Der Mond

Geschrieben am 15.09.2006 von Conni Kreißl

Damit meine ich nicht irgendeinen Mond der um einen beliebigen Planeten schwirrt, sondern unseren Mond. Den Mond der unablässig unsere Erde umrundet, obwohl er auf Grund der Anziehungskraft der Erde keine Eigenrotation besitzt.
Er saust in einer Entfernung von 348.000 km um die Erde, hat eine Temperatur von -150 bis +110 Grad Celsius, eine Dichte von 3,3 g/cm3 und einen Durchmesser von 3476 Kilometern. Er ist für die Gezeiten auf unserem Planeten verantwortlich und neben der Erde im Moment noch der einzige Himmelkörper den die Menschheit je betreten hat. Zudem gehen Experten davon aus, das der Mond, indem er die Gezeiten verursacht, dafür verantwortlich ist, das es das Leben auf der Erde aus dem Wasser heraus auf das Land geschafft hat.
Entstanden ist er mutmaßlich durch eine Kollision eines marsgroßen Himmelskörpers mit der Erde, nachgewiesen konnte dies aber bis jetzt nicht werden. Aus diesem Grunde diskutieren gewisse Experten und Wissenschaftler auch schon seit Jahrhunderten über verschiedene Theorien zur Entstehung des Mondes.
Zu denen gehört beispielsweise die Abspaltungstheorie, welche besagt das der Mond aus einem abgetrennten Tropfen der heißen, noch zähflüssigen und schnell rotierenden Proto-Erde entstand. Die Verteidiger der Einfangtheorie meinen hingegen Erde und Mond sind unabhängig voneinander in verschiedenen Regionen des Sonnensystems entstanden und die Proto-Erde fing den Proto-Mond bei einer engen Begegnung durch ihre Gravitation ein. Dagegen wettern die Vertreter der Schwesterplanet-Theorie, die darauf bestehen das Erde und Mond gleichzeitig und nahe beisammen entstanden sind. Dazu kommen zusätzlich die Fürsprecher der Öpik-Theorie, die behaupten das der Vorläufer des Mondes aus der Materie entstand, die von einer heißen Proto-Erde abdampfte. Aber auch die selbsternannten Fans der Viele-Monde-Theorie lassen sich nicht unterkriegen die der Meinung sind, das mehrere Monde gleichzeitig eingefangen wurden, die nach einiger Zeit kollidierten und der heutige Mond sich dann aus den Bruchstücken bildete. Zum Schluss kommen noch die Befürworter der Kollisionstheorie, welche darauf beharren das die Proto-Erde mit einem sehr großen Körper bzw. einem etwa marsgroßen Objekt namens Theia kollidierte und sich der Mond dann aus einem Teil der abgeschlagenen Materie beider Körper bildete, der in eine Umlaufbahn um die Erde geriet und sich dort zum Mond zusammen ballte.
Wie schon gesagt, so richtig weiß es niemand, aber Hypothesen darüber gibt es eine ganze Menge, nur beweisen kann die eben leider keiner. Eine endgültige Klärung verspricht man sich in der Zukunft von der Mondgeologie, welche beispielsweise durch Bohrungen auf dem Mond oder Untersuchungen seiner innerlichen Zusammensetzungen konkrete Daten liefern könnte, die Rückschlüsse auf seine wahre Entstehungsgeschichte zulassen.
Der Mond hat im Vergleich zur Erde einen auffällig großen Mangel an Eisen sowie an leicht flüchtigen Elementen. Weshalb es nicht sehr verwunderlich ist das seine Dichte mit 3,3 g/cm3 wesentlich geringer ausfällt als die der Erde mit 5,5 g/cm3, womit seine Dichte gerade einmal der Dichte des Erdmantels entspricht. Wohingegen die isotopische Zusammensetzung der Gesteine, im Gegensatz zum Rest des Sonnensystems, sowohl bei der Erdkruste als auch bei der Mondoberfläche nahezu identisch sind. Was wiederum sehr wohl wissenschaftlich erwiesen ist, denn die Sauerstoff-Isotopenverhältnisse von irdischem Gestein beispielsweise entsprechen denen von Apollo-Proben sowie Mondmeteoriten. Außerdem konnte auf diese Weise überdies ermittelt werden das der Mond mindestens zur Hälfte aus sehr erdähnlichem Material besteht.
Der Mond besitzt eine an seine Umlaufbewegung gebundene Rotation bzw. eine sogenannte synchronisierte Eigendrehung und zeigt dadurch der Erde immer nur die gleiche Seite. Dies kommt wahrscheinlich, weil der Drehimpuls des Erde-Mond-Systems ungewöhnlich hoch ist und der Mond sich deswegen im gleichen Drehsinn genauso schnell um sich selbst dreht wie um die Erde.
Er soll nach wissenschaftlichen Berechnungen und einer neuartigen, gesteinsanalytischen Untersuchung von Wissenschaftlern aus Köln, Münster und Oxford über die Wolfram-128-Isotope ungefähr 4,527 Milliarden Jahre alt sein.