Die Vogelgrippe und die Haustierhalter

Geschrieben am 10.03.2006 von Conni Kreißl

Das Thema Vogelgrippe versetzt viele Haustierfreunde inzwischend in Angst und Schrecken. Aber das braucht es gar nicht, wenn man die Sache mal nüchtern betrachtet.
Wissenschaftler haben bestätigt, das ein Anstecken von Katzen über Singvögel oder Tauben sehr unwahrscheinlich ist, da diese meist gar nicht an dieser Krankheit leiden. Die auf Rügen gefundene Katze lag in unmittelbarer Nähe von totem infiziertem Wassergeflügel. Es war ein herrenloser heruntergekommener Streuner, der sich hungrig vielleicht sogar Tagelang von den toten Tieren ernährt hatte. Daher war es auch kein Wunder das er das Virus in sich hatte.
Weltweit gibt es bis jetzt auch noch keinen einzigen nachgewiesenen Fall einer Übertragung der Vogelgrippe von einer Katze auf den Menschen. Und selbst wenn sich eine Katze infiziert haben sollte, kommt sie als Überträger nicht in Frage da sie den Grippeerreger in so geringen Mengen ausscheidet das er keine Gefahr darstellt.
Bei Hunden wurde der Erreger bis jetzt noch gar nicht nachgewiesen und es gibt auch keine Hinweise darauf das sich Hunde mit ihm infiziert hätten. Allerdings wurden bei 160 Hunden in Asien Antikörper für H5N1 gefunden. Es gibt aber nicht einen einzigen dokumentierten Fall einer H5N1-Infektion bei Hunden.
Schweine können es zwar bekommen, aber nur sehr selten. Der Virus wurde gerade mal bei 8 von 3000 Tieren festgestellt und das in Vietnam. Keines von denen zeigte auch nur die geringsten Krankheitserscheinungen. Auch stellte man fest, das die infizierten Tiere nicht in der Lage waren den Erreger zu vermehren oder die Infektion weiter zu verbreiten.
Rinder gelten sogar als Resistent, können also nicht mit diesem Erreger infiziert werden. Daher sind auch noch nie Rinder als Träger des Erregers festgestellt worden.
Pferde hingegen können zwar an Grippe erkranken, allerdings im allgemeinen an der ganz normale Grippe und nicht an Vogelgrippe.
Auch Tauben sind keine Überträger des Virus, wie manche meinen. Da festgestellt wurde das sich das Virus in ihnen nicht vermehren kann. Die sterben eher durch fanatische Menschen, durch Greifvögel oder an Altersschwäche als an der Vogelgrippe.
Auch Singvögel, Krähen, Störche und Spatzen können sich nur schwer oder gar auch nicht mit dem Erreger infizieren.
Und noch was, für die Übertragung der Vogelgrippe ist eine extrem hohe Konzentration des Virus nötig und da muss die Katze schon einen Riesenhaufen infizierten Fleisches verspeist haben um sich anzustecken. Eine Übertragung des Virus vom Haustier auf den Menschen hingegen ist sogar so gut wie ausgeschlossen. Auch hier ist die viel zu hohe Dosis schuld, die man benötigen würde, um sich anzustecken. Da müsste der Besitzer sein Haustier schon komplett roh verspeisen, damit eine Übertragung möglich wird und wer macht das schon. Oder wie die Wissenschaftler meinten, Fleischfresser wie Katzen sind für H5N1 so eine Art Sackgasse für die Verbreitung des Virus. In Asien hatten sich nur Menschen angesteckt die einen extrem engen Kontakt zu ihrem infizierten Geflügel, eine sehr mangelnde Hygiene und dazu ein sehr schwaches Immunsystem hatten.
Außerdem ist eine Ansteckung von Mensch zu Mensch, was eine wichtige Vorraussetzung für eine Epidemie darstellt, nicht möglich. Das wurde nur als schlimmster anzunehmender Fall prognostiziert. Was heißen soll, das die Aussicht im Lotto zu gewinnen wesentlich höher ist, als die Gefahr sich anzustecken.
Daher braucht sich auch kein Haustierbesitzer Sorgen wegen der Vogelgrippe zu machen. Dann sollte man die Tiere schon eher vor Leuten schützen, die nun Jagd auf freilaufende Katzen oder Hunde machen und auch vor den mancherorts etwas übereifrigen städtischen Tierfängern. Denn die stellen für die Tiere eher eine Gefahr dar.
In ihrer Unkenntnis und wegen der Panikmache setzen nun vielerorts Tierhalter ihre einst so geliebten Hausgenossen aus oder bringen sie ins Heim. Da werden Ziervögel genauso abgeschoben, wie Hunde und Katzen und Tierärzte werden von Hysterischen Besitzern regelrecht mit Telefonterror bombardiert. Das müsste alles nicht sein, wenn mehr Aufklärung und weniger Panik gemacht werden würde.