Neuseeländischer Schäferhund - New Zealand Huntaway

Geschrieben am 07.04.2006 von Conni Kreißl

Herkunft und geschichtlicher Hintergrund:
Der Neuseeländische Schäferhund ist auch unter den Namen Neuseeländischer Huntaway, NZ Huntaway, New Zealand Collie, New Zealand Huntaway und New Zealand Sheepdog bekannt. Huntaway heißt übersetzt Hund der Farmer und genau das ist er auch. Er wurde speziell darauf gezüchtet große Schaf- oder Rinderherden mit lautem Gekläffe zu treiben. Die meisten der in Neuseeland verwendeten Hunde sind britischen Arbeitshunde die lautlos arbeiten, doch die neuseeländischen Schäfer wollten lieber Hunde die gelegentlich Laut gaben. So begannen sie die selektive Zucht auf bellende, aktive Schäferhunde, die sich als erfolgreich erwies und den Huntaway erbrachte. Fast ein Jahrhundert lang betrieben sie eine intensive Auswahlzucht. Dafür wurden Arbeitshunde gemixt wie die Rassen Beauceron und Bloodhound, welche rechte Kläffer sind. Sowie Hunde der Rassen Labrador, Rottweiler und Deutscher Schäferhund, als sehr Ausdauernd gelten. Einige der Nachfahren dieser Hunde besaßen schließlich die gewünschten Qualitäten und wurden intensiv weiter gezüchtet. Was die Geburt der Neuen, noch recht jungen Rasse Huntaway, welche mit Ausdauer und Gebell arbeitet, vor ungefähr 100 Jahren zur folge hatte. Die Huntaway dirigieren ihre Herde nur mit ihrer Stimme, was heißt das sie ihre Schützlinge nur mit ihrem Gebell treiben und zusammen halten. In Neuseeland werden sogar nur für diese Schäferhunde spezielle Wettbewerbe unter dem Namen "Huntaways" veranstaltet, welche der Rasse ihren Namen gaben. Obwohl sie noch von keinem Dachverband der Welt, auch nicht vom neuseeländischen, oder vom FCI als "echte" Rasse anerkannt wurde, wird sie heute bereits rein gezüchtet. Heute gibt es sie bereits auch in anderen Ländern, wo sie auch als Begleithund immer beliebter werden.
Beschreibung:
Die New Zealand Huntaway werden als reine Gebrauchshunde gezüchtet, deshalb gibt es für sie keinen festgelegten "optischen Standard", sondern nur ungefähre "Eckdaten". Er ist sehr robust und kräftig gebaut. Der breite Schädel ist lang und mäßig gewölbt, der Fang ist trocken und kompakt. Der muskulöse Hals ist mäßig lang, die breite Brust tief und der lange Rücken gerade, robust und muskulös. Die weit auseinander stehenden Ohren hängen halb herab und sind samtweich. Die runden, aufmerksamen Augen sind dunkel und haben einen intelligenten, manchmal verträumten Ausdruck. Die Gliedmaßen an sich sind schlanker als beim Labrador, aber muskulöser und kräftiger als beim Border Collie. Die ovalen, großen Pfoten haben harte Ballen, gut gewölbte Zehen und kräftige Krallen. Die kraftvollen Schenkel sorgen für eine gute Schnelligkeit und die festen, geraden Vorderläufe sind sehr trittsicher. Seine Rute ist dick, gut befedert und wird herunterhängend getragen. Sein überwiegend schwarzes Fell mit den lohfarbenen Abzeichen ist dicht, wetterfest und liegt eng an. Es gibt aber auch tricolor farbene und gescheckte Tiere. Selbst die Felltypen sind unterschiedlich, wobei Stockhaarige bevorzugt werden, Langhaarige aber auch nicht selten sind. Ihre Größe liegt bei ca. 51 bis 61 cm und das Gewicht bei ca. 18 bis 30 kg.
Wesen des Hundes:
Sie haben ein sehr wirkungsvolles, effektives Bellen, das tief aus der Brust kommt und sie sind körperlich stark, ausdauernd, intelligent und leicht zu trainieren. Sie besitzen einen enormen Bewegungsdrang und wollen hart arbeiten.
Pflegehinweise:
Der Huntaway ist ein Herdengebrauchshund bzw. Koppelgebrauchshund, er braucht also täglich viel Auslauf, eine Lebensaufgabe und die Bestätigung und Liebe als Rudeltier von seiner Familie. Das Bürsten des Fells dagegen sollte regelmäßig aber nicht zu oft erfolgen.
Besonderheiten:
Seine Aufgabe ist es Herden durch unübersichtliches Gelände voranzutreiben, wozu er auch auf die Schafrücken springt und über die Herde läuft wenn es sein muss. Er ist nichts für Anfänger und schon gar nichts für die Wohnungshaltung und man sollte vor der Anschaffung Bedenken das diese Tiere ohne ausreichende Beschäftigung leicht zum "Problemhund" werden. Man sollte ihnen auch beibringen, wann sie bellen sollen und wann nicht, da sie für gewöhnlich keine guten Wachhunde sind und das Leben mit ihnen sonst anstrengend wird.