Schwarzer Tee

Geschrieben am 14.03.2006 von Conni Kreißl

Beschreibung:
Er ist wohl der bekannteste und beliebteste von allen Teearten. Wenn man von Tee spricht meint man meist Schwarzen Tee. So werden heute 80% der Tee Welternte zu schwarzem Tee verarbeitet. Auch der Darjeeling Tee ist ein schwarzer und er gehört zu den feinsten der Welt. Aber egal aus welcher Region er stammt, aus welchen Sorten er gemischt wird, sein Charakter und seine Qualität sind immer wieder einzigartig.
Inhaltsstoffe:
Er enthält viele Gerbstoffe, Fluor und Mangan und einen hoher Anteil von dem Bioflavonoid namens Quercetin, welches das Risiko von Krebs und Herzkreislauferkrankungen senkt. Allerdings sind in ihm auch Stoffe enthalten welche die Eisenverwertung stören, weshalb man ihn besser nicht beim essen trinken sollte.
Herstellungsort und Art:
Der klassische schwarze Tee wird in vielen Ländern angebaut. Die Hauptanbauländer sind Indien, Sri Lanka und China, etwas kleinere befinden sich dagegen in Nepal, auf Java und in Kenia. Geschmacksrelevant sind bei schwarzen Tee nicht nur die Anbaugebiete, die sich völlig in ihrer Lage und auch in ihrer Höhe unterscheiden, sondern auch der Erntezeitpunkt und die Pflanze selbst. So besteht ein großer Unterschied zwischen der Frühlings- und der Sommerernte und ob Assam- oder Chinateepflanzen oder auch beide für den Tee verwendet werden. Auch andere Sorten werden gelegentlich zu schwarzem Tee verarbeitet. Je nach Anforderung und geografischer Begebenheit wird er maschinell oder manuell gepflückt. Der Frühlingstee schmeckt im allgemeinen zart, blumig und ist etwas heller. Der Sommertee ist dagegen etwas würziger, voller und nicht ganz so empfindsam bei den Ziehzeiten. Sehr wichtig für einen guten schwarzen Tee sind allerdings auch die Qualität des Tees an sich und seine Verarbeitung. So entscheidet grundsätzlich die Blattqualität zwischen grob und sehr fein zerkleinerten Tee. Für ihn werden auch nur die jungen Triebe und von denen meist nur die ersten zwei Blätter und die Spitze des heranwachsenden Teeblattes geerntet, denn nur in ihnen steckt die meiste Kraft und nuancenreiche Aromen die sich in jeder Tasse Tee aufs neue entfalten und den Genießer erfreuen. Nach dem Pflücken werden die Blätter zum Welken ausgelegt, damit sie beim nachfolgendem Rollen nicht brechen. Das Rollen reißt dann die Blätter sanft auf und der heraustretende Saft verbindet sich mit dem Sauerstoff der Luft. Die Blätter oxidieren bzw. fermentieren. Er wird immer vollfermentiert, was ihm seine typische dunkle, braune bis rot-goldene Farbe verleiht. Anschließend wird er noch getrocknet und nach größe der Blätter sortiert. Es gibt ihn in großer Auswahl, versetzt mit Aromen wie Blüten, Blättern, Gewürzen, Schalen oder Fruchtstückchen oder auch ohne alles in seiner reinsten Form zu kaufen.
Zubereitungstipps:
Auf eine Tasse rechnet man ungefähr einen Teelöffel seiner erwählten Teemischung. Seine Aufgießtemperatur sollte immer zwischen 91 und 95 °C liegen und er sollte grundsätzlich mindestens 2 bis 4 Minuten ziehen. Je nach Geschmack kann man ihn mit unterschiedlichen Zusätzen verfeinern, wie zum Beispiel Milch, Sahne, Zucker, Kandis, Honig oder auch Zitrone. In Kombination mit Zucker soll er besonders gesund sein, da Stoffwechselexperten heraus fanden das durch diese Koffein-Zucker Mischung das Zentralnervensystem besonders gut mit Energie in Form von Blutzucker versorgt wird. Pur getrunken schmeckt er je nach Verarbeitung etwas herb, aber auch würzig und manchmal etwas rauchig.
Besonderheiten:
Er wirkt sehr belebend, beschleunigt den Herzschlag, erleichtert die Atmung und macht Munter. Das liegt daran, weil sein Koffeingehalt doppelt so hoch wie zum Beispiel in einer Cola ist. Der hohe Gerbstoffanteil, gibt dem Tee seinen Typischen feinherben Geschmack. Er ist sogar einer der wenigen Genussmittel die auch für Allergiker geeignet sind.