Planet Erde

Geschrieben am 21.09.2006 von Conni Kreißl

Der Planet Erde der vor ungefähr 4,5 Milliarden Jahren entstand befindet sich momentan auf einer Umlaufbahn die nahezu 149.600.000 Kilometer von der Sonne entfernt ist, wodurch ein Erdjahr heute 365 Tage und ein Erdtag 24 Stunden hat. Das war nicht immer so, da die Erde in Wechselwirkung mit dem Mond steht, was die Erdrotation um annähernd 2 Millisekunden pro Jahrhundert bremst, weshalb Experten davon ausgehen das es vor zirka 900 Millionen Jahren 481 Tage mit jeweils 18 Stunden pro Jahr gab.
Auf der Erde herrschen gegenwärtig auf der Oberfläche Temperaturen zwischen -89 bis +65 Grad Celsius, während es in ihrem inneren 4.000 Grad heiß wird. Sie hat einen Durchmesser von zirka 12.756,3 Kilometern und eine Masse von 5,972 · 1024 kg.
Sie ist bisher der einzige Planet dessen Name nicht aus der Griechischen oder Römischen Mythologie sondern vom englischer Earth abstammt.
Im inneren besteht sie scheinbar vorwiegend aus Nickel, Eisen und ein paar etwas leichteren Elementen, während ihr unteres Mantel sich höchstwahrscheinlich überwiegend aus Silizium, Magnesium und Sauerstoff mit etwas Eisen, Kalzium und Aluminium zusammensetzt. Der obere Mantel setzt sich definitiv aus Olivin und Pyroxenen bzw. aus Eisen- und Magnesium-Silikaten, Kalzium und Aluminium zusammen und die Kruste besteht mehrheitlich aus Quarz bzw. Siliziumdioxid und anderen Silikaten wie Feldspat.
Die Erdatmosphäre ist hingegen eine Mischung aus 77% Stickstoff und 21% Sauerstoff mit Spuren von Argon, Kohlendioxid und Wasser. Wobei der Gehalt an Kohlendioxid während der Entstehungszeit der Erde vermutlich viel höher war, er sich im laufe der Zeit jedoch zum größten Teil in karbonaten Felsen gebunden, sich zu einem geringeren Teil in den Ozeanen gelöst und von lebenden Pflanzen verbraucht wurde.
Die Erdoberfläche ist zu 71 Prozent mit Wasser bedeckt, womit die Erde derzeitig der einzige bekannte Planet ist an dessen Oberfläche Wasser in flüssiger Form vorhanden ist. Andere Himmelskörper wie der Titan haben zwar auch eine teilweise flüssige Oberfläche, doch diese besteht aus Ethan oder Methan und beim Mond Europa existiert flüssiges Wasser nur unter der Oberfläche. Dieses oberflächliche flüssige Wasser ist aber die Voraussetzung für Leben, es fungiert als Wärmespeicher, stabilisiert die Temperatur und ist zugleich auch noch für die in unserem heutigen Sonnensystem einzigartige Erosion und die Wetterbildung auf der Erde verantwortlich.
Die Erde hat nur einen anerkannten natürlichen Satelliten, den Mond. Dazu kommen aber Tausende kleiner künstlicher Satelliten die inzwischend in eine Umlaufbahn um die Erde herum gebracht wurden. Außerdem stehen die Umlaufbahnen der Asteroiden 3753 Cruithne und 2002 AA29 in einem ziemlich komplizierten Zusammenspiel mit der Erde und dann gibt es Lilith das Kleinchen bzw. der umstrittene zweite natürliche Mond der Erde. Über dessen Existenz streiten sich gewisse Leute bzw. Astronomen nun schon seit dem Jahr 1846, als Frederic Petit, Direktor des Observatoriums in Toulouse, seine Entdeckung bekannt gab. Die aber immer noch nicht hundertprozentig fest steht. Er wurde zwar auch von den Entdeckern Lebon und Dassier in Toulouse sowie durch einen dritten, Lariviere in Artenac, während des frühen Abend des 21. März 1846 gesichtet und soll eine elliptisch Umlaufbahn mit einer Periode von 2 Stunden 44 Minuten 59 Sekunden haben, doch danach wurde er anscheinend nicht mehr gesehen so sehr andere Astronomen seitdem auch suchen. Weshalb seine Existenz auch nicht anerkannt wurde.
Die Erde ist der einzige Planet wo es erwiesenermaßen und unleugbar Leben gibt, obwohl es garantiert noch viel mehr Planeten gibt die diese Eigenschaft besitzen, nur wir kennen eben keinen. Allerdings ist eines ziemlich seltsam, die selben Experten, welche hartnäckig darauf beharren, das es kein weiteres Leben in unserem Universum gibt, stellten zugleich auch unsere Existenz zumindest Experimentell ausversehen einmal in Frage. Denn nach den Tests und Kontrollexperimenten die mit einigen Bodenproben aus den Trockentälern der Antarktis und mit dem Bodenprobenmaterial vom Mars, welche der Viking-Lander auf seiner NASA-Viking-Mission einsammelte, gemacht wurden, stimmten die in der Antarktis erzielten Resultate weitgehend mit denen vom Mars überein. Das heißt die Biologischen Experimente waren sowohl beim Erdboden als auch beim Marsboden positiv, während die organischen Analysen in beiden Fällen gleich negativ ausfielen. Leider wurde darüber jedoch nichts oder nur wenig veröffentlicht, da damit nicht nur die Frage im Raum stünde ob es nun Leben auf dem Mars gibt, sondern vielmehr ob es Leben auf der Erde gibt. Das soll nicht heißen das nun unbedingt Leben auf Planeten wie beispielsweise in dem Fall auf dem Mars existiert, was ich ganz persönlich bezweifle, aber bedenklich ist dieses Forschungsergebnis schon. Denn das könnte ja heißen, das nur an der falschen Stelle oder aber mit den falschen Mitteln gesucht wurde, doch darüber möchte ich lieber gar nicht erst nachdenken. Oder Sie? Obwohl die Erde der Heimatplanet der Menschen ist interessiert sich die Menschheit nicht sehr für sie, denn trotz der Möglichkeiten die sie hätte, ist bis heute nur ein sehr kleiner Teil der Erde erforscht. Genaugenommen hat sie, wenn die Erde ein Apfel oder ein Pfirsich wäre, noch nicht einmal die Schale durchbohrt, dafür wird sie allerdings mit höchster Intensität und geradezu perfider Gründlichkeit in allen nur möglichen Richtungen und Arten buchstäblich ausgeschlachtet und verwüstet.
Die Erde war einst ein einziger Lava-Klumpen und hatte keine feste Oberfläche, da sie erst im laufe der Zeit die Millionen Jahre dauerte abkühlte, eine Erdkruste sowie eine Atmosphäre bildete und so bewohnbar wurde. All dies scheint die selbsternannte Krone der Schöpfung in den paar Jahrhunderten ihrer Existenz aber mit einem erstaunlichen Höchstmaß an Ignoranz und Selbstüberschätzung zu zerstören, das es schon erschreckend ist oder sich die Frage stellt ob die gute alte Erde ohne die Schöpfung der Menschheit nicht besser dran gewesen wäre.