Oolong Tee

Geschrieben am 13.03.2006 von Conni Kreißl

Beschreibung:
Der Oolong Tee, auch Braun Tee genannt; ist eine alte, beliebte, traditionelle chinesische Teesorte. Oolong, stammt vom chinesischen Wort " Wu Long" ab und bedeutet soviel wie schwarzer Drache. Mit diesem Namen wird in China nur diese ganz besondere Teeart bezeichnet, die ihren Platz zwischen dem grünen unfermentierten und dem schwarzen vollfermentierten Tee hat. Er ist ein Spitzentee, mit einem wundervoll abgerundeten, weichen hocharomatischen, vollmundigen und doch ausdrucksvollen Geschmack. Unverwechselbar in seinem Aussehen mit der hellen Farbe und seinem an Pfirsich erinnerndem Aroma, ist er der wohl beliebteste Tee in China.
Inhaltsstoffe:
Er enthält mehr Koffein als grüner Tee, aber weniger als schwarzer und dazu noch viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.
Herstellungsort und Art:
Er wird hauptsächlich nur in Thailand und in der Chinesischen Provinz Fujian hergestellt und erfordert viel Handarbeit. Um den Oolong Tee ernten zu können, müssen die Blätter eine ganz bestimmte Länge und Größe haben. Man legt die Blätter nach dem pflücken in Bambuskörben in die Sonne und lässt sie langsam Welken. Das soll ihnen die überschüssige Feuchtigkeit entziehen, was sie weich und geschmeidig macht. Zwischendurch müssen die halbwelken Blätter kräftig geschüttelt werden. Durch die Reibung des Schüttelns verändern sich die Blattkanten, die werden dadurch rot, während die Mitte des Blattes ihre grüne Farbe behält. Haben sie den richtigen Welkungsgrad erreicht werden die Teeblätter an einem luftigen und schattigen Platz zum Trocknen ausgelegt. Anschließend werden sie noch bei einer sehr hohen Temperatur in großen Eisenpfannen geröstet. Was den Oolong Tee besonders haltbar macht. Sein großes Geheimnis aber ist die Art der Halbfermentation, bei der zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt, die Fermentation unterbrochen wird. Das muss genau in dem Augenblick geschehen, an dem der Blattkern noch nicht, der Blattrand aber voll fermentiert ist. Dafür braucht man ein sehr hohes Wissen um den Tee, Fingerspitzengefühl und lange Erfahrungen. Man sagt der Zeitpunkt ist ran, sobald die Blätter anfangen nach Orchideen zu duften, aber das Wissen wohl nur diejenigen genau die den Tee ernten.
Zubereitungstipps:
Auch bei ihm ist die Zubereitungsart etwas ungewöhnlich. Man verwendet für ihn kleine Tonkannen, sogenannte Miniatur-Teesets aus bestem Yixing-Steingut. Diese werden vor der Benutzung zuerst mit kochendem Wasser ausgespült und anschließend bis zu zweidritteln mit Oolong Tee Blättern gefüllt. Dann wird mengenmäßig nach Bedarf soviel frisches gekochtes Wasser mit einer Temperatur zwischen 80 und 90 °C aufgegossen, wie Tee Schälchen benötigt werden. Anschließend sollte der Sud ca. 90 bis 180 Sekunden ziehen. Mit diesem Aufguss werden dann die schmalen, hohen sogenannten "Schnuppertassen" gefüllt, die danach eine Weile mit einem Teeschälchen abgedeckt werden. Jetzt folgt das seltsamste. Die beiden Tassen werden umgedreht und der Teetrinker beginnt mit dem Schnuppern, was der erste Schritt zum vollkommenen Teegenuss ist. Der Tee wird so ausgiebig nach Duft, Wärme, Ausstrahlung und nach den verschiedenen Duftnuancen begutachtet, bevor er getrunken wird. Schon der Genuss der ersten Tasse, eröffnet das ganze Spektrum seines Geschmacks. Er wird nicht nur getrunken, sondern auch geschlürft und beschnuppert. Ein guter Oolong kann bis zu sieben oder acht mal aufgebrüht werden.
Besonderheiten:
Wegen seinem feinen Duft und seinem Wohlgeschmack erfreut sich der Oolong Tee einer immer größer werdenden Beliebtheit und wird heute auch in Japan, in den südostasiatischen Ländern, in Amerika und in Europa gern getrunken. Manchmal bekommt man ihn auch mit Beimischungen von Osmanthusblüten, Orangenblüten, Orangenschalen oder auch Sonnenblumenblüten und ihm werden sehr gute Heilwirkungen bei Herzkranken zugeschrieben.