Mate Tee

Geschrieben am 13.03.2006 von Conni Kreißl

Beschreibung:
Der Mate-Tee ist ein typisches südamerikanisches Getränk, das aus den Blättern des immegrünen Mate-Strauchs gewonnen wird. Dieser wird auch Mate Baum oder Yerbabaum genannt und gehört zu den Stechpalmen. Die Pflanze wächst in den Urwäldern Südamerikas und wird bis zu 15 Meter hoch. Er ist das Nationalgetränk Argentiniens, wird aber auch in Paraguay, Uruguay und im Süden Brasiliens gern getrunken.
Inhaltsstoffe:
Er enthält praktisch alle lebensnotwendigen Vitamine und so gesunde Sachen wie Karotin, Riboflavin, Nikotinsäure, Pantothensäure, Magnesium, Calcium, Eisen, Sodium und Kalium. Sein Koffeingehalt ist geringer als der von Kaffe oder schwarzem Tee, er hat aber trotzdem eine anregende Wirkung weil er neben dem Koffein auch Xanthin enthält und das wirkt sehr anregend. Es ist beim Mate Tee also nicht das Koffein, dass die anregende Wirkung auslöst, sondern das Xanthin.
Herstellungsort und Art:
Wächst der Baum wild im Regenwald, trägt er eine wunderschöne Krone und wird 14 Meter hoch. Wird er auf Plantagen angebaut beträgt seine Höhe meist nicht mehr als 5 Meter und er sieht durch die vielen Ernten elend verkrüppelt aus. Er hat immergrüne, bis zu zwanzig Zentimeter lange und acht Zentimeter breite Blätter, die alle zwei Jahre zwischen Februar und Oktober geerntet werden. Man nimmt für den Tee aber nur die jüngsten Blätter oder Zweige. Diese werden für den grünen Mate nach dem pflücken schnell getrocknet, damit sie weder oxidieren noch fermentieren. Möchte man aber den gerösteten Mate, muss man die Blätter erst fermentieren und dann zweimal rösten, das macht die Farbe des Tees dunkler lässt ihn etwas rauchig schmecken. Das wird aber nicht überall bevorzugt. Dann werden die Blätter im Ofen in einem mehrstufigen Trocknungsprozess getrocknet und anschließend zerkleinert. Der grüne Mate Tee wird hauptsächlich für den europäischen Markt hergestellt, der geröstete, oder auch braune Matetee, vorwiegend für den einheimischen Markt.
Zubereitungstipps:
Seine Zubreitung gleicht einem Ritual. Zuerst wird das Trinkgefäß zur hälfte oder auch zu zweidritteln mit Teeblättern gefüllt, dann gibt man ca. 70 °C heißes abgekochtes Wasser dazu. Aber nur soviel wie die Blätter aufsaugen können und lässt das ganze dann 5 bis 10 Minuten ziehen. Da dies einer der wenigen Teesorten ist, der Koffeinhaltig ist, wird seine Wirkung von der Ziehzeit bestimmt. So wirken Aufbrühzeiten von über 6 Minuten beruhigend und ein kurzes, heißes Aufbrühen eher Anregend. Ist der Tee dann so wie man ihn möchte, lässt man sich ihn durch einen Trinkhalm schmecken. Kenner schwören darauf den alterersten Aufguss aufzusaugen und gleich wieder auszuspucken, da dieser sehr bitter ist. Richtig trinken sollte man erst den zweiten Aufguss, das hängt aber auch von der Mate Tee Sorte ab. Man könnte ihn natürlich auch ganz normal wie Pfefferminztee aufgießen, aber das wäre einfach nicht das gleiche. Manche verfeinern ihn auch mit etwas Milch, Minze oder Zitrone, das muss aber jeder für sich entscheiden.
Besonderheiten:
Sein etwas herber, manchmal rauchiger Geschmack ist etwas gewöhnungsbedürftig. Er hat eine stimulierende Wirkung, stärkt die Abwehrkräfte, kräftigt das Nervensystem, reinigt das Blut, verlangsamt das Altwerden, regt den Geist an und hilft gegen Müdigkeit und Stress. Wegen seiner Appetit zügelnden Eigenschaften wird er bei uns meist nur dann getrunken, wenn eine neue Fastenkur ansteht, weil er die Hungergefühle nehmen soll. Man nimmt ihn aber auch bei Verdauungsbeschwerden und lindert mit ihm Magenschmerzen. Insbesondere bei einem Reizmagen, soll er sehr gut helfen. Aber auch bei Problemen mit den Bronchien und Asthma gilt er als gutes Heilmittel. Auf alle Fälle ist der Mate Tee ein Getränk mit einer sehr langen Tradition, welches in Südamerika ganz selbstverständlich zum Alltag gehört, wie bei uns der Kaffee. So nutzen ihn die Guarani-Indianer auch heute noch zur Heilung vieler Krankheiten.