Planet Neptun

Geschrieben am 28.09.2006 von Conni Kreißl

Neptun, der Zwillingsbruder des Uranus, ist der eigentliche und wahrhaftige blaue Planet in unserem Sonnensystem und nicht wie oft fälschlich erwähnt die Erde. Er ist der achte und damit auch der äußerste Planet in unserem Sonnensystem. Dieser Planet, welcher in die Kategorie der jupiterähnlichen bzw. iovianischen Planeten gehört, wurde einst nach dem römischen Gott des Meeres und der Fließgewässer benannt.
Er ist ein außerordentlich kompakter Gasplanet mit einer Dichte von 1,638 g/cm3, was dem 17,147-fachen der Erde entspricht und einer Masse von 1,0243 · 1026 kg, welche 14,94 mal so hoch ist wie die der Erde. Dadurch dominiert er das äußere Sonnensystem beträchtlich, womit er auch die Bahn vieler kleinerer Himmelkörper beeinflusst. Dabei bewegt er sich in nahezu 163 Jahren, auf einer fast kreisförmigen Umlaufbahn, einmal um die Sonne herum, wobei ein Neptuntag zirka 17 Stunden dauert.
Da er nicht ganz rund ist, besitzt er einen mittleren Durchmesser von 49.532 km und einen Poldurchmesser von 48.684 km, bei einem Oberflächeninhalt von 7,6195 Mrd. km2. Durch seine mächtig gewaltig hohe Gravitationsbeschleunigung von 11,15 m/s2 hat er eine Rotationsperiode von genau 16 Stunden 6 Minuten und 36 Sekunden. Während seine Oberflächentemperatur zwischen -193 Grad und -236° Celsius schwankt und sein Luftdruck bei annähernd einem Bar liegt.
Neptun ist einer der Planteten die eine Atmosphäre haben und seine ist dazu auch noch sehr dynamisch, das heißt sie verfügt über zahllose Strukturen die sich in ständiger Veränderung befinden. Was äußerst erstaunlich ist, da er durch seine außerordentlich riesige Entfernung von der Sonne die annähernd 4.504.000.000 km bzw. 30,06 AE beträgt, von dieser extrem wenig Energie für ausgeprägte Wetter-Phänomene erhält. Trotzdem tobt auf dem Neptun der heftigste Wirbelsturm der jemals in einem Sonnensystem beobachtet wurde. Dieser hat die Ausmaße der Erde, rotiert mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 2.000 km/h entgegen dem Uhrzeigersinn über Jupiters Oberfläche und ist als großer, dunkler Fleck sichtbar. Wobei die hellen Cirrus-Wolken aus gefrorenem Methan, welche den dunklen Fleck einrahmen, nicht besonders beständig sind, da sie ihr Aussehen bei jeder Umdrehung von Jupiter beharrlich ändern.
Diese Atmosphäre, welche dem Planeten durch die Absorption des roten Lichts durch das Methan und eine weitere, noch nicht identifizierte Substanz, seine typische kräftig blaue Farbe verleiht, setzt sich überwiegend aus Wasserstoff und Helium, sowie aus Spuren von Wasserdampf und Methan zusammen.
Dafür besteht sein inneres vermutlich aus einem Kern und einem Mantel. Wobei der Mantel aus flüssigem Wasser, Ammoniak und Methan und der Kern aus geschmolzenem Gestein besteht. Außerdem besitzt er wie alle Gasriesen ein Magnetfeld, dessen Pole genauso wie beim Uranus um 47 Grad zur Rotations-Achse verschoben sind. Dieses Magnetfeld wird wahrscheinlich von leitendem Material wie Wasser in den mittleren Schichten geschaffen. Nebenbei besitzt Neptun auch eine innere Hitzequelle, die mehr als doppelt soviel Energie abstrahlt als Neptun von der Sonne empfängt und die wahrscheinlich so eine Art Restwärme aus seiner Entstehungszeit darstellt.
Dazu kommt das auch Jupiter ein Planet mit Ringen ist, nur das seine nicht so gut zu sehen sind wie die vom Saturn und das er noch ein zusätzliches zerstreutes Band aus Materie ähnlich dem des Uranus aufweist. Wobei seine Ringe sehr düster und gespenstisch wirken und vermutlich aus schmutzigem Methaneis bestehen und das Band sich anscheinend aus Gesteinsbrocken zusammensetzt. Diese Ringe wurden sogar teilweise getauft, so heißt der äußerste, welcher aus drei auffälligen Bögen besteht, die man heute Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit nennt, einfach Adam. Der mittlere, der sich auf derselben Umlaufbahn wie der Mond Galatea befindet hat noch keinen Namen. Dem folgt dann Le Verrier, dessen äußere Erweiterungen Lassell und Arago genannt werden und der letzte bzw. innere Ring, welcher der feine aber breite Galle-Ring ist.
Ansonsten wird er erwiesenermaßen inzwischend auch noch von mindestens 13 Monden umkreist, von denen man 8 unter den Namen Naiad, Thalassa, Despina, Galatea, Larissa, Proteus, Triton und Nereid kennt und 5 erst kürzlich entdeckt aber leider noch nicht benannt wurden. Der bekannteste von diesen Monden ist aber immer noch Triton, der erstens eine Atmosphäre besitzt, die ähnlich zusammengesetzt ist wie die vom Titan und der zweitens mit 2780 km Durchmesser der größte von Neptuns Monden ist. Zudem bewegt er sich entgegen gesetzt zur Rotation von Neptun und nähert sich diesem infolgedessen ziemlich langsam auf einer Spiralbahn.
Auch Neptun gehört zu den Himmelskörpern, welche man schon etwas näher untersuchte. So wurde er am 25. August 1989 von dem Raumfahrzeug Voyager 2 besucht, dem wir fast alles Wissen über Neptun verdanken. Welches aber durch Beobachtungen vom Boden bzw. vom Hubble Space Weltraum Teleskop HST aus ständig vervollständigt wird.