Sonnensystem - Allgemein

Geschrieben am 07.09.2006 von Conni Kreißl

Die Bezeichnung Sonnensystem steht für ein gravitatives Planetensystem um eine Sonne herum bzw. für ein durch gegenseitige Anziehung beeinflusstes System durch eine Sonne. Womit gleich erklärt ist wieso man ein Sonnensystem auch ein Solar- oder Planetensystem nennt. Es umfasst eine Sonne und die sie stetig umkreisenden Planeten und Zwergplaneten ebenso wie deren Monde und die Kleinkörper wie die Kometen, Asteroiden, Meteoriten und Meteoroiden, inklusive sämtlicher Gas- und Staubteilchen, welche durch die Anziehungskraft dieser Sonne in einer sogenannten himmelsmechanisch hierarchischen Ordnung zusammen gehalten werden.
Das einzige Sonnensystem das die Menschheit einigermaßen kennt, ist das eigene in dem sie lebt. Allerdings besteht 99 Prozent der Gesamtmasse unseres Sonnensystems aus dem zentralen Stern der Sonne, um welche die acht Planeten Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun kreisen. Einige beziehen auch Pluto als neunten Planten mit ein, der zählt aber eigentlich nicht zu den Planeten sondern zu den Zwergplaneten, was sich prinzipiell fast gleich anhört in Wirklichkeit aber ein gewaltiger Unterschied ist.
Dazu kommen einige tausend oder auch Millionen Kleinplaneten, welche sich zwischen Mars und Jupiter befinden und die etwa ein halbes Lichtjahr weiter weg liegende Oortsche Wolke, in welcher sich zahlreiche Kometen befinden.
Wenn man davon ausgeht das zwar nicht jedes Sonnensystem gleich aufgebaut ist, kann man dennoch zumindest davon ausgehen das die Entstehung der verschiedenen Systeme wahrscheinlich ähnlich abläuft. Das heißt erst bildet sich eine Sonne, die erfahrungsgemäß in einem offenen Sternenhaufen steckt und von einer ziemlich heißen Wolke umgeben ist, die überwiegend aus Gasen besteht. Danach entsteht größtenteils durch eine Supernova-Explosion eine Schockwelle durch die sich der Nebel bzw. die Wolke verdichtet um langsam abzukühlen. Wobei sich zuerst die Metalle und ähnliches und anschließend auch die Sulfate und das Eis zu mikroskopisch kleinen Partikeln verbinden, die sich daraufhin zu meter- und auch kilometergroßen Planetesimalen bzw. zu Vorläufern sowie Bausteinen von Planeten verdichteten. Dabei sorgt der Umstand, das sich praktisch alles in einem Sonnensystem in die gleiche Richtung bewegt, dafür, das diese nicht mit allzu hoher Relativgeschwindigkeit aufeinander prallen, sondern sich eher nach und nach ineinander verharken. Wodurch sich allmählich Planeten und andere Himmelskörper bilden, deren gigantische Masse es schon verhindern das die Körper wieder zerbröckeln. Allerdings beginnt damit auch der Augenblick wo die neu entstandenen sonnennahen Himmelskörper schrittweise ihre leichteren Elemente wie Wasserstoff oder Helium verlieren, während die äußeren Körper diese Stoffe wesentlich besser halten können. Was möglicherweise am starken Sonnenwind und an der geringen Schwerkraft der inneren Planeten liegt. Denn diese sind dem Anschein nach der Grund, das die Oberflächen der näheren Planeten teilweise einfach hinweggefegt werden können und die Hüllen der inneren zum Großteil erhalten bleiben. Dazu kommt noch das die leichteren Elemente naturgemäß stehts innerhalb der Planeten nach außen driften und die schwereren immer nach innen. Dieser Vorgang dauert freilich im allgemeinen über den Daumen gepeilt 10 und 300 Millionen Jahre, wobei dieser Zeitraum bei den inneren eher kürzer und bei den äußeren länger ist. Außerdem sind die Himmelkörper umso wärmer umso näher sie an der Sonne sind und demnach auch umso kälter umso weiter sie von dieser weg sind, weswegen die äußersten Himmelkörper eines Sonnensystems erfahrungsgemäß auch von Eis bedeckt sind.
Alle Sonnensysteme befinden sich in der Regel im Weltall und schwirren dort in riesigen Galaxien umher.