dieser Rasse erfolgte im Jahr 1915 ins spanische Stammbuch (LEO) mit dem Rüden „Piar“. Sein heutiger Standard wurde allerdings erst im Jahr 1929 durch den Tierarzt Dr. Augustin Franco aufgestellt und von der FCI anerkannt. Dieser basiert auf der Hündin „Iris“ und dem Rüden „Tac“, den ersten Gewinnern einer Ausstellung in Barcelona. Diese beiden waren grau, ähnelten sich auffallend und sind die Stammeltern der meisten heute lebenden dieser seltenen Rasse. Erst im Jahr 1978, als sich der neue Präsident Dr. Evaristo Sannlehi der aussterbenden, einheimischen Rasse annahm und in Katalonien ein Club zur Förderung des Gos d'Atura gegründet wurde, ging es ein wenig aufwärts. Sie gründeten den Zuchtzwinger „Los Laketania“ mit dem Rüden „Menut“ und der Hündin „Tina“. In den Jahren zwischen 1972 und 1982 gab es gerade mal 31 Hunde dieser Rasse die Zuchttauglich waren. Was kein Wunder war, denn außerhalb seiner Heimat war er kaum bzw. gar nicht bekannt. 1987 kam er erst nach Deutschland und Europa, wo man bereits im Jahr 2000 über 100 Hunde dieser Rasse gezüchtet hatte. Heute ist er in Spanien eine der populärsten Hunderassen und auf keiner Ausstellung mehr wegzudenken und auch sonst in der Welt ist er auf dem Vormarsch, da er nach wie vor seine Arbeit bei den Schafherden leistet, bei Arbeitsprüfungen zu sehen ist und sich nebenbei auch einen Platz als Wach- und Begleithund eroberte.
Beschreibung:
Er gibt 2 Schläge den kurzhaarigen Perro de Pastor Gerda bzw. Perro de Pastor Catalan de Pel Corto, der bis auf das kürzere Fell und die Tatsache das er vorm Aussterben steht, dem langhaarigen gleicht und den langhaarigen Perro de Pastor Catalan. Der ein mittelgroßer, langhaariger Hirtenhund ist, der einen breiten, birnenförmigen Kopf mit einer ausgeprägten Hinterhauptregion, einem markanten Scheitelkamm und einem betonten Stop hat. Sein Fang ist stumpf, fast wie abgeschnitten und der Nasenrücken gerade und kurz. Er hat kräftige Backenknochen, dünne, eingezogene Lefzen, eine schwarze Nase und ein Scherengebiss. Die großen, dunklen Augen haben pigmentierte Lieder und starke Wimpern. Die spitzen, hoch angesetzten Ohren sind mittellang, mit feinen Haaren bedeckt und liegen eng am Kopf an. Der etwas kurze Hals ist sehr muskulös, die Brust kräftig und voll und die Rückenpartie gerade und mittellang. Er hat breite, starke etwas kurze Lenden und eine etwas überhöhte kurze Kruppe. Der Bauch soll leicht aufgezogen und die tief angesetzte lange Rute am Ende leicht gebogen sein. Die starken Gliedmaßen sind gerade und etwas kurz. Sein langes, etwas abstehendes Fell, mit der reichlichen Unterwolle, ist glatt, mitunter leicht gewellt, etwas rau und trotzdem seidig. Er kommt in den Mischfarben schwarz mit weiß, silber und rost, schwarz weiß rost oder grau weiß schwarz gemixt und auch in Fauve mit hellen und dunklen Abstufungen vor. Er wird ca. 45 bis 55 cm hoch und wiegt ungefähr 15 bis 25 kg.
Wesen des Hundes:
Er ist ein sehr zurückhaltender, lebhafter, mutiger, überaus treuer und intelligenter Hund, mit edlem Blick. Außerdem ist er sehr wachsam, sehr widerstandsfähig gegen alle Unbilden des Wetters und äußerst genügsam. Dieser Hund folgt nicht nur den Anweisungen seines Herrn, er ist darüber hinaus fähig eigene Entscheidungen zu treffen.
Pflegehinweise:
Sein Fell sollte nur ab und zu mal gebürstet werden, sein Bewegungsdrang aber viel Auslauf im Freien und seine Seele sehr viele Streicheleinheiten bekommen.
Besonderheiten:
Er ist kein Hund für die Wohnung, er braucht den Himmel über sich um sich wohl zu fühlen.