Weißer Tee

Geschrieben am 12.03.2006 von Conni Kreißl

Beschreibung:
Der Weiße Tee, auch Weißtee oder Pai Mu Tan Tee genannt, ist einer der edelsten und teuersten Tees überhaupt. Pai steht dabei übrigens für weiß und Mu Tan für Pfingstrose. Er ist eine ganz besondere Form des Grünen Tees und wird als weiß bezeichnet, weil die zarte Behaarung der Blattunterseite der Teeblätter nach dem Trocknen einen silbrig-weißen Flaum hat. Das ist so weil nur die jüngsten Blattspitzen für ihn verwendet werden, die noch diesen zarten Haarflaum besitzen. Er wird auch meist nur ganz schwach, höchstens zu 2%, anfermentiert bzw. gar nicht fermentiert. Sein Geschmack ähnelt dem von Grünem Tee, nur schmeckt er etwas süßlicher, leicht erdig, mild und doch etwas blumig. Der Weiße Tee ist eine Spezialität von Fujian und unterscheidet sich von anderen Tees nicht nur durch seine Aufbereitung, er gilt geradezu als Köstlichkeit. Man trinkt ihn in Europa genau so gern wie in Südostasien.
Inhaltsstoffe:
Er enthält Stoffe wie Koffein, ätherische Öle, Fluor, Kalium, Mangan, Theophyllin, Theobromin, viele Vitamine unter anderem auch die wichtigen B-Vitamine und Gerbstoffe bzw. Tannine.
Herstellungsort und Art:
Dieser Tee stammt aus der Chinesischen Provinz Fujian und ist einer der 6 beliebtesten Teesorten diese Landes. Für diesen Tee werden nur die noch ganz jungen flaumbedeckten Triebe, mit den noch ungeöffneten oder gerade erst geöffneten Knospen verwendet. Was eine besonders sorgfältige Pflückmethode erfordert, da der Haarflaum bereits wenige Tage nach der Knospenöffnung verschwindet und dieser doch das Markenzeichen dieses Tees ist. So ernten 12 Frauen an einem Tag gerade mal 10 kg des wertvollen Weißen Tees. Die Triebe werden gleich nach dem pflücken ohne Dämpfen, Erhitzen oder Rollen sehr naturnah luft- und sonnengetrocknet. Dafür lässt man die Blätter erst einmal 2 bis 3 Stunden an einem luftigen, kühlen Raum liegen. Daraufhin bringt man sie auf Welkmatten oder in Körben für ca. 10 bis 14 Stunden bei einer Luftfeuchtigkeit von 60% und einer Umgebungstemperatur von ca. 25 bis 26 °C zum Welken. Ist auch dies vorbei werden sie in einem ersten Trocknungsvorgang von 10 bis 15 Minuten und einer Temperatur von 100 bis 130 °C angetrocknet. Dann wird das erste mal sortiert und von Hand verlesen, so das sicher ist das nur die besten Blätter verarbeitet werden. Anschließend folgt der zweite Trocknungsvorgang der diesmal bei einer Temperatur von exakt 130 °C genau 12 Minuten dauert. Danach werden die Blätter gemischt und verpackt. Eine schwache Fermentierung ist bei Weißem Tee nur zulässig, wenn sie auf natürlichem Wege während des Welkprozesses vollzogen wird.
Zubereitungstipps:
Auch bei seiner Zubereitung kommt es wieder stark auf das Wasser an, es sollte von äußerst guter Qualität und geringer Härte sein, um dem Tee sein wunderbares Aroma zu geben. Die Teekanne sollte unbedingt vor der Benutzung angewärmt werden und das Teewasser nach dem Aufkochen einige Minuten abgekühlt. Am besten wird er wenn die Wassertemperatur 70 bis 80 °C beträgt. Wenn es soweit ist gießt man das Wasser vorsichtig über die losen Blätter. Sie sollten ungefähr ½ Teelöffel pro Tasse von den Blättern nehmen, je nach persönlichem Geschmack kann man aber auch mehr oder weniger in die Tasse tun. Der frisch aufgegossene Tee sollte vor dem Genuss aber noch 2 bis 3 Minuten ziehen, um sein einmaliges Flair zu entfalten. Der Aufguss darf ruhig auch mehrmals gemacht werden, doch sollte man beachten das jeder Aufguss dann eine andere Geschmackstufe hat.
Besonderheiten:
Er soll stark Blutdrucksenkend wirken und von allen Teesorten die es gibt, die besten krebsvorbeugenden Inhaltsstoffe besitzen. Er regt die Durchblutung und den Stoffwechsel des Gehirns sanft an. Wodurch eine Tasse Weißer Tee auch die Konzentrationsfähigkeit bzw. intellektuelle Leistung verbessert.