Aufbau des Systems

Geschrieben am 14.09.2006 von Conni Kreißl

Obwohl höchstwahrscheinlich jedes Sonnensystem ein wenig anders aufgebaut ist, wird der Grundaufbau jedes einzelnen Sonnensystems vermutlich größtenteils sehr ähnlich sein. Dies wird von Experten bestätigt, welche an Hand zahlloser weiterer entdeckter und analysierter Sonnensysteme feststellten, das unser Sonnensystem etwas ganz normales im Universum ist. Aus diesem Grunde möchte ich hier überwiegend möglichst auch nur auf unser eigenes Sonnensystem näher eingehen.
Dieses entstand nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ungefähr vor 4,56 Milliarden Jahren. Es besteht wie jedes andere Sonnensystem auch, aus verschiedenen Himmelskörpern, die sehr spezielle Eigenschaften aufweisen, welche in mancher Hinsicht durch ihre Entstehung geprägt wurden und andererseits durch ihre differenzierte Entwicklung. Wobei ebenfalls ihre verschieden großen Distanzen zum Zentralgestirn der Sonne sowie ihre unterschiedlichen Massen einen gewissen Einfluss darauf haben.
Zu diesen Himmelskörpern gehören Planeten wie Merkur und Venus die inneren Planeten, Erde und Mars die terrestrischen Planeten sowie Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun die äußeren Planeten. Darüber hinaus Zwergplaneten wie Pluto und der neu entdeckte 2003 UB313. Des weiteren Asteroiden bzw. Planetoiden wie Sedna und der ebenfalls auch neu entdeckte Quaoar. Aber ebenso Meteoroiden, welche kleiner als 1 km sind und die Sonne unabhängig von anderen planetaren Körpern umlaufen. Meteoriten die beim Sturz auf die Erde nicht in der Atmosphäre verglühten und als Überreste an der Einschlagstelle geborgen werden können und Meteore, welche in der Erdatmosphäre vollständig verglühen und im allgemeinen als Sternschnuppen bezeichnet werden. Dazu kommen auch noch Kometen, die aus Eis und Staub bestehen, stark elliptische, parabolische oder sogar hyperbolische Bahnen aufweisen und in die Nähe der Sonne teilweise verdampfen. Vergessen sollte man auch keinesfalls die Monde, die sich in den Satellitenkreisbahnen um mancherlei Planeten befinden und meist natürliche Objekte von größerer Masse sind. Satelliten zählen zwar nicht immer dazu, denn es existieren heutzutage zumindest in unserem Sonnensystem bereits künstliche Objekte dieser Art. Da diese Bezeichnung allerdings ebenso natürliche Objekte beinhaltet die vereinzelte Planeten umkreisen, zähle ich sie hier einfach mal mit dazu. Das wichtigste an einem Sonnensystem ist allerdings der Stern in der Mitte um den sich alles herum dreht, das sogenannte Zentralgestirn, die Sonne. Das ist der Teil des Systems mit der größten Masse, welcher in unserem Fall genau 333.000 Erdmassen in sich vereinigt, was annähernd 99,865 Prozent der Gesamtmasse unseres Sonnensystems ausmacht. Denn wenn man alle acht Planeten und Pluto noch dazu nimmt ergibt das zusammen gerade mal 446,7 Erdmassen, wovon allein Jupiter 317 Erdmassen beansprucht, was etwas mehr als eine Promille der Gesamtmasse ist. Alle bekannten Monde der Planeten haben dagegen insgesamt nur 0,12 Erdmassen zu bieten.
Wobei die inneren Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars, welche der Sonne am nächsten sind, einen Durchmesser zwischen 4.878 km und 12.756 km und eine Dichte zwischen zirka 3,95 g/cm3 und 5,52 g/cm3 aufweisen. Zwischen Mars und Jupiter befindet sich dann der Asteroidengürtel, dessen Objekte teilweise stark elliptische Umlaufbahnen haben, wovon einige sogar die Merkur- (Icarus) beziehungsweise die Uranusbahn (Chiron) kreuzen. Dort befindet sich auch der Zwergplanet Ceres, der mit nahezu 960 km der größte dieser Körper ist.
Dazwischen befindet sich der Asteroidengürtel, welcher das System zwischen Mars und Jupiter in das innere und äußere Planetensystem teilt und aus Meteoriten und Kometen, sowie tausenden von Asteroiden, interplanetarem Staub und noch ein paar anderen Körpern besteht. Wobei die Umlaufbahn innerhalb dieses Asteroidengürtels zwischen drei und sechs Jahren liegt und einige der Asteroiden Jupiter so nahe kommen das dieser sie einfängt und zu neuen kleinen Jupitermonden werden lässt.
Zu den äußeren Planeten gehören die Gasriesen Jupiter und Saturn, sowie die Planeten Uranus und Neptun mit Dichten zwischen 0,7 g/cm3 und 1,66 g/cm3. Deren mittlere Abstände von der Sonne lassen sich durch wissenschaftlich mathematische Reihen wie der Titius-Bode-Reihe veranschaulichen, wodurch gewisse Unregelmäßigkeiten in den Bahnabständen auffallen. So lässt sich der mittlere Abstand des Asteroidengürtels in dieser Reihe einordnen, der von Neptun jedoch nicht. Dahinter folgen die zwei Zwergplaneten Pluto und Sedna. Dazu kommt das seit den neunziger Jahren weit mehr als 500 Objekte gefunden wurden, die sich jenseits der Neptunbahn bewegen und den Kuipergürtel bilden, welcher ein Reservoir für die Kometen der mittleren Umlaufperioden ist und aus unzähligen Asteroiden und Planetoiden besteht. Er erstreckt sich grob geschätzt über eine Länge von ca. 150 Milliarden km. Dahinter wiederum befindet sich die Oortsche Wolke, welche höchstwahrscheinlich mehr als 100 Milliarden Kometen beinhaltet, die vermutlich unser Sonnensystem fast kreisförmig um runden. Aus dieser werden durch Gravitationsstörungen gelegentlich vorbeiziehender Sterne Körper herausgerissen, welche als langperiodische Kometen in die inneren Bereiche des Sonnensystems gelangen.
Dahinter wiederum befindet sich die Oortsche Wolke, welche höchstwahrscheinlich mehr als 100 Milliarden Kometen beinhaltet, die vermutlich unser Sonnensystem fast kreisförmig um runden. Aus dieser werden durch Gravitationsstörungen gelegentlich vorbeiziehender Sterne Körper herausgerissen, welche als langperiodische Kometen in die inneren Bereiche des Sonnensystems gelangen.
Danach gibt es über eine Entfernung von nahezu 4 Lichtjahren anscheinend gar nichts und erst danach beginnt das nächste Sonnensystem im Abstand von etwa 38.000.000.000.000 Kilometern. Wobei die Grenze zwischen dem Sonnenwind und dem interstellarem Medium von der sogenannten Heliopause gebildet wird, die man in einer Entfernung von ungefähr dem 150-fachen Abstand von Erde-Sonne oder dem 4-fachen von Pluto-Sonne vermutet, was aber bis heute nicht bewiesen werden kann.