Asteroiden

Geschrieben am 08.09.2006 von Conni Kreißl

Asteroiden gehören neben den Kometen zu den kleinen Himmelskörpern im Sonnensystem. Sie bestehen überwiegend aus Gesteinen mit zusätzlichen Beimischungen aus zahlreichen verschiedenen Metallen sowie Kohlenstoffverbindungen. Es gibt allerdings auch Ausnahmen welche nur aus Metallen bestehen wie Eisen und Nickel. Wobei dieses Erkenntnis auf den Untersuchungen des Weltraumschutts beruht, welcher im lauf der Zeit auf die Erdoberfläche fiel. Von diesen gefundenen Resten bestanden 92,8 Prozent aus Silikaten bzw. Gesteinen, 5,7 Prozent aus Nickel und Eisen und nur einige wenige aus einem Mix aller drei Materialien. Und das obwohl diejenigen aus Stein wesentlich schwerer zu erkennen bzw. zu finden sind als welche aus Metall, da sie irdischen Gesteinen sehr ähnlich sehen.
Sie umkreisen die Sonne ebenso wie die Planeten, sind aber bedeutend kleiner als diese, weshalb sie gelegentlich auch als winzige Planten bezeichnet werden. Ihre Größe umfasst eine gewaltige Spannweite, welche bei Durchmessern von 1.250 km beginnt, wie sie der Quaoar aufweist und endet bei der Größe von Kieselsteinen. Wobei heute bereits sechzehn Asteroiden innerhalb der Erdumlaufbahn bis hinter Saturns Orbit entdeckt wurden, die einen Durchmesser von 240 oder mehr Kilometern aufweisen. Dazu kommen sechsundzwanzig bekannte Asteroiden mit einem Durchmesser von mehr als 200 km und mehrere hundert Tausende die zu klein sind, um von der Erde aus gesehen zu werden.
Die Asteroiden bewegen sich größtenteils auf fast kreisförmigen Umlaufbahnen und auf den gleichen Ebenen wie die Planeten um die Sonne. Nur das sie auf Grund ihrer Größe und der Tatsache das sie keinen Schweif haben wie beispielsweise Kometen, für das bloße Auge nicht sichtbar sind.
Die meisten Asteroiden, der geschätzten mehr als 10 Millionen in unserem Sonnensystem, befinden sich in dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Einige befinden sich aber auch auf Umlaufbahnen, welche die Erdbahn kreuzen. Wobei all die als gefährlich gelten, die der Erde näher als 7,5 Millionen Kilometer kommen und größer als 150 Meter sind. Andere haben in vergangener Zeit auch schon mal die Erde getroffen, was wunderbar am Beispiel des Barringer Meteorkraters in der Nähe von Winslow Arizona zu erkennen ist. Denn dort hinterlies ein nur etwa 30 Meter großer Eisen-Nickel-Asteroid einen Trichter von ungefähr 1200 Meter Durchmesser und 170 Meter Tiefe.
Allerdings muss auch gesagt werden das es täglich Einschläge auf der Erde gibt, ohne das jemand etwas davon mitbekommt, da die Brocken teilweise derart klein sind, das sie beim Eintritt in die Erdatmosphäre gleich verglühen und nur noch als feines Pulver auf die Erde rieseln. Demgegenüber schätzt man, das weltweit jährlich über den Daumen gepeilt 10.000 bis 50.000 kleinere Bruchstücke nicht verglühen, also zu Boden fallen.
Allerdings bezeichnet man sie dann nicht mehr als Asteroiden sondern als Meteoroiden. Das heißt eigentlich wandelt sie sich beim Eintritt in unsere Erdatmosphäre erst einmal in einen Meteor. Diesen erkennt man an seinem hellen Lichtstrahl beim fallen, welcher durch seine Verbrennung, die durch seine extrem hohe Geschwindigkeit und die dadurch entstehende Reibung, ausgelöst wird. Erst der Rest der nicht verbrannte sondern auf der Erde aufschlägt, den nennt man dann Meteorit.
Asteroiden bestehen höchstwahrscheinlich aus Materialien die nach der Entstehung ihres Sonnensystems übrig geblieben sind. Manche Experten meinen allerdings das sie eher als Hinterlassenschaften von Planeten zu betrachten sind, die vor sehr langer Zeit durch eine gewaltige Kollision oder etwas ähnliches zerstört wurden. Und wieder andere behaupten sie bestehen aus Material das sich, warum auch immer, nie zu einem Planeten formte. Dies klingt umso wahrscheinlicher, je mehr man die Tatsache in Betracht zieht, das die gesamte Masse aller bisher bekannten Asteroiden in komprimiertem Zustand gerade mal ein Objekt mit einen Durchmesser ergibt, der unter dem halben Monddurchmesser liegt.
Die meisten Erkenntnisse über Asteroiden vor 1991 stammen von Beobachtungen von der Erde aus und spätere von Raumsonden, welche zur Erkundung ins All gesendet wurden. Die fanden auch heraus das der weltbekannte Asteroidengürtel ausgesprochen leer ist und die Asteroiden untereinander durch sehr große Abständen voneinander getrennt sind. Zu den von der Erde aus beobachteten gehören einige sehr nennenswerte Asteroiden wie Toutatis, Geographos, Castalia und Vesta, welche von irdischen Radarstationen aus studiert wurden, während diese sich der Erde angenähert hatten. Vesta wurde dagegen vom Hubble Space Telescope HST aus beobachtet.
Heutzutage denkt man sogar schon über sind eine ganze Reihe von Nutzungsmöglichkeiten der Metalle und anderen Materialien wie dem Silizium von Asteroiden nach, welche man als Baustoffe für künftige Raumstationen verwenden könnte. Außerdem ließen sich eventuell Treibstoffe für Raumfahrtmissionen aus Kometenmaterial gewinnen. Allerdings würde sich wegen der zu hohen Kosten ein Transport der Rohstoffe zur Erde nur bei Edelmetallen wie Gold und Platin lohnen. Weshalb ein solches Unternehmen zweifellos noch für die nächsten Jahrzehnte ausgeschlossen werden kann.