Supernova

Geschrieben am 07.11.2006 von Conni Kreißl

Eine Supernova ist nur ein kurzer Moment bzw. Augenblick am Ende eines massereichen Sterns bzw. die gewaltigste Explosion die es im Universum gibt. Wodurch eine Supernova das letzte Aufbäumen eines sterbenden Sterns symbolisiert. Sie ist das grandioseste und überwältigendeste Trauerspiel im Weltenraum und leuchtet milliardenfach heller als ein gewöhnlicher Stern und sogar heller als eine Galaxie.
Sie entsteht überwiegend, wenn ein Stern der mehr als acht Sonnenmassen wiegt, seinen vollständigen Vorrat an Wasserstoff aufgebraucht hat, so das am Ende nur noch Eisen in seinem Kern übrig ist, welcher dadurch auf eine enorme Dichte zusammengepresst und sehr instabil wird. Wenn dieser infolgedessen unter seinem eigenem Gewicht zusammenbricht bzw. kollabiert, werden Elektronen in die Atomkerne gepresst, welche die äußeren Hüllen des sterbenden Sterns, die längst ausreichend mit schweren Elementen angereichert sind, nach innen stürzen lassen. Diese werden von dem dichten, harten Kern mit einer so enorm gewaltigen Wucht reflektiert bzw. zurückgeworfen, das sie als riesige Stoßwelle die Gashülle durchfließen und in einer geradezu supergigantischen Explosion ins All hinaus geschleudert werden.
Womit der dem Tode geweihte Stern in einer unbeschreiblichen Explosion, der Supernova, zerrissen wird und für kurze Zeit so hell wie mindestens zehn Milliarden Sterne erstrahlt und weithin sichtbar wird.
Anschließend kann man seine explodierten Hüllen noch mindestens 100.000 Jahre lang als farbenprächtige Nebel im Weltall leuchten sehen. Sein Kern wurde durch diese Katastrophe indessen unsichtbar bzw. entwickelte sich zu einem Neutronenstern oder Schwarzen Loch weiter. Wobei man bei der Entstehung eines Schwarzen Loches allerdings eher von einer Hypernova spricht, da sie um ein Vielfaches energiereicher ist als eine normale Supernova und daher mit den gängigen Supernova-Theorien nicht ohne weiteres erklärt werden kann. Bei ihr werden zwei außergewöhnlich energiereiche Plasma-Jets bzw. Gaswolken mit etwa Lichtgeschwindigkeit emittiert und Gammastrahlen-Blitze bzw. Gamma-Ray-Bursts in All befördert. Während bei einer einfachen Nova, ganz im Gegensatz zur Supernova, der Stern erhalten bleibt und gegebenfalls sogar mehrere Nova-Explosionen durchläuft, wodurch über einer Millionen mal weniger Energie freigesetzt wird, als bei einer Supernova.
Wobei man die Supernova-Explosionen andererseits in zwei verschiedene Gruppen einteilen kann, das ist ersten der sogenannte Typ 1, der ein wenig seltener ist und im allgemeinen in Doppelsternsystemen stattfindet. Hierbei bezieht beispielsweise ein Weißer Zwerg bzw. ein ausgebrannter Sternenrest von seinem nahen Begleiter solange neues Brennmaterial bis sich ausreichend Material angesammelt hat, damit im inneren des Zwergsterns wieder neue Fusionsprozesse beginnen können. Diese sind jedoch größtenteils derart energiereich, das sie den Stern zur Explosion bringen und eine Supernova auslösen, wobei sein Begleitstern allerdings weggeschleudert wird.
Bei einer Supernova vom sogenannten Typ 2, der wesentlich bekannter ist und vermutlich auch öfter vorkommt, explodiert hingegen ein sehr massereicher Stern, der seinen Vorrat an Brennmaterial erschöpfte und durch seine eigene Schwerkraft und die daraus resultierende Instabilität kollapsartig in sich zusammenfällt. Hierbei werden ungeheure Mengen an Energie freigesetzt, welche man dann als Supernova beobachten kann.
Gewisse Experten schätzen das allein in unserem Milchstraßensystem in jeweils 100 Jahren ungefähr 5 Supernovas stattfinden, wobei sich die nächst möglichen Kandidaten hierfür nach ihrer Meinung erfreulicherweise in sicherer Entfernung zur Erde befinden.
Die letzte bekannte Supernova fand vermutlich in einer Entfernung von mindestens 11.000 Lichtjahren statt, da sich im Zentrum der Galaxis Cassiopeia A ein Neutronenstern befindet auf dem noch immer starke Strahlungsausbrüche stattfinden. Was eindeutig auf eine erst kürzlich stattgefundene Supernova hinweist, wobei die Bezeichnung kürzlich als Zeit im Universum ausgesprochen relativ ist und durchaus Hunderte bis Millionen oder Milliarden Jahre lang sein kann.