Planet Jupiter

Geschrieben am 21.09.2006 von Conni Kreißl

Mit diesem Jupiter ist nicht der Badeort an der rumänischen Schwarzmeerküste gemeint, der einige Kilometer südlich von Constanţa liegt, sondern der fünfte und obendrein größte Planet in unserem Sonnensystem, von unserer Sonne aus gesehen. Dieser Planet besitzt ein so gigantisch großes Magnetfeld, das Menschen sich ihm nur bis auf etwa 300.000 Kilometer nähern könnten, ohne das die Strahlung für sie tödlich wäre. Seine Magnetosphäre dehnt sich erstaunlicherweise über 650 Millionen Kilometer aus und reicht somit bis weit hinter die Umlaufbahn des Saturn.
Jupiter wurde nach dem römischen König der Götter gleichen Namens benannt, welcher in der Mythologie Herrscher über den Olymp und Patron des römischen Staates war. Was nicht verwundert wenn man bedenkt das er schon seit prähistorischer Zeit bekannt ist.
Jupiter wurde nach dem römischen König der Götter gleichen Namens benannt, welcher in der Mythologie Herrscher über den Olymp und Patron des römischen Staates war. Was nicht verwundert wenn man bedenkt das er schon seit prähistorischer Zeit bekannt ist. Er gehört zur Kategorie der Gasplaneten, hat keine feste Oberfläche und ist dazu auch noch unglaubliche 1.400 mal größer als unsere Erde. Außerdem umkreist er die Sonne in einer Entfernung von ungefähr 778.330.000 Kilometern, was annähernd 5,20 Astronomischen Einheiten entspricht, wodurch ein Jupiterjahr rund 11 Jahre und ein Jupitertag 9 Stunden dauert. Er hat einen mittleren bzw. äquatorialen Durchmesser von etwa 142.984 Kilometern, eine durchschnittliche oberflächliche Temperatur von zirka 160 Grad Celsius, eine innere Temperatur von umgerechnet etwa 19726.85 Celsius, die höher als die der Sonne ist. Seine Masse beträgt ungefähr 1,900 · 1027 kg, womit er einerseits 318 mal soviel wiegt wie die Erde und andererseits nahezu doppelt soviel Masse besitzt als alle anderen Planeten unseres Sonnensystems zusammen.
Durch seine extrem hohe Rotation um seine eigene Achse entstehen auf ihm fortwährend Wirbelstürme, die Geschwindigkeiten von mehr als 600 km/h erreichen und manchmal von der Erde aus als rote Flecken zu sehen sind. Der auffälligste dieser Stürme ist größer als die Erde und wirbelt seit über 350 Jahren an ein und der selben Stelle herum. Die Winde welche zu den Stürmen führen werden aber auch teilweise durch die gewaltige innere Hitze dieses Planeten hervorgerufen.
Jupiter besteht wie die Sonne überwiegend aus Helium und Wasserstoff, wobei dieser Mix mit zunehmender Tiefe mutmaßlich immer dichter und damit auch heißer wird, bis sich der Wasserstoff am Ende erst zu einer Art elektrisch leitender Flüssigkeit und danach zu Metall entwickelt. Im Inneren hat er wahrscheinlich einen festen Kern aus felsigem Material in einer Größenordnung von ungefähr 10 bis 15 Erdmassen. Während sich der Hauptmasseanteil des Planeten in Form von flüssigem metallischen Wasserstoff, der aus ionisierten Protonen und Elektronen besteht, oberhalb des Kerns befindet. In dieser außergewöhnlichen Form kann Wasserstoff aber nur bestehen wenn sein Umgebungsdruck über vier Millionen Bar liegt.
Genaugenommen besteht er aus 90 % Wasserstoff und 10 % Helium zumindest wenn man nach der Anzahl der Atome geht und aus 75 % bzw. 25 % wenn man nach der Masse geht. Dazu kommen winzigen Mengen von Methan, Wasser, Kohlendioxid, Sauerstoff Ammoniak, Gesteinen und anderen einfachen Molekülen, was der ehemaligen Zusammensetzung des ursprünglichen Sonnennebels sehr nahe kommt, aus dem einst das gesamte Sonnensystem entstand. Eine sehr ähnliche Zusammensetzung besitzt auch der Saturn, Uranus und Neptun enthalten dagegen viel weniger Wasserstoff und Helium.
Er ist gleich nach Sonne, Mond und Venus das vierthellste Objekt am Himmel, obwohl ihn der Mars zu manchen Zeiten darin zu übertrumpfen scheint.
Um Jupiter herum hat sich im laufe der Zeit ebenso wie beim Saturn ein Ring gebildet, nur das der vom Jupiter etwa 30 Kilometer dick ist, aus kleinen Staub- und Gesteinsbröckchen besteht und wesentlich dunkler ist als der vom Saturn da er kein Eis zu enthält. Außerdem umkreisen ihn mindestens 63 Monde der unterschiedlichsten Größen, so viele sind jedenfalls bis heute entdeckt worden. Einige von diesen sind größer als der Merkur, die meisten sind jedoch nur wenige Kilometer große. Diese Monde sind mancherorts auch als Galileische Monde bekannt, da Galilei die ersten vier großen Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto entdeckte. Diese Entdeckung Galileos war der Hauptgrund für die Inquisition von Kopernikus, denn mit ihnen wurden erstmals Himmelskörper entdeckt, deren Mittelpunkt der Bewegung nicht die Erde war. Was zum Galileischen Zitat „Und sie dreht sich doch“ führte, welches eigentlich tatsächlich von Giordano Bruno stammt und die heliozentrische Theorie über die Bewegung der Planeten zum Inhalt hatte.
Der Planet Jupiter gehört zu den wenigen Himmelskörpern, welche die Menschen per Sonde schon näher untersuchten. Dies geschah zum ersten Mal 1973 durch die Sonde Pioneer 10 und später besuchten ihn obendrein noch die Sonden Pioneer 11, Voyager 1, Voyager 2 und die Ulysses. Augenblicklich saust die Sonde Galileo um ihn herum und sendet möglichenfalls mindestens noch die nächsten zwei Jahre Daten zur Erde. Da der Jupiter aber ein Gasplanet ist kann man leider nur die Oberseite der Wolken bzw. des gasförmigen Materials bis zu einer Tiefe von lediglich 150 Kilometern einsehen.
Diese Wolkenschicht lässt sich unbestritten in drei getrennte Ebenen teilen, die mutmaßlich aus Ammoniak-Eis, Ammoniumhydrosulfid und einem Mix aus Eis und Wasser bestehen. Diese Substanzen sind möglicherweise auch für die recht lebhaften Farben in den Wolken verantwortlich, die ein Resultat feiner chemischer Reaktionen von Spurenelementen sind. Diese Farben verändern sich meist mit der Höhe der Wolken, wobei sie in den niedrigsten blau sind, gefolgt von braunen und weißen und in den höchsten Bereichen rot erscheinen.