Monde

Geschrieben am 19.09.2006 von Conni Kreißl

Ein Mond ist ein natürlich entstandener Himmelskörper der umgangssprachlich auch als Satellit oder Trabant bezeichnet wird und zur Synonymgruppe der Begleiter gehört, wird im lateinischen Luna und im griechisch auch Selene genannt. Monde sind im allgemeinen nicht selbst leuchtende Objekte, die einerseits aus Eis, Silikaten bzw. Metallen bestehen wie Titan und Ganymed oder nur aus Silikaten und Metallen wie der Erdmond und der Satellit Io. Sie können Staubtrocken sein oder dicke obere Eisschichten haben, welche wie bei den Monden des Jupiter Europa und Kallisto induzierter Magnetfelder besitzen, die auf elektrisch leitende Reservoire flüssigen Wassers hinweisen, die sogar mehr Wasser enthalten können als alle Ozeane der Erde zusammengenommen.
Sie kommen in den unterschiedlichsten Größen und Klassen vor und sind manchmal sogar größer als Planeten ihres Sonnensystems. Es gibt sogar Monde auf denen Leben möglich ist, da einige eine Atmosphäre besitzen die Leben ermöglicht und andere einen perfekten Außenposten abgeben.
Ein natürlicher Mond umkreist immer einen anderen natürlichen Himmelskörper wie einen Planeten oder Planetoiden, der wiederum beständig gemeinsam mit seinem Satelliten das Zentralgestirn seines Planetensystems bzw. Sonnensystems umrundet. Zumindest ist bis heute kein Fall bekannt in dem ein Satellit einen weiteren, eigenen natürlichen Satelliten hat, was aber nicht heißt das dieser Fall nicht unter bestimmten Umständen auch möglich sein könnte.
Erstaunlicherweise haben auch manche Asteroiden einen eigenen Satelliten. So fotografierte die Sonde Galileo beispielsweise 1993 den Mond Dactyl des Asteroiden Ida und auch beim Asteroiden Eugenia konnte 1999 ein solcher Satellit nachgewiesen werden.
Wobei Dactyl eigentlich selbst ein kleiner Asteroid ist, der einen Durchmesser von gerade mal 1,4 Kilometern hat und Ida in etwa 85 km Entfernung umkreist, was einer Umlaufzeit von 37 Stunden entspricht. Während Ida ein Asteroid des Asteroidenhauptgürtels ist, der eine helle silikatreiche Oberfläche besitzt, in rund 4 Stunden und 38 Minuten um die eigene Achse rotiert und eine sehr unregelmäßige Form mit Abmessungen von ungefähr 56 mal 24 mal 21 Kilometern aufweist. So wie diese beiden gibt es im All noch unzählige weitere Asteroiden-Satelliten Gespanne, deswegen sollen diese zwei hier einmal stellvertretend für die anderen stehen.
Obwohl Monde auch in jedem beliebigen anderen Sonnensystem existieren möchte ich hier trotzdem nur kurz auf unser Planetensystem eingehen. Denn allein in diesem haben sechs Planeten und zwei Zwergplaneten einen oder mehrere Satelliten.
Wobei die Erde hier der einzige Planet mit nur einem Satelliten ist, der dazu auch noch ganz schlicht Mond genannt wird und keinen anderen eigenen Namen erhielt. Mars kann dagegen schon 2 Monde aufweisen die man Phobos und Deimos nennt. Jupiter hat sogar den größter Mond des Sonnensystems genannt Ganymed, dazu kommen Io, Europa, Kallisto und noch weitere 59 bekannte Monde die ihn fleißig umrunden, womit er allein gewaltige 63 Satelliten besitzt. Saturn kommt zwar nur auf 50 Monde, wovon die wichtigsten der Titan mit seiner dichten Atmosphäre, Rhea, Enceladus, Dione, Tethys, Hyperion und Iapetus sind, aber auch das ist schon beachtlich. Der Uranus kann dagegen nur mit 27 Monden aufwarten, wovon Titania, Oberon, Ariel, Umbriel und Miranda wahrscheinlich die bekanntesten sind. Als letzter der anerkannten Planeten folgt noch Neptun mit seinen nur 13 Monden, von denen mancher wahrscheinlich neben Triton gerade mal Proteus, Naiad, Despina, Galatea, Larissa und noch ein paar wenige kennt. Nur Merkur und Venus haben anscheinend keine Monde bzw. bei ihnen konnten bisher keine gefunden werden.
Aber auch bei zwei unserer bis jetzt anerkannten Zwergplaneten konnten eigene Satelliten festgestellt werden. So umkreisen den Pluto die Monde Charon, Nix und Hydra und den Zwergplaneten 2003 UB313 bzw. Eris umrundet ein Mond namens Dysnomia, während bei Ceres noch kein Mond nachgewiesen werden konnte. Es ist jedoch zu vermuten das es noch wesentlich mehr noch unentdeckte Monde gibt, die erst noch gefunden werden müssen.